LESACHTAL KENNENLERNEN
Das Lesachtal und seine Mühlen
Die Gemeinde Lesachtal umfasst den westlichen Teil des Kärntner Lesachtals. Vier Hauptorte – Liesing, Maria Luggau, Birnbaum und St. Lorenzen – verteilen sich über ein langes Bergtal zwischen Tiroler Grenze und Kötschach-Mauthen. Der Talboden steigt nach Westen an. Zum 1. Jänner 2026 zählte die Gemeinde 1.264 Einwohner; ihre Fläche beträgt 190,75 km².
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Lesachtal – Wikipedia, feste Artikelversion
Vier Dörfer im steilen Tal
Die politische Gemeinde gliedert sich in die Katastralgemeinden Kornat, Liesing, Luggau und St. Lorenzen. Liesing ist Verwaltungssitz und zugleich die größte und älteste Pfarre des Tals; ihre Geschichte reicht bis 1429. Das Lesachtal verläuft mehr als 20 Kilometer parallel zur italienischen Grenze. Steile Hänge und Seitengräben lassen nur schmale Siedlungsflächen frei. Die Hohe Warte bildet den höchsten Punkt der Gemeinde. Die Straße folgt dem Tal nach Osten über Kötschach-Mauthen und nach Westen in Richtung Osttirol. Zur Gemeinde gehören 31 amtliche Ortschaften. Maria Luggau liegt auf 1.170 Metern.
Quellen: Gemeinde Lesachtal: Über die Gemeinde · Lesachtal – Wikipedia, feste Artikelversion · Über die Gemeinde – Gemeinde Lesachtal
Maria Luggau als Wallfahrtsort
Maria Luggau ist einer der vier Hauptorte und ein weithin bekannter Wallfahrtsort. Die Wallfahrtsbasilika ist der Schmerzensmutter geweiht; das Kloster und die Kirche prägen den Ortskern. Der Marienpilgerweg verbindet über 266 Kilometer mehrere Marienkirchen Kärntens und führt bis zur Basilika in Luggau. Der Ursprung der Wallfahrt wird mit einer Überlieferung aus dem Jahr 1513 verbunden: Der Bäuerin Helena sei im Traum die Muttergottes erschienen und habe sie zum Kirchenbau aufgefordert. Zunächst entstand ein Bildstock, aus dem sich der Wallfahrtsort entwickelte. Pilger kamen schon früher aus Tirol, Kärnten, Slowenien und Italien.
Quellen: Lesachtal Tourismus: Wallfahrt · Gemeinde Lesachtal: Über die Gemeinde · Über die Gemeinde – Gemeinde Lesachtal · Geschichte – Pfarre Maria Luggau, Katholische Kirche Kärnten
Wasserkraft und Lesachtaler Mühlen
Das Lesachtal ist als „Tal der hundert Mühlen“ bekannt. Zu seiner Hochblüte klapperten im Lesachtal nahezu 200 Mühlen an den Bächen. In Maria Luggau betreibt der Mühlenverein fünf alte, noch voll funktionsfähige Wassermühlen; ein Rundweg führt vom Bäckwirt zu den Mühlen und zum Mühlenmuseum. Er passiert den Weiler Oberluggau, das Servitenkloster und die Wallfahrtsbasilika und endet beim Bauernladen. Die Mühlen halfen den Bauern, ihr selbst angebautes Getreide zu mahlen; mit Einzug des elektrischen Stroms verschwanden viele Anlagen. Führungen geben Einblicke in das bäuerliche Leben von einst.
Quellen: Lesachtal Tourismus: Mühlenweg Maria Luggau · Lesachtal Tourismus: Wallfahrt
Holz, Musik und Landschaft
Die Forstwirtschaft spielt im Lesachtal seit Jahrhunderten eine große Rolle. Besonders die Haselfichte wurde wegen ihrer Klangeigenschaften als Tonholz für den Geigenbau gesucht. Holz wurde früher über Wasserwege talwärts transportiert und gelangte auch nach Italien. Die Gemeinde beschreibt den gesprochenen Dialekt als osttirolisch geprägt, obwohl das Tal politisch zu Kärnten gehört. Hinzu kommen die traditionelle Holzbauweise und die bäuerliche Kulturlandschaft. Das Lesachtal gehört seit 2008 zur Initiative der Bergsteigerdörfer, die sanften, naturverträglichen Alpinismus hervorhebt. Wanderrouten verbinden die Dörfer mit den umliegenden Bergen, während die B111 den Talraum längs erschließt.
Quellen: Lesachtal – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Lesachtal: Über die Gemeinde
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Lesachtal – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeinde Lesachtal: Über die Gemeinde
- Lesachtal Tourismus: Wallfahrt
- Lesachtal Tourismus: Mühlenweg Maria Luggau
- Über die Gemeinde – Gemeinde Lesachtal
- Über die Gemeinde – Gemeinde Lesachtal
- Geschichte – Pfarre Maria Luggau, Katholische Kirche Kärnten
Stand der Angaben: 08.10.2026
