MARKTGEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Harmannsdorf

Von der ersten Erwähnung im Jahr 1113 bis zur eröffneten B6-Umfahrung: Harmannsdorf verbindet alte Ortskerne mit neuen Verkehrswegen.

GEMEINDEKENNZIFFER31207
Pfarrkirche hl. Barbara in Obergänserndorf, Gemeinde Harmannsdorf.
Pfarrkirche hl. Barbara in Obergänserndorf, Gemeinde Harmannsdorf. · Foto: © C.Stadler/Bwag · „Obergänserndorf - Kirche“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
4 112
01.01.2026
Fläche
55,54 km²
Bevölkerungsdichte
74,0
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
2111
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

HARMANNSDORF KENNENLERNEN

Harmannsdorf: Ortsgeschichte und neue Wege

Die Marktgemeinde Harmannsdorf liegt nördlich von Korneuburg im Weinviertel. Auf 55,54 Quadratkilometern lebten am 1. Jänner 2026 4.112 Menschen. Sieben Ortschaften gehören dazu; Harmannsdorf und Rückersdorf sind zu einem zusammenhängenden Siedlungsraum gewachsen.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Harmannsdorf (Niederösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion

Zwei Ortsnamen im Klosterarchiv

Harmannsdorf und Rückersdorf werden 1113 gemeinsam urkundlich erwähnt. Damals schenkte Leopold III. dem Stift Klosterneuburg das Gut Rökersdorf und das Dorf Haltmarisdorf. Die Gemeinde leitet den Namen Harmannsdorf von Hadmar und jenen Rückersdorfs von Roudger her. Über Jahrhunderte verwalteten Amtshof, Meierhof und Tullnerhof die beiden Orte unter dem Einfluss des Stifts. Nach der Bauernbefreiung wurden Harmannsdorf und Rückersdorf 1849 eigenständige Gemeinden. 1875 entstand die Volksschule Harmannsdorf, 1884 wurde die Freiwillige Feuerwehr Rückersdorf-Harmannsdorf gegründet.

Quellen: Marktgemeinde Harmannsdorf - Startseite

Würnitz und seine Sommerfrische

Würnitz ist seit 1143 schriftlich belegt; archäologische Grabungen von 1931 und 2009 belegen laut Gemeinde eine Besiedlung in der Jungsteinzeit. Die „Veste Wiernitz“ war Sitz wechselnder Herrschaftsfamilien. Ende des 19. Jahrhunderts kamen Erholungssuchende aus Wien zur Sommerfrische. 1975 wurde der Ort Teil der Marktgemeinde Harmannsdorf. Im neuen Jahrtausend kaufte die Gemeinde den Waldteich samt umliegendem Waldstück. Der Wappenstein beim Teich zeigt das Familienwappen der Ritter von Heintl, die Schloss und Herrschaft Würnitz von 1813 bis 1851 besaßen. Ein Männergesangsverein errichtete 1928 den Schubertbrunnen; nach dem Abbruch 1967 wurde er 1978 wieder aufgebaut. Die Pfarrkirche wurde 1970 neu errichtet, besitzt einen Mariazeller Seitenaltar und wird gemeinsam mit der Pfarre Stetten betreut; eine eigene Volksschule bestand bis 1968. Eine Johannes-Nepomuk-Statue in der Friedhofstraße trägt eine Inschrift von 1707, aus der Zeit vor seiner Seligsprechung.

Quellen: Marktgemeinde Harmannsdorf - Startseite - Unsere Gemeinde - Wissenswertes - Geschichte · Waldteich Würnitz – Marktgemeinde Harmannsdorf · Würnitz – Marktgemeinde Harmannsdorf

Eine Brücke als Namensgedächtnis

Über den Donaugraben in Harmannsdorf-Rückersdorf führt die Generationenbrücke. Zum Jahrtausendwechsel wurde sie als Denkmal gestaltet. Auf 76 Tafeln stehen die Namen von 1.244 Einwohnerinnen und Einwohnern, die am 1. Jänner 2001 im Ort lebten; die Namen sind nach Geburtsjahren geordnet.

Quellen: Generationenbrücke – Marktgemeinde Harmannsdorf

Die Frontlinie im April 1945

In den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs verlief von 17. April bis 8. Mai 1945 die Front durch das Gemeindegebiet. In der Volksschule wurde ein Feldlazarett eingerichtet; viele Bewohner suchten in Kellern Schutz. Bei den Kämpfen starben laut Ortschronik 50 deutsche und 16 sowjetische Soldaten sowie vier Zivilisten. Ein Frontgedenkstein erinnert an die Linie am Rohrwald. Er wurde 1970 auf Initiative ehemaliger Rückersdorfer enthüllt, die während der Kämpfe zum Ausheben von Schützengräben gezwungen worden waren.

Quellen: Harmannsdorf (Niederösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion

Umfahrung und Wege im Rohrwald

Die Landesstraßen-Umfahrung Harmannsdorf-Rückersdorf wurde nach vierjähriger Bauzeit am 20. September 2024 für den Verkehr freigegeben. Die Gemeinde nannte als Ziel, den Durchzugsverkehr aus den Ortskernen herauszunehmen und die Sicherheit zu erhöhen. Der Festakt wurde wegen Hochwassers erst am 6. Dezember 2024 nachgeholt. Rohrwald und Kreuttal bieten weitere Wanderrouten. Die Schwedenhöhlen im Rohrwald sind derzeit behördlich gesperrt.

Quellen: Eröffnung der B6-Umfahrung – Marktgemeinde Harmannsdorf · Marktgemeinde Harmannsdorf - Startseite - Unsere Gemeinde - Wissenswertes - Zahlen und Fakten

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Harmannsdorf auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung3 881
31.10.2021 · Registerzählung4 058
01.01.2026 · Bevölkerungsstand4 112

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
2 043
NUTS-3-Region
Wiener Umland/Nordteil (AT126)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Harmannsdorf

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.