BERG IM DRAUTAL KENNENLERNEN
Berg im Drautal: Kirchen am Römersteig
Berg im Drautal liegt im oberen Drautal zwischen Gailtaler Alpen und Kreuzeckgruppe. Die Gemeinde zählt 1.227 Einwohnerinnen und Einwohner und umfasst 54,38 Quadratkilometer (Stand 1. Jänner 2026). Die Pfarrkirche Mariae Geburt steht über dem Ortskern; die Filialkirche St. Athanasius liegt südlich davon nahe der Drautalstraße.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Berg im Drautal – Wikipedia, feste Artikelversion
Zwischen Drau und Jauken
Das Gemeindegebiet reicht von der Drau zu den Gailtaler Alpen im Süden und zur Kreuzeckgruppe im Norden. Die Drautal Straße B 100 erschließt das Tal; Spittal an der Drau liegt etwa 37 Kilometer östlich, Lienz rund 35 Kilometer westlich. Neun Ortschaften verteilen sich auf die Katastralgemeinden Berg, Emberg und Goppelsberg. Am Hang der Jauken sind Abschnitte des Römersteigs sichtbar, einer alten Verbindung zum Bergwerksort Gurina im Gailtal. Die Drautalbahn verläuft durch die Gemeinde und bedient den Bahnhof Berg im Drautal.
Erwähnt im Urbar von Greifenburg
Berg erscheint 1267/68 als „Perige“ sowohl im Besitzrechtsverzeichnis des landesfürstlichen Schlosses Greifenburg als auch im Urbar der Pfarrkirche. Die Einträge sind annähernd gleichzeitig, unterscheiden sich aber nach ihrem kirchlichen und grundherrschaftlichen Zusammenhang. Auch mehrere heutige Ortschaften sind aus dieser Zeit bekannt. Der Name Berg könnte mit dem Bergbau in der Umgebung zusammenhängen: In Gnoppnitz und bei Draßnitz wurden Silber beziehungsweise Kupfer gewonnen.
Mariae Geburt und St. Athanasius
Die Pfarrkirche Mariae Geburt über dem Ort ist spätromanisch und wird 1267 erstmals urkundlich genannt. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde sie zur Wehrkirche ausgebaut; dabei änderten sich Turm und Langhaus. Nördlich davon steht der romanische Karner Michelele mit bedeutenden Deckenfresken. Die Filialkirche Hl. Athanasius liegt südlich des Orts nahe der Drautalstraße. Sie wird 1443 erstmals erwähnt; im Inneren sind Fragmente römerzeitlicher Grabinschriften eingemauert. 1485 weihte der Bischof von Caorle die Kirche dem heiligen Nonosius; später wurde Athanasius Hauptpatron.
Quellen: Berg im Drautal – Wikipedia, feste Artikelversion · Sehenswürdigkeiten – Berg im Drautal
Eine Gemeinde aus drei Katastralgemeinden
1849 wurden die Katastralgemeinden Berg und Goppelsberg zur Ortsgemeinde Berg vereinigt. Emberg blieb zunächst selbständig und wurde nach der Kärntner Gemeindeordnung 1864 eingegliedert. Den Zusatz „im Drautal“ erhielt die Gemeinde mit Wirkung vom 1. Juli 1965. Die Gemeinde wurde im November 2019 als Slow Food Village ausgezeichnet. Von 88 landwirtschaftlichen Betrieben im Jahr 2010 wurden 23 im Haupterwerb und 60 im Nebenerwerb geführt; dazu kamen ein gemeinschaftlicher und vier juristische Betriebe. 39 Prozent der von den Betrieben bewirtschafteten Fläche entfielen auf Wald, 19 Prozent auf Almen, zehn Prozent auf Wiesen und zwei Prozent auf Äcker. Auf den Almen im Sommer stehen zwei Drittel der Bienenvölker des örtlichen Imkers Albert Egger; Honig und Bienenprodukte gehören zu den lokalen Erzeugnissen. Zwischen 2013 und 2019 verzeichnete Berg jährlich 70.000 bis 85.000 Nächtigungen; während der Pandemiejahre ging die Zahl zurück. Die Hauptsaison für Gäste liegt zwischen Juni und September. 2021 bestanden außerdem 15 Produktionsbetriebe mit 75 Beschäftigten und 62 Dienstleistungsbetriebe mit 150 Beschäftigten.
Quellen: Berg im Drautal – Wikipedia, feste Artikelversion · Sehenswürdigkeiten – Berg im Drautal · Slow Food Village Tour – Tourismusverband Berg im Drautal · Berg im Drautal – Wikipedia, feste Artikelversion · Berg im Drautal – Wikipedia, feste Artikelversion · Berg im Drautal – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
