HEILIGENKREUZ KENNENLERNEN
Heiligenkreuz: Kloster und Wienerwaldtal
Die Gemeinde Heiligenkreuz liegt im Wienerwald im Bezirk Baden und zählt 1.600 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026). Ihr Gebiet umfasst 29,52 Quadratkilometer und fünf Ortschaften: Füllenberg, Heiligenkreuz, Preinsfeld, Sattelbach und Siegenfeld. Der Sattelbach fließt durch das Tal und mündet in die Schwechat.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Heiligenkreuz (Niederösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion
Bauphasen der Stiftskirche
Leopold III. gründete das Zisterzienserstift 1133. Die ersten Mönche kamen aus Morimond in Frankreich. Die Stiftskirche wurde 1187 geweiht; der romanische Kirchenraum und die romanische Fassade blieben erhalten. Der Kreuzgang entstand zwischen 1220 und 1240 und verbindet mehrere Gebäudeflügel des Klosters; im 19. Jahrhundert wurde er neugotisch umgestaltet. Der neugotische Hochaltar stammt von 1887. Der Chor erhielt seine gotische Gestalt und wurde 1295 geweiht. An der Pforte erinnern barocke Fresken an Maria, Benedikt und Bernhard, die für den Zisterzienserorden wichtige Heilige sind. Das Kloster ist weiterhin bewohnt; am Stiftsstandort befinden sich die Hochschule Benedikt XVI. und das Priesterseminar Leopoldinum.
Quellen: Heiligenkreuz (Niederösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion · Stift Heiligenkreuz – Besichtigung und Führungen · Stift Heiligenkreuz – Rundgang durchs Kloster
Via Sacra und ältere Siedlungsspuren
Durch Heiligenkreuz verläuft die Via Sacra, der alte Pilgerweg nach Mariazell. Östlich des heutigen Orts wurden 1991 Siedlungsreste des mittelalterlichen Muchersdorf entdeckt. Der Ort wird im Stiftsbrief von 1136 erwähnt, der eine Schenkung Leopolds III. an die Zisterzienser dokumentiert. Das Weiße Kreuz im Wald markierte einst die Grenze zwischen Heiligenkreuz und Muchersdorf. Vor der Klostergründung 1133 war die Geschichte des Gebietes eng mit Alland verbunden; die Besiedlung war damals sehr dünn. Die Mödlinger Straße B11 führt durch den Hauptort, die A21 besitzt eine eigene Anschlussstelle Heiligenkreuz.
Quellen: Heiligenkreuz (Niederösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion · Stift Heiligenkreuz – Besichtigung und Führungen
Gemeindegründung und öffentliche Wege
Heiligenkreuz wurde 1850 nach dem neuen Gemeindegesetz selbständig; die Gemeinde umfasste von Anfang an die Katastralgemeinden Heiligenkreuz und Siegenfeld. Der Abt des Stiftes, Edmund Komáromy, wurde zum ersten Bürgermeister gewählt. Mitte des 19. Jahrhunderts erreichte die Bevölkerung etwa 900 Personen. Die postalische Bezeichnung des Hauptortes lautet seit 2003 Heiligenkreuz im Wienerwald. Die Dreifaltigkeitssäule, der Kalvarienberg und die Lourdesgrotte sind weitere Kulturziele im Gemeindegebiet. Busse verbinden den Ort mit Baden bei Wien und Mödling.
Quellen: Heiligenkreuz (Niederösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion · Stift Heiligenkreuz – Besichtigung und Führungen
Waldwirtschaft und Wärmeversorgung
Der Forstbetrieb des Stiftes arbeitet bis heute in den Wäldern rund um Heiligenkreuz. Eine frühe technische Nutzung von Holz entstand mit dem Biomasseheizwerk: Das Stift nahm 1981 eine Fernwärmeanlage in Betrieb, zunächst zur Versorgung der Klostergebäude. Später kamen Gemeindeeinrichtungen und private Haushalte hinzu. Das Sägewerk des Stiftes wurde Ende 2016 geschlossen. 1938 verzeichnete das Ortsadressbuch sieben Holzhändler und zwei Kalkwerke. In Preinsfeld endete der Gipsabbau 2001; im benachbarten Klosterwald ermöglicht das Stift seit 2019 Naturbestattungen bei Bäumen. Das Hochwasser im September 2024 traf unter anderem Heiligenkreuz und Sattelbach sowie Teile des Priesterseminars Leopoldinum, der Katharinenkapelle und der Hochschule.
Quellen: Heiligenkreuz (Niederösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion · Stift Heiligenkreuz – Besichtigung und Führungen
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
