MARKTGEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Altenmarkt an der Triesting

Ein Markt im oberen Triestingtal, geprägt von Kloster, Wallfahrtskirchen und Wasserkraft

GEMEINDEKENNZIFFER30602
Dächer und Landschaft in Altenmarkt an der Triesting.
Dächer und Landschaft in Altenmarkt an der Triesting. · Foto: T.J. Ziegler · „Altenmarkt a.d. Triesting - panoramio“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
2 176
01.01.2026
Fläche
63,51 km²
Bevölkerungsdichte
34,3
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
2571
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

ALTENMARKT AN DER TRIESTING KENNENLERNEN

Altenmarkt an der Triesting: Pilgerwege und Fabrikgeschichte

Altenmarkt an der Triesting liegt im Bezirk Baden am südlichen Rand des Wienerwaldes. Die Marktgemeinde umfasste am 1. Jänner 2026 63,51 Quadratkilometer und hatte 2.176 Einwohnerinnen und Einwohner. Im Tal der Triesting begegnen sich die alte Via Sacra und die Geschichte einer früh industrialisierten Landschaft.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Altenmarkt an der Triesting – Wikipedia, feste Artikelversion

Klein-Mariazell als geistliches Zentrum

Die Geschichte des oberen Triestingtals ist eng mit dem ehemaligen Benediktinerkloster Klein-Mariazell verbunden. Im frühen 12. Jahrhundert gründeten die Brüder Heinrich und Rapoto von Schwarzenburg im Wienerwald eine Klosterzelle; der Kirchenstandort liegt rund 440 Meter hoch. Das Kloster entwickelte sich zu einem geistlichen und weltlichen Zentrum und prägte die Besiedlung der Umgebung. Im 13. Jahrhundert förderte Herzog Friedrich II. den Ausbau. Romanische Portale an Basilika und Klosteranlage erinnern an diese Bauphase. Später erhielt die Kirche eine barocke Ausstattung. 1782 wurde das Kloster aufgehoben, wodurch der Region ihr bisheriges Zentrum verloren ging. Nach der Restaurierung der Basilika und dem Bau eines neuen Klosters kehrte das Ordensleben 2004 zurück. Seit 2007 trägt die Pfarrkirche den Rang einer Basilica minor.

Quellen: Klein-Mariazell: Geschichte · Erzdiözese Wien: Pfarre Klein-Mariazell · Marktgemeinde Altenmarkt: Kultur

Wasserkraft, Wochenmarkt und frühe Fabriken

Altenmarkt wurde mit der Kraft der Triesting zu einem wirtschaftlichen Mittelpunkt der Umgebung. Während die Nachbarorte vorwiegend bäuerlich geprägt waren, ließen sich hier Handwerker und Kaufleute nieder. Abt Michael I. erbat deshalb von Friedrich III. das Recht, jeden Samstag einen Wochenmarkt abzuhalten; das Privileg wurde 1448 ausgestellt. Nach dem Türkeneinfall von 1529 kam der Markt wieder zum Erliegen und ließ sich später nicht dauerhaft erneuern. Ab 1802 entstanden in Taßhof, einer Rotte an der Triesting, mehrere Betriebe: eine Metallwarenfabrik, eine Weißbleiche und später eine Baumwollspinnerei. Die Wasserkraft prägte damit nicht nur die Lage des Ortes, sondern auch seine frühe Gewerbeentwicklung.

Quellen: Altenmarkt an der Triesting – Wikipedia, feste Artikelversion

Kirchenorte an der Via Sacra

Die Via Sacra führt von Wien über den Wienerwald nach Mariazell und verbindet in Altenmarkt mehrere Wallfahrtsorte. Dazu zählen die Basilika Klein-Mariazell sowie die Kirchen in Hafnerberg und Thenneberg. Die barocke Sakrallandschaft entwickelte sich vor allem im 18. Jahrhundert: Die Wallfahrtskirche am Hafnerberg wurde ab 1729 gebaut und 1745 vollendet; in St. Corona entstand 1719 bis 1721 ein Kirchenbau, in der Dornau von Thenneberg 1754 bis 1774. Auch die ältere Pfarrkirche Altenmarkt erhielt im späten Mittelalter bauliche Veränderungen. Diese Orte liegen in verschiedenen Ortsteilen und Seitentälern, nicht alle im Talboden der Triesting. Die regionale Wegbeschreibung verläuft durch Hafnerberg, Thenneberg und Altenmarkt; ein Abstecher führt zur Basilika Klein-Mariazell. Kirchen und Pilgerweg erschließen so die verstreute Siedlungsstruktur der Gemeinde.

Quellen: Marktgemeinde Altenmarkt: Kultur · Mariazell im Wienerwald: Via Sacra · Altenmarkt an der Triesting – Wikipedia, feste Artikelversion

Bahnstation und getrennte Talräume

Altenmarkt und Thenneberg liegen im Talboden der Triesting; andere Ortsteile befinden sich in höher gelegenen Seitentälern und an Pässen. Klein-Mariazell und St. Corona liegen in Richtung Klausen-Leopoldsdorf, Nöstach und Hafnerberg am gleichnamigen Pass in Richtung Alland. Diese räumliche Gliederung erklärt, weshalb die fünf Katastralgemeinden mehrere unterschiedliche Siedlungskerne umfassen. Die Leobersdorfer Bahn brachte im 19. Jahrhundert eine neue Verbindung ins Tal: Der Bahnhof Altenmarkt-Thenneberg wurde 1877 eröffnet. Der Zugverkehr auf dem Abschnitt Weißenbach-Neuhaus–Hainfeld endete 2005.

Quellen: Altenmarkt an der Triesting – Wikipedia, feste Artikelversion · Marktgemeinde Altenmarkt: Kultur

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Altenmarkt an der Triesting auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung2 170
31.10.2021 · Registerzählung2 164
01.01.2026 · Bevölkerungsstand2 176

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
911
NUTS-3-Region
Niederösterreich-Süd (AT122)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Altenmarkt an der Triesting

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.