MARKTGEMEINDE · KÄRNTEN

Kirchbach

Kirchen, Mühlenwege und alte Wallanlagen im oberen Gailtal

GEMEINDEKENNZIFFER20306
Schloss Thurnhof in Kirchbach
Schloss Thurnhof in Kirchbach · Foto: Johann Jaritz / CC BY-SA 3.0 at · „Kirchbach Thurnhof Schloss 24092006 02“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 at · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
2 455
01.01.2026
Fläche
99,03 km²
Bevölkerungsdichte
24,8
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
9632
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

KIRCHBACH KENNENLERNEN

Kirchbach an Gail und Bergflanken

Die Marktgemeinde Kirchbach liegt im oberen Gailtal zwischen Gailtaler und Karnischen Alpen. Zur Gemeinde gehören Kirchbach und zahlreiche Dörfer, darunter Treßdorf, Reisach, Grafendorf und Waidegg. Zum 1. Jänner 2026 zählte die Gemeinde 2.455 Einwohner; ihre Fläche beträgt 99,03 km².

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Kirchbach (Kärnten) – Wikipedia, feste Artikelversion

Ein Talort zwischen zwei Gebirgen

Kirchbach liegt am Nordrand der Karnischen Alpen und südlich der Gailtaler Alpen. Die Grenze zu Italien verläuft über den Karnischen Hauptkamm. Die Gail bildet eine prägende Achse des Gemeindegebiets; der Karnische Radweg folgt dem Flusslauf. Der Talboden liegt etwa 640 Meter über dem Meer, darüber steigen bewaldete Hänge und offene Almflächen an. Die Gemeinde umfasst vier Katastralgemeinden: Grafendorf, Reisach, Kirchbach und Waidegg. Ihre 31 Ortschaften bilden ein ausgedehntes Gebiet, in dem Kirchbach als Verwaltungsmittelpunkt neben kleineren Siedlungen steht. Markierte Wege führen von den Talorten hinauf zu Almen und in die Gailtaler sowie Karnischen Alpen.

Quellen: Kirchbach (Kärnten) – Wikipedia, feste Artikelversion · Marktgemeinde Kirchbach: Tourismus

Metallhandel und alte Befestigungen

Bergbau prägte das Gailtal schon in vorchristlicher Zeit. Die örtliche Chronik verortet zwischen Reisach und Gundersheim die römische Siedlung Troi Risa und beschreibt sie als Umschlagplatz des Metallhandels. Spuren späterer Konflikte sind an zwei Wallanlagen sichtbar: am Komitz zwischen Kirchbach und Treßdorf sowie am Schlossbühel südöstlich von Goderschach. 1524 erhielt Gabriel von Salamanca die Grafschaft Ortenburg. 1662 kaufte die Familie Porcia diese Herrschaft. Die heutige Gemeinde Kirchbach entstand 1973 aus Kirchbach, Reisach und der Katastralgemeinde Waidegg; 1997 wurde sie zur Marktgemeinde erhoben. Von 1809 bis 1814 stand das Gailtal vorübergehend unter französischer Herrschaft.

Quellen: Marktgemeinde Kirchbach: Chronik · Kirchbach (Kärnten) – Wikipedia, feste Artikelversion · Geschichte des Gemeindegebietes – Marktgemeinde Kötschach-Mauthen

Kirchen und Mühlen im Ortsbild

Mehrere Pfarrkirchen verteilen sich auf die Orte Kirchbach, Grafendorf, Reisach und Waidegg. In Treßdorf steht eine evangelische Kirche. Ein Mühlenwanderweg verbindet Treßdorf mit Kirchbach und führt an der Treßdorfer Wassermühle und der Kirchbacher Mühle vorbei. Unterwegs liegen außerdem der Maraschhof, der als ältest datierter Bauernhof Kärntens bezeichnet wird, sowie die Kesn genannten Speicherbauten. Der Rundweg beginnt beim Gemeindeamt, führt zunächst auf dem Gehsteig nach Treßdorf und kehrt über den Stöfflerbergweg nach Kirchbach zurück. Unterwegs überquert der Weg mehrere kleine Bäche und führt am Waldrand zurück Richtung Kirchbach.

Quellen: Marktgemeinde Kirchbach: Tourismus · Kirchbach (Kärnten) – Wikipedia, feste Artikelversion

Vom Talboden zu den Almen

Die Bergwege erschließen verschiedene Höhenstufen. Eine längere Tour führt von Kirchbach über Möselalm und Napalnalm zum Sattelnock und weiter zur Comptonhütte; der Abschnitt bis zum Sattelnock umfasst rund 17 Kilometer und etwa 1.500 Höhenmeter. In Grafendorf beginnen Wege zur Reißkofelbadstraße und zu kleineren Bergsiedlungen wie Schmalzgrube, Welzberg, Katlingberg und Lenzhof. Der Staudachberg bei Treßdorf bietet Ausblicke auf das Gailtal und die Karnischen Alpen. Im Tal liegen ein Freibad und der Golfplatz in Waidegg. Damit reicht das Freizeitangebot vom Talboden bis zu alpinen Zielen, die über örtliche Ausgangspunkte erreichbar sind.

Quellen: Marktgemeinde Kirchbach: Tourismus · Kirchbach (Kärnten) – Wikipedia, feste Artikelversion

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Kirchbach auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung2 671
31.10.2021 · Registerzählung2 525
01.01.2026 · Bevölkerungsstand2 455

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
961
NUTS-3-Region
Oberkärnten (AT212)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Kirchbach

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.