MARKTGEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Weissenbach an der Triesting

Vier Katastralgemeinden, eine neugotische Pfarrkirche und ein Museum für das ganze Tal: Weissenbach bewahrt Spuren einer bewegten Industrie- und Tourismusgeschichte.

GEMEINDEKENNZIFFER30645
Rathaus in Weissenbach an der Triesting
Rathaus in Weissenbach an der Triesting · Foto: Clemens Mosch · „WeissenbachTriesting Rathaus“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 673
01.01.2026
Fläche
15,93 km²
Bevölkerungsdichte
105,0
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
2564
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

WEISSENBACH AN DER TRIESTING KENNENLERNEN

Weissenbach an der Triesting: Tal, Industrie und Sommerfrische

Die Marktgemeinde Weissenbach an der Triesting liegt im Bezirk Baden in Niederösterreich. Laut Gemeindeverzeichnis lebten hier am 1. Jänner 2026 1.673 Menschen; die Fläche beträgt 15,93 Quadratkilometer. Das Gemeindegebiet umfasst vier Katastralgemeinden im oberen Triestingtal.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Zahlen & Fakten, Marktgemeinde Weissenbach an der Triesting

Vier Katastralgemeinden im Tal

Zum Gemeindegebiet gehören die Katastralgemeinden Weissenbach, Neuhaus, Schwarzensee und Gadenweith. Der Hauptort liegt auf 357 Metern Seehöhe, Neuhaus auf 423 Metern. Die Ortsgeschichte reicht in mehreren Teilen des Gemeindegebiets weit zurück: Schwarzensee ist mit einer Ägidiuskapelle 1146 belegt, Neuhaus 1251 im Zusammenhang mit seiner Burg. Zur Katastralgemeinde Gadenweith gehört auch Kienberg.

Quellen: Zahlen & Fakten, Marktgemeinde Weissenbach an der Triesting · Weissenbach an der Triesting – Wikipedia, feste Artikelversion

Herz-Jesu-Kirche und Stifter

Im westlichen Bereich des alten Ortskerns erhebt sich die Herz-Jesu-Kirche in leicht erhöhter Lage. Adolph Freiherr von Pittel stiftete den Bau, der 1892/93 nach Plänen Ludwig Schönes im neugotischen Stil errichtet wurde. Erst 1946 wurde die Kirche zur Pfarrkirche erhoben. Eine Treppenanlage führt zum Eingang; an ihrem Fuß stehen zwei Sandsteinlöwen aus dem 18. Jahrhundert. Über dem Zugang zur Sakristei erinnert Pittels Wappen an den Stifter. Der Fassadenturm trägt ein Spitzbogenportal, eine Fensterrosette und einen gegliederten Spitzhelm. Unterschiedlich glasierte Dachziegel formen ein Rautenmuster, das der Gemeinde zufolge auch am Turm sichtbar ist.

Quellen: Pfarrkirche Weissenbach, Marktgemeinde Weissenbach

Neuhaus zwischen Burg und Kurort

Die Burg Neuhaus entstand im 13. Jahrhundert am südlichen Rand des Wienerwalds. Ihre Lage machte sie wiederholt zum Ziel von Angriffen; 1683 wurde sie zerstört und unter Kaiser Karl VI. erneuert. In der Burg richtete man eine der frühen Manufakturen Niederösterreichs ein: eine Spiegelfabrik. Nach dem Ende der Spiegelfabrik wandelte sich Neuhaus zum Kur- und Sommerfrischeort; Hotels und Villen entstanden. Die beiden Weltkriege beendeten diese Blütezeit und beschädigten Burg und Kirche teilweise, die später wiederaufgebaut wurden.

Quellen: Burg Neuhaus: Burg und Ort Neuhaus im Wienerwald

Industrie und Sommerfrische im Regionalmuseum

Die Triesting brachte Mühlen und Schmieden hervor; später nutzten Industriebetriebe die Wasserkraft. Adolph von Pittel begann 1870 mit der Herstellung von Romanzement und Betonwaren und gründete im selben Jahr mit Viktor Brausewetter eine Baufirma. Pittel setzte sich auch für eine Bahnverbindung durch das Tal ein. 1874 erhielt die Südwestbahn die Konzession; die neue Verbindung erleichterte sowohl den Warentransport als auch die Anreise aus Wien. Mit dem Bahnanschluss kamen Sommerfrischegäste, Quartiere, Gasthöfe und Villen. Das 1987 gegründete Triestingtaler Regional- und Heimatmuseum stellt die Entwicklung des ganzen Tals dar und sammelt Objekte aus Gewerbe, Industrie und Alltagsleben. Zu den Sammlungsstücken zählen eine eingerichtete Dorfschmiede, eine Dentistenpraxis aus der Zeit um 1900 sowie Mineralien und Fossilien. Das Museum bietet einen Überblick über die Heimatgeschichte von zwölf Gemeinden im Triestingtal. Im Gemeindegebiet liegt auch der Peilstein: Die Gemeindeseite nennt ihn 716 Meter hoch und beschreibt seine steilen Kalkwände als Klettergebiet mit mehr als 800 Routen.

Quellen: Gemeindezeitung Ausgabe 199, Gemeinde Weissenbach an der Triesting · Triestingtaler Regional- und Heimatmuseum, Museumsträgerseite · Alpinschule Peilstein und Peilsteinhaus, Marktgemeinde Weissenbach

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Weissenbach an der Triesting auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 727
31.10.2021 · Registerzählung1 743
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 673

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
629
NUTS-3-Region
Niederösterreich-Süd (AT122)

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Weissenbach an der Triesting

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.