MARKTGEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Paudorf

Ein mittelalterlicher Hof, ein modernes Pfarrzentrum und ein markanter Baumbestand liegen im Fladnitztal beisammen.

GEMEINDEKENNZIFFER31333
Hauptstraße in Paudorf
Hauptstraße in Paudorf · Foto: Linie29 · „Hauptstraße Paudorf“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
2 727
01.01.2026
Fläche
30,11 km²
Bevölkerungsdichte
90,6
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
3508
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

PAUDORF KENNENLERNEN

Paudorf: Hellerhof, Eichberg und die Mammutbäume

Die Marktgemeinde Paudorf liegt im Bezirk Krems-Land am Südostrand des Dunkelsteinerwaldes. Sie zählt 2.727 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 30,11 km². Zum Gemeindegebiet gehören sieben Ortschaften und Katastralgemeinden.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Paudorf - Herzlich willkommen! - Startseite

Orte im Fladnitztal

Die Fladnitz durchzieht das Gemeindegebiet von Süden nach Norden. Neben Paudorf liegen die Ortschaften Eggendorf, Höbenbach, Hörfarth, Krustetten, Meidling und Tiefenfucha im langen, ost-westlich ausgerichteten Gemeindegebiet. Die Ortsgeschichten reichen weit zurück: Paudorf ist 1083 als Punamisdorf belegt, während Eggendorf, Höbenbach und Krustetten bereits 1072 unter älteren Namensformen erscheinen. Hörfarth wird 1290 als Herfuert genannt, Tiefenfucha 1302 als Fuchawe inferiori. Die heutigen Grenzen entstanden schrittweise. 1850 bildeten sich vier Gemeinden, darunter Paudorf mit Hörfarth und Meidling; 1971 schlossen sich Paudorf, Höbenbach, Krustetten und Tiefenfucha freiwillig zur Großgemeinde zusammen. Seit 1985 trägt Paudorf den Marktgemeindestatus und ein eigenes Wappen. Die Bahnlinie Krems–Herzogenburg wurde 1889 eröffnet; das Bahnhofsgebäude stammt aus dieser Zeit. 1896 nahm der Steinbruch in Meidling den Betrieb auf.

Quellen: Paudorf - Herzlich willkommen! - Startseite - Unser Paudorf - Wissenswertes - Ortsgeschichte · Paudorf - Herzlich willkommen! - Startseite - Unser Paudorf - Wissenswertes - Digitaler Ortsplan

Vom Dietmarsdorf zum Pfarrzentrum Hellerhof

Der Hellerhof ist der letzte erhaltene Bau des mittelalterlichen Dietmarsdorf. Sein Nordtrakt enthält spätromanische Teile aus dem 13. Jahrhundert und gilt als „Festes Haus“ der Ritter von Höbenbach; der Südtrakt erhielt um 1590 seine spätrenaissancezeitliche Gestalt. 1637 kaufte der Göttweiger Abt David Gregor Corner das Anwesen; Abt Gregor Heller gestaltete es später zum Erholungshof der Mönche um. Die Kapelle Johannes des Täufers wurde 1678 geweiht. Nach einem Großbrand von 1712 wurde der Hof wiederaufgebaut. Eine Brandstiftung am Hellerhof um 1812 soll Wilhelm Kienzl später zum Opernstoff für „Der Evangelimann“ angeregt haben. Heute befinden sich im Hellerhof der Pfarrsitz Paudorf-Göttweig, die Frau-Ava-Bücherei und das Wilhelm-Kienzl-Museum; 2025 stellte die Gemeinde ihre digitale Topothek bei einer Veranstaltung im Kienzl-Museum vor.

Quellen: Hellerhof Paudorf · Hellerhof – Pfarre Paudorf-Göttweig · Museum Schauplatz Evangelimann · Eröffnung der Paudorfer Topothek im Wilhelm-Kienzl-Museum

St. Altmann und die alte Kapelle

Die neue Pfarrkirche erhielt 1991 den Grundstein und wurde am 12. September 1993 eingeweiht. Architekt Friedrich Göbl entwarf sie als zeltförmigen Bau; die Form nimmt laut Gemeindebeschreibung auch den Kegel des dahinterliegenden Waxenbergs auf. Der offene Platz vor dem Kirchenraum vermittelt zwischen den Wegen und den älteren Hellerhofbauten. Kirchenpatron ist Altmann, der Göttweiger Klostergründer und Bischof von Passau. Neben der modernen Kirche steht die ältere Kapelle Johannes des Täufers mit einem kleinen mittelalterlichen Kern. Ihre Ausstattung geht auf das 17. Jahrhundert zurück.

Quellen: Hellerhof – Pfarre Paudorf-Göttweig · Hellerhof Paudorf

Mammutbäume auf dem Eichberg

Auf dem rund 380 Meter hohen Plateau des Eichbergs südöstlich des Ortszentrums wachsen die von Adalbert Dungel begründeten Wellingtonien. Dungel war von 1877 bis 1886 Waldmeister des Stifts Göttweig und setzte 1880 mehrere Samen der Art Sequoiadendron giganteum. Der markierte Weg der Göttweiger-Wald-Erlebniswelt führt vom Bruckweg über 2,1 Kilometer zu den Baumriesen; beim Arboretum sind mehr als 30 heimische Baum- und Straucharten zu sehen. Niederösterreich Tourismus beschreibt den Bestand als frei zugänglich; die Gemeinde führt sie als eigenes Ausflugsziel und erinnert mit dem Namen Adalbertrast an ihren Pflanzer.

Quellen: Mammutbäume am Eichberg · Paudorf - Herzlich willkommen! - Startseite - Unser Paudorf - Wissenswertes - Ortsgeschichte · Mammutbäume am Eichberg – Niederösterreich Tourismus

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Paudorf auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung2 454
31.10.2021 · Registerzählung2 645
01.01.2026 · Bevölkerungsstand2 727

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
1 077
NUTS-3-Region
Waldviertel (AT124)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Paudorf

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.