EMMERSDORF AN DER DONAU KENNENLERNEN
Emmersdorf an der Donau: Über dem Strom
Emmersdorf an der Donau liegt am linken Donauufer gegenüber von Melk. Die Marktgemeinde zählt am 1. Jänner 2026 1.762 Einwohner und umfasst 29,82 Quadratkilometer. Die Pfarrkirche steht auf einem Felsen über dem Strom.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Pfarrkirche Emmersdorf – Gemeinde Emmersdorf
Pfarrkirche über der Donau
Die dem heiligen Nikolaus geweihte Pfarrkirche liegt innerhalb eines ehemaligen Wehrkirchhofs. Bei Arbeiten für die Kirchenheizung kamen im August 1970 im Presbyterium Reste einer romanischen Apsis zum Vorschein. In einer gemauerten Gruft fand man Grabstätten der Familie Hoyos und Gräber von Priestern. Am Kirchturm wurde am 11. September 2005 zum zweiten Mal ein neues Kreuz angebracht.
Viadukt und Schloss Luberegg
Mitten im Ort überspannt ein Viadukt den Taleinschnitt. Das Bauwerk wurde 1908 fertiggestellt und besitzt acht Bögen. Die Gemeindeseite beschreibt es als Teil der Donauuferbahn zwischen Krems und Grein. Südlich des Viadukts liegt Schloss Luberegg, das der Holzhändler und Donau-Admiral Joseph von Fürnberg kurz vor 1787 errichten ließ. Nach seinem Konkurs 1795 kam es in den Besitz der kaiserlichen Familie. Franz II. nutzte das Schloss von 1803 bis 1811 als Sommerresidenz. Zwei steinerne Rundtürme am früheren Ufer dienten der Schifffahrt als Licht- und Signaltürme; dort lag auch ein um 1780 angelegter Holzlager- und Verladeplatz.
Quellen: Viadukt – Gemeinde Emmersdorf · Schloss Luberegg – Gemeinde Emmersdorf
St. Georgen: Kloster und Kapellenbau
Die Georgiekapelle in St. Georgen geht auf das 11. Jahrhundert zurück. Hier bestand ein Nonnenkloster, das im 14. Jahrhundert aufgehoben wurde. Fresken zeigen Leopold III., Benedikt, Scholastika und Koloman. Während der Franzosenkriege von 1805 bis 1809 wurde die Georgssäule am Anger beschossen. Zwei Glocken mussten in den Weltkriegen abgeliefert werden; nach 1945 erhielt die Kapelle eine neue Glocke. Bei einer Renovierung von 1962 bis 1965 wurden romanische Baumerkmale freigelegt. Zur Ausstattung zählen außerdem eine gotische Kreuzigungsgruppe und eine gotische Madonna.
Quellen: Georgiekapelle – Gemeinde Emmersdorf
Das Burgkircherl Gossam
Das Burgkircherl Gossam wurde um 1100 als Teil einer Burganlage errichtet. Wegen der Wallfahrten wurde die Kirche bis ins 15. Jahrhundert laufend vergrößert. Von der mittelalterlichen Burg sind nur Reste erhalten. Die Gemeindeseite führt das Kircherl als täglich geöffnet und innen besichtigbar.
Kolomanistiege und Hubertuskapelle
Die Kolomanistiege verbindet den Ortskern mit dem Hochplateau bei der Pfarrkirche. Auf halber Höhe liegt ein Rastplatz mit einer Statue des heiligen Koloman. Von dort blickt man über die Dächer des Ortes. Die Hubertuskapelle wurde 2005 rund zwei Kilometer von Pömling und einen Kilometer von Fahnsdorf entfernt errichtet. Die Jagdgesellschaft Mödelsdorf und freiwillige Helfer der Gemeinde bauten sie unter Leitung des Jagdleiters Franz Langthaler; Baumeister Schmelz plante die Anlage. Das Bauholz für die Hubertuskapelle wurde im März 2005 geschnitten, im Mai legte man alte Hofpflastersteine für den Zugangsweg. Am 22. Oktober 2005 weihte Dechant Josef Kaiserlehner die Kapelle ein. Ein rund 500 Jahre alter Zirbenstamm aus dem Lungau wurde für eine Hubertusfigur verwendet.
Quellen: Kolomanistiege – Gemeinde Emmersdorf · Hubertuskapelle – Gemeinde Emmersdorf
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Emmersdorf an der Donau – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Pfarrkirche Emmersdorf – Gemeinde Emmersdorf
- Viadukt – Gemeinde Emmersdorf
- Georgiekapelle – Gemeinde Emmersdorf
- Burgkircherl Gossam – Gemeinde Emmersdorf
- Kolomanistiege – Gemeinde Emmersdorf
- Hubertuskapelle – Gemeinde Emmersdorf
- Schloss Luberegg – Gemeinde Emmersdorf
Stand der Angaben: 08.10.2026
