AGGSBACH KENNENLERNEN
Aggsbach: Die Venus-Fundstelle und das Leben an der Donau
Die Marktgemeinde Aggsbach liegt am linken Donauufer in der Wachau. Auf 13,72 km² leben 594 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026). Zur Gemeinde zählen Aggsbach Markt samt Seeb, Groisbach, Köfering und Willendorf in der Wachau.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Aggsbach - GEM2GO WEB - Startseite
Wachau und Fundstelle in Willendorf
Der Treppelweg begleitet die Donau; auch der Donauradweg führt durchs Gemeindegebiet. Wanderwege steigen bis zum 960 Meter hohen Jauerling. Weinbau und Marillenkultur prägen die Wachauer Kulturlandschaft, die zum UNESCO-Welterbe gehört. In Willendorf entdeckte der Arbeiter Johann Veran am 7. August 1908 bei einer Grabung unter Josef Szombathy, Hugo Obermaier und Josef Bayer die Venus. Das NHM Wien datiert die 11 Zentimeter hohe, mit Rötel gefärbte Kalksteinfigur auf rund 29.500 Jahre. Das Original wird im eigenen Venuskabinett des Museums gezeigt. Eine NHM-Analyse mit hochauflösender Tomografie ergab 2022: Die Figur besteht aus Oolith, der in Willendorf nicht vorkommt; ihre Oberfläche bewahrt letzte Bearbeitungsspuren. Als wahrscheinliche Herkunft nennt das NHM einen Fundort in Norditalien, lässt aber auch eine Lagerstätte im ukrainischen Donezbecken offen.
Quellen: Sehenswürdigkeiten und Freizeit · Venus-Forschung · Das Naturhistorische Museum Wien · Das Gestein der Venus von Willendorf
Willendorf und die Venus
Die Fundstelle in Willendorf ist zugänglich und durch eine 1,40 Meter hohe Kunststein-Nachbildung markiert. Freigelegte Lössschichten zeigen den geologischen Aufbau des Fundorts. Das Venusium vermittelt Steinzeitalltag mit Werkzeugen, Feuerstelle und lebensgroßer Figur; zu sehen sind elf europäische Venusfiguren und ein Abguss des Originals. Laut Gemeinde öffnet das Museum 2026 ab 16. Mai an Samstagen, Sonn- und Feiertagen; Führungen sind zu vereinbaren. Der Museumsverein Willendorf betreut das Haus. Die Steinfigur selbst blieb vollständig erhalten; ihre Arme tragen laut NHM gezackte Armringe, ihr Kopf ist von Lockenreihen oder einer Kappe bedeckt.
Quellen: Fundstelle der Venus von Willendorf · Venusium · Venus-Forschung
Ortsname, Gemeinde und Pfarrkirche
Aggsbach ist 1148 als „Accusabah“ belegt. Die Gemeinde deutet den Namen als „Axtbach“, erwägt aber einen älteren Gewässernamen. Eine Motorbootüberfuhr verband den Marktort früher mit Aggsbach Dorf am gegenüberliegenden Donauufer. 1961 erhielt der Marktort den Zusatz „Markt“; nach der Eingliederung Willendorfs am 1. Jänner 1972 wurde der Gemeindename Aggsbach wieder eingeführt. Eine Kirche ist 1148 erstmals belegt; nach dem Hussiteneinfall wurde sie 1425 erneuert. Im Dreißigjährigen Krieg brannte das Gotteshaus nieder. 1638 wurde Aggsbach Markt eine eigene Pfarre; 1779 folgte eine teilweise Barockisierung der Kirche. Die heutige Pfarrkirche ist Mariä Himmelfahrt geweiht, ihr Patrozinium wird am 15. August gefeiert.
Quellen: Geschichte der Marktgemeinde Aggsbach · Sehenswürdigkeiten und Freizeit · Pfarrkirche Aggsbach
Familienpark, Wein und Freizeit an der Donau
Der Familienpark Hubhof in Seeb entstand 1980 als Märchenwald. Die Betreiberfamilie ergänzte das Gelände um Themenwelten zu Dinosauriern, Sagen und Indianerland sowie Fahrgeschäfte, Spielplätze und Freizeitgeräte. 2026 ist der Park von April bis Juni sowie im Herbst an Wochenenden und Feiertagen geöffnet; im Juli und August täglich. Die aktuelle Betreiberseite nennt außerdem acht Trampolinfelder. Zwei Heurigen bieten örtliche Weine an; Marillen werden frisch verkauft und zu Schnaps verarbeitet. An der Donau kann gefischt werden, außerdem gibt es eine Bogensportanlage und einen Beachvolleyballplatz.
Quellen: Familienpark Hubhof – Betreiberseite · Geschichte der Marktgemeinde Aggsbach · Sehenswürdigkeiten und Freizeit
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Aggsbach – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
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- Das Naturhistorische Museum Wien
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- Das Gestein der Venus von Willendorf
Stand der Angaben: 08.10.2026
