MARKTGEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Großebersdorf

Vier Ortschaften zwischen Marchfeld, Wartberg und Brünner Straße

GEMEINDEKENNZIFFER31614
Pfarrkirche Sankt Nikolaus in Großebersdorf
Pfarrkirche Sankt Nikolaus in Großebersdorf · Foto: © C.Stadler/Bwag · „Großebersdorf - Kirche“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
2 336
01.01.2026
Fläche
18,03 km²
Bevölkerungsdichte
129,6
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
2203
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

GROSSEBERSDORF KENNENLERNEN

Großebersdorf: Lössland, Pfarrgeschichte und Dorfkerne

Großebersdorf liegt rund 15 Kilometer nördlich von Wien am Übergang vom Marchfeld ins Weinviertler Hügelland. Die Marktgemeinde umfasst vier Ortschaften. Zum 1. Jänner 2026 hatte sie 2.336 Einwohner; das Gemeindegebiet misst 18,03 Quadratkilometer.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Marktgemeinde Großebersdorf – Unsere Region

Löss, Wartberg und vier Ortschaften

Fruchtbarer Löss bedeckt den Großteil des Gemeindegebiets; rund um den 242 Meter hohen Wartberg westlich von Putzing ist der Boden sandiger. 68 Prozent entfallen auf landwirtschaftliche Flächen, 6 auf Gärten, 7 auf Weingärten und 9 Prozent auf Wald. Die Gemeinde besteht aus Großebersdorf, Eibesbrunn, Manhartsbrunn und Putzing. Beim Wartberg gefundene Keramiken weisen auf eine Besiedlung in der Bronzezeit; 1168 wurde der Ort als „Eberhartisdorf“ erstmals urkundlich genannt. Putzing am See ist eine Wochenendhaussiedlung um einen Badesee; laut Gemeinde verwaltet ein Verein die gemeinsamen Anlagen, und baden dürfen Mitglieder sowie deren Angehörige. Flurnamen wie oberes, mittleres und unteres Feld erinnern an die frühere Dreifelderwirtschaft.

Quellen: Marktgemeinde Großebersdorf – Unsere Region · Marktgemeinde Großebersdorf – Putzing am See

Manhartsbrunn am Südosthang

Manhartsbrunn liegt auf einem nach Südosten geneigten Hang, von dem sich der Wiener Raum überblicken lässt. Der Ortsname war im Volksmund auch als „Matzbrunn“ bekannt; seine Herkunft ist nicht eindeutig. Erstmals genannt wird das Dorf 1411. 1718 entstand eine Kapelle, 1723 erhielt sie die Erlaubnis für Messfeiern. 1784 wurde eine Lokalkaplanei eingerichtet, drei Jahre später folgten Kirche und Pfarrhof. Französische Truppen besetzten und plünderten den Ort 1810. In den Jahren 1836 und 1855 brachen Choleraepidemien aus. Waldwege und die Hügellage prägen die Landschaft um den Ort, der früher auch Wein, Getreide und Spargel nach Wien lieferte. Zwischen dem 15. und 18. April 1945 wurde Manhartsbrunn beschossen; zwei Zivilisten starben, drei Objekte brannten nieder.

Quellen: Marktgemeinde Großebersdorf – Manhartsbrunn · Marktgemeinde Großebersdorf – Unsere Region

Pfarrgeschichte zwischen Putzing und Eibesbrunn

Großebersdorf war um 1250 ein Pfarrvikariat unter dem Domdechant von Passau. Putzing und Münichsthal werden 1649 als Filialen genannt, Eibesbrunn kam 1783 hinzu. Kaiser Joseph II. erhob den Ort 1789 zur Pfarre und wies sie der Erzdiözese Wien zu. In Putzing bestand bereits seit 1761 eine Kapelle zu Ehren Mariä Vermählung; 1779 wurde dort die Messfeier bewilligt. Eibesbrunn, früher auch „Heudörfl“ genannt, war eine Station für Heufuhren. Seine Kapelle entstand 1814 zur Verehrung der Erscheinung des Herrn und wurde im folgenden Jahr für Messfeiern geweiht. Münichsthal wurde 1949 zu einer eigenständigen Pfarre erhoben.

Quellen: Erzdiözese Wien – Geschichte der Pfarre Großebersdorf

Eingemeindungen und Verkehr

Bei der Einnahme des Hauptorts am 12. April 1945 starben drei Zivilisten; 14 Gebäude brannten nieder. Eibesbrunn und Putzing wurden mit Jahresbeginn 1971 nach Großebersdorf eingemeindet; Manhartsbrunn folgte 1972. In Eibesbrunn kreuzt die Landesstraße L 12 die ehemalige Brünner Straße. Im Februar 2007 erfolgte dort der Spatenstich für die Nord Autobahn; der Knoten bindet A 5, S 1 und B 7 aneinander. Seit 10. November 2011 trägt die Gemeinde den Status einer Marktgemeinde.

Quellen: Marktgemeinde Großebersdorf – Unsere Region · Erzdiözese Wien – Geschichte der Pfarre Großebersdorf

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Großebersdorf auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung2 262
31.10.2021 · Registerzählung2 238
01.01.2026 · Bevölkerungsstand2 336

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
1 273
NUTS-3-Region
Wiener Umland/Nordteil (AT126)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Großebersdorf

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.