KÖTSCHACH-MAUTHEN KENNENLERNEN
Am Übergang der Täler
Kötschach-Mauthen liegt im äußersten Westen des Bezirks Hermagor. Hier treffen das obere Gailtal und das Lesachtal aufeinander; Straßen führen außerdem über den Gailbergsattel und den Plöckenpass. Der Marktort ist damit ein Knotenpunkt in einer ausgeprägten Gebirgslandschaft. Zum 1. Jänner 2026 zählte die Gemeinde 3.316 Einwohner; ihre Fläche beträgt 154,15 km².
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Kötschach-Mauthen – Wikipedia, feste Artikelversion
Vier Richtungen im Gebirge
Das Gemeindegebiet umfasst vier Katastralgemeinden und 31 Ortschaften. Kötschach und Mauthen bilden die beiden zentralen Siedlungskerne; Strajach und Würmlach sind weitere Katastralgemeinden. Vom Tal aus führen Verkehrswege nordwärts über den Gailbergsattel nach Oberdrauburg, südwärts über den Plöckenpass nach Italien und westwärts ins Lesachtal. 1958 wurden Kötschach und Mauthen zur Marktgemeinde Kötschach-Mauthen vereinigt; 1973 kamen weitere Gemeinden hinzu. Im Süden steigen die Karnischen Alpen auf, im Norden liegen die Gailtaler Alpen. Die Gemeinde grenzt im Süden unmittelbar an Italien. Der Hauptort Kötschach-Mauthen liegt dagegen rund neun Kilometer Luftlinie von der Staatsgrenze entfernt; Gemeindegrenze und Entfernung des Ortszentrums bezeichnen daher unterschiedliche räumliche Bezugspunkte.
Quellen: Kötschach-Mauthen – Wikipedia, feste Artikelversion · Marktgemeinde Kötschach-Mauthen: Museum der Dolomitenfreunde · Marktgemeinde Kötschach-Mauthen: Tourismusinformation · Chronik – Marktgemeinde Kötschach-Mauthen
Spuren von Römern und älteren Wegen
Das Gebiet war spätestens vor dem zweiten Jahrhundert vor Christus besiedelt. Auf der Würmlacher Alm wurde eine venetische Felsinschrift gefunden, die zu den ältesten Schriftzeugnissen Österreichs zählt. Über den Plöckenpass verlief eine römische Straße; am Weg lag die Station Loncium im heutigen Mauthen. Die Inschrift belegt frühe Schriftlichkeit im Gebiet; die römische Straße und die Station Loncium dokumentieren die spätere Nutzung des Passes. Zusammen zeigen die Funde, dass der Übergang bereits in der Antike Teil überregionaler Verkehrswege war.
Quellen: Kötschach-Mauthen – Wikipedia, feste Artikelversion · Marktgemeinde Kötschach-Mauthen: Museum der Dolomitenfreunde
Der Gailtaler Dom und Schlossorte
Die Pfarrkirche von Kötschach wird wegen ihrer Größe und Gestaltung „Gailtaler Dom“ genannt. Als Kirche ist sie 1399 erstmals erwähnt; der spätgotische Neubau entstand zwischen 1518 und 1527. Ihr hoher Innenraum und die Hallenform prägen den Ortskern. Mauthen entwickelte sich als Rast- und Handelsort am Weg über den Plöckenpass. Die beiden zentralen Siedlungskerne ergänzen einander: Kötschach war kirchlicher Mittelpunkt, während Mauthen vom Passverkehr profitierte. Schloss Mandorf und Schloss Weidenburg liegen in eigenen Ortschaften der Gemeinde und dokumentieren ländliche Herrschaftssitze.
Quellen: Kötschach-Mauthen – Wikipedia, feste Artikelversion · Marktgemeinde Kötschach-Mauthen: Museum der Dolomitenfreunde
Ein Museum zum Gebirgskrieg
Im Rathaus befindet sich das Museum 1915–1918 des Vereins Dolomitenfreunde. Es wurde 1992 eröffnet und erstreckt sich über rund 600 Quadratmeter. Mehr als 1.500 historische Fotografien und Dokumente sowie zahlreiche Objekte behandeln die Front vom Ortler bis zur Adria. Ein Modell alpiner Stellungen zeigt, unter welchen Bedingungen Soldaten im Hochgebirge kämpften. Der Ausstellungsschwerpunkt liegt auf dem Alltag einfacher Soldaten und ihren Erfahrungen. Der Standort in Kötschach-Mauthen verknüpft das Thema mit der unmittelbaren Umgebung: Der Plöckenpass war im Ersten Weltkrieg Teil der Gebirgsfront. Die Ausstellung macht diesen größeren Zusammenhang anhand konkreter Zeugnisse verständlich.
Quellen: Marktgemeinde Kötschach-Mauthen: Museum der Dolomitenfreunde · Kötschach-Mauthen – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
