FEISTRITZ OB BLEIBURG KENNENLERNEN
Am Fuß der Petzen
Die Marktgemeinde erstreckt sich vom Jaunfeld bis an die Petzen und verbindet bäuerlich geprägte Ortschaften mit einem bedeutenden Industriestandort in St. Michael. Feistritz ob Bleiburg hat 2.244 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 54,08 Quadratkilometer.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Feistritz ob Bleiburg – Wikipedia, feste Artikelversion
Vom Jaunfeld zur Petzen
Die Feistritz durchfließt das Gemeindegebiet zwischen Jaunfeld und Petzenmassiv. Die namensgebende Ortschaft liegt rund fünf Kilometer von der slowenischen Staatsgrenze entfernt. Der Pirkdorfer See ist ein 3,5 Hektar großer Baggersee, der Mitte der 1980er-Jahre anstelle einer Feuchtfläche entstand. Die Bleiburger Straße B 81 führt durch die nördlichen Ortschaften und erschließt Siedlungen am Petzenfuß.
Quellen: Feistritz ob Bleiburg – Wikipedia, feste Artikelversion · Über die Gemeinde – Marktgemeinde Feistritz ob Bleiburg
Spuren vor der Marktgemeinde
Ein Bronzewerkzeug aus der Urnenkultur, ungefähr 1000 vor Christus, zählt zu den frühen Funden. 1873 stieß man beim Eisenbahnbau bei Tscherberg auf ein Hügelgrab; 1885 kamen Brandgräber aus der Hallstattzeit hinzu. Am Katharinakogel entdeckte man 1952 Reste einer befestigten Siedlung aus dem 7. bis 5. Jahrhundert vor Christus. 1999 wurde dort Gold gefunden, das die Gemeinde als ältesten Kärntner Goldfund bezeichnet. Die erste urkundliche Nennung Feistritz’ stammt von 1261. Während des ersten Türkeneinfalls 1473 lag das Hauptlager in Pirkdorf. Die Gemeinde entstand 1850. Nach dem Ersten Weltkrieg kamen 1921 Gebiete hinzu, die nicht an Jugoslawien gefallen waren. Nach einer Eingemeindung nach Bleiburg 1973 erlangte Feistritz 1991 die Selbstständigkeit zurück; 2008 wurde es zur Marktgemeinde erhoben.
Quellen: Feistritz ob Bleiburg – Wikipedia, feste Artikelversion · Über die Gemeinde – Marktgemeinde Feistritz ob Bleiburg
Arbeit in St. Michael
In St. Michael befindet sich das Werk von MAHLE Filtersysteme Austria. Die Geschichte des Standorts begann 1969 mit der Gründung des Filterwerks durch Tesnilka Medvode und Franz Mlinar. 1970 nahm eine Filterfabrik mit 50 Mitarbeitern den Betrieb auf. 1971 stieg Knecht Filterwerke Stuttgart ein; 1991 übernahm das Unternehmen die Anteile des jugoslawischen Gesellschafters. 2003 erhielt der Betrieb den heutigen Namen. Ein Joint Venture von MAHLE und Bosch führte 2007 zur Turboladerfertigung, 2008 begann der Bau des Werks. Die Gemeinde nennt für April 2026 eine Beschäftigung von 1.300 Personen. Produziert werden Filter für Kraftstoff, Öl und Luft sowie weitere Komponenten für die Autoindustrie.
Quellen: Feistritz ob Bleiburg – Wikipedia, feste Artikelversion · Über die Gemeinde – Marktgemeinde Feistritz ob Bleiburg
Kogel, See und Verkehrsweg
Die Filialkirche St. Katharina am Kogel geht auf das Jahr 1404 zurück. Ihr weithin sichtbarer Standort auf dem Katharinakogel war einst ein Verwaltungssitz; 1914 versammelten sich dort rund 4.000 Menschen zu einer Tabor-Versammlung. Die Pfarre St. Michael ist heute zweisprachig und umfasst neben der Pfarrkirche die Filialkirchen in Hof, Rinkolach, St. Katharina und Wackendorf. Das Gemeindeentwicklungskonzept nennt sowohl den Pirkdorfer See als auch den Pirker See als Landschaftsschutzgebiete. Zur Gemeinde gehören 15 Ortschaften, darunter Dolintschitschach, Gonowetz, Pirkdorf, Rischberg und St. Michael ob Bleiburg. Die Arbeitsstättenzählung 2001 verzeichnete 61 Arbeitsstätten mit 1.420 Beschäftigten; 1.164 Personen pendelten ein und 604 aus.
Quellen: Über die Gemeinde – Marktgemeinde Feistritz ob Bleiburg · Feistritz ob Bleiburg – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
