HERNSTEIN KENNENLERNEN
Hernstein: Schlossbau und Pecherei
Die Marktgemeinde Hernstein liegt am Nordostrand der Gutensteiner Alpen im Bezirk Baden. Sie umfasst 46,63 Quadratkilometer und hat 1.537 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026). Sieben Ortschaften verteilen sich auf mehrere Becken und Höhenzüge; im Waldgebiet war die Harzgewinnung aus Schwarzföhren über Jahrhunderte ein bedeutender Erwerbszweig.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Hernstein – Wikipedia, feste Artikelversion
Vom Meierhof zum Schloss
Eine Herrschaft der bayerischen Grafen von Falkenstein und Neuburg bildete den historischen Ausgangspunkt von Hernstein. 1125 ist Reginold als „de Harrandistein“ urkundlich genannt. Nach dem Aussterben der Falkensteiner kam Hernstein Mitte des 13. Jahrhunderts an das Hochstift Freising. Das heutige Schloss ging aus einem Meierhof hervor. Erzherzog Leopold Ludwig ließ es zwischen 1856 und 1880 nach Plänen Theophil von Hansens zu einer bedeutenden Anlage des Historismus umbauen. 1965 wurde das Gebäude in ein Seminarhotel umgestaltet. Die Marktgemeinde Hernstein erhielt 1994 das Marktrecht. Der Name erscheint auch als Herrnstein oder Hörnstein; die Schreibweisen spiegeln historische Varianten wider.
Quellen: Hernstein – Wikipedia, feste Artikelversion · Hernstein - GEM2GO WEB - Startseite - Unsere Gemeinde - Wissenswertes - Geschichte
Schwarzföhren und Harzgewinnung
Im südlichen Niederösterreich heißt die Harzgewinnung aus Schwarzföhren Pecherei. Hernstein und umliegende Orte bildeten ein Kerngebiet dieses Handwerks: Laut Gemeinde lebte hier fast 300 Jahre lang ein bedeutender Teil der Bevölkerung davon. Bei der Destillation des Harzes entstanden Terpentin und Kolophonium. Terpentin wurde vor allem als Lösungsmittel in Lacken und Farben eingesetzt; Kolophonium fand unter anderem in Papier- und Seifenherstellung Verwendung und wird bis heute für Geigenbögen genutzt. Kunstharz und billigere Importe ließen die gewerbliche Pecherei ab den 1960er Jahren stark zurückgehen. Das Pechermuseum zeigt Werkzeuge und Schaubäume auf natürlichem Waldboden. Die UNESCO nahm die Pecherei in Niederösterreich 2011 in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes auf.
Quellen: Hernstein - GEM2GO WEB - Startseite - Unsere Gemeinde - Wissenswertes - Geschichte · Marktgemeinde Hernstein – Historisches zur Pecherei · Marktgemeinde Hernstein – Pechermuseum · Kea Föhrene – Pecherei in Hernstein
Becken, Bäche und Höhen
Das Gemeindegebiet gliedert sich in drei Becken: Hernstein liegt in einer Mulde am Augraben, nordwestlich davon befindet sich das Grillenberger Becken, nordöstlich das Kleinfelder Becken. Eine Engstelle beim Buchriegel trennt die ersten beiden. Der Veitsauer Bach entwässert den größten Teil des Gebietes nach Norden und mündet in Berndorf in die Triesting. Aigen liegt auf einem Plateau, das nach Osten in Richtung Lindabrunn überleitet. Die westlichen Höhenzüge umfassen Großen und Kleinen Rosenkogel sowie Hammerlleiten. Die Hohe Mandling und der Gipfel des Waxenecks liegen bereits außerhalb der Gemeindegrenze; die Hallourhöhle befindet sich dagegen im Gemeindegebiet knapp unterhalb des Waxeneckgipfels.
Quellen: Hernstein – Wikipedia, feste Artikelversion · Hernstein - GEM2GO WEB - Startseite
Kirchen und Ortsteile
Die sieben Ortschaften heißen Aigen, Alkersdorf, Grillenberg, Hernstein, Kleinfeld, Neusiedl und Pöllau. In Grillenberg steht die Pfarrkirche zur heiligen Margareta, in Hernstein jene zum heiligen Laurenz. Das Pechermuseum und der Pecherlehrpfad liegen in Hernstein; die Gemeindeseite verweist zudem auf die Vinzenzkapelle auf dem Hart. Die Volksschule für Hernstein und Grillenberg steht in Grillenberg; der Landeskindergarten liegt im Hauptort. Der SV Grillenberg spielt Fußball, während in Hernstein Tennis und Stocksport angeboten werden.
Quellen: Hernstein – Wikipedia, feste Artikelversion · Hernstein - GEM2GO WEB - Startseite
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Hernstein – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Hernstein - GEM2GO WEB - Startseite
- Hernstein - GEM2GO WEB - Startseite - Unsere Gemeinde - Wissenswertes - Geschichte
- Marktgemeinde Hernstein – Historisches zur Pecherei
- Marktgemeinde Hernstein – Pechermuseum
- Kea Föhrene – Pecherei in Hernstein
Stand der Angaben: 08.10.2026
