GEMEINDE · KÄRNTEN

Lesachtal

Ein hoch gelegenes Tal mit Wallfahrtsort, Mühlen und bäuerlicher Baukultur.

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Servitenkloster und Wallfahrtskirche Maria Luggau im Lesachtal
Servitenkloster und Wallfahrtskirche Maria Luggau im Lesachtal · Foto: Johann Jaritz / CC BY-SA 3.0 at · „Maria Luggau Servitenkloster 22082013 710“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 at · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 264
01.01.2026
Fläche
190,75 km²
Bevölkerungsdichte
6,6
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
9653
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

LESACHTAL KENNENLERNEN

Das Lesachtal und seine Mühlen

Die Gemeinde Lesachtal umfasst den westlichen Teil des Kärntner Lesachtals. Vier Hauptorte – Liesing, Maria Luggau, Birnbaum und St. Lorenzen – verteilen sich über ein langes Bergtal zwischen Tiroler Grenze und Kötschach-Mauthen. Der Talboden steigt nach Westen an. Zum 1. Jänner 2026 zählte die Gemeinde 1.264 Einwohner; ihre Fläche beträgt 190,75 km².

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Lesachtal – Wikipedia, feste Artikelversion

Vier Dörfer im steilen Tal

Die politische Gemeinde gliedert sich in die Katastralgemeinden Kornat, Liesing, Luggau und St. Lorenzen. Liesing ist Verwaltungssitz und zugleich die größte und älteste Pfarre des Tals; ihre Geschichte reicht bis 1429. Das Lesachtal verläuft mehr als 20 Kilometer parallel zur italienischen Grenze. Steile Hänge und Seitengräben lassen nur schmale Siedlungsflächen frei. Die Hohe Warte bildet den höchsten Punkt der Gemeinde. Die Straße folgt dem Tal nach Osten über Kötschach-Mauthen und nach Westen in Richtung Osttirol. Zur Gemeinde gehören 31 amtliche Ortschaften. Maria Luggau liegt auf 1.170 Metern.

Quellen: Gemeinde Lesachtal: Über die Gemeinde · Lesachtal – Wikipedia, feste Artikelversion · Über die Gemeinde – Gemeinde Lesachtal

Maria Luggau als Wallfahrtsort

Maria Luggau ist einer der vier Hauptorte und ein weithin bekannter Wallfahrtsort. Die Wallfahrtsbasilika ist der Schmerzensmutter geweiht; das Kloster und die Kirche prägen den Ortskern. Der Marienpilgerweg verbindet über 266 Kilometer mehrere Marienkirchen Kärntens und führt bis zur Basilika in Luggau. Der Ursprung der Wallfahrt wird mit einer Überlieferung aus dem Jahr 1513 verbunden: Der Bäuerin Helena sei im Traum die Muttergottes erschienen und habe sie zum Kirchenbau aufgefordert. Zunächst entstand ein Bildstock, aus dem sich der Wallfahrtsort entwickelte. Pilger kamen schon früher aus Tirol, Kärnten, Slowenien und Italien.

Quellen: Lesachtal Tourismus: Wallfahrt · Gemeinde Lesachtal: Über die Gemeinde · Über die Gemeinde – Gemeinde Lesachtal · Geschichte – Pfarre Maria Luggau, Katholische Kirche Kärnten

Wasserkraft und Lesachtaler Mühlen

Das Lesachtal ist als „Tal der hundert Mühlen“ bekannt. Zu seiner Hochblüte klapperten im Lesachtal nahezu 200 Mühlen an den Bächen. In Maria Luggau betreibt der Mühlenverein fünf alte, noch voll funktionsfähige Wassermühlen; ein Rundweg führt vom Bäckwirt zu den Mühlen und zum Mühlenmuseum. Er passiert den Weiler Oberluggau, das Servitenkloster und die Wallfahrtsbasilika und endet beim Bauernladen. Die Mühlen halfen den Bauern, ihr selbst angebautes Getreide zu mahlen; mit Einzug des elektrischen Stroms verschwanden viele Anlagen. Führungen geben Einblicke in das bäuerliche Leben von einst.

Quellen: Lesachtal Tourismus: Mühlenweg Maria Luggau · Lesachtal Tourismus: Wallfahrt

Holz, Musik und Landschaft

Die Forstwirtschaft spielt im Lesachtal seit Jahrhunderten eine große Rolle. Besonders die Haselfichte wurde wegen ihrer Klangeigenschaften als Tonholz für den Geigenbau gesucht. Holz wurde früher über Wasserwege talwärts transportiert und gelangte auch nach Italien. Die Gemeinde beschreibt den gesprochenen Dialekt als osttirolisch geprägt, obwohl das Tal politisch zu Kärnten gehört. Hinzu kommen die traditionelle Holzbauweise und die bäuerliche Kulturlandschaft. Das Lesachtal gehört seit 2008 zur Initiative der Bergsteigerdörfer, die sanften, naturverträglichen Alpinismus hervorhebt. Wanderrouten verbinden die Dörfer mit den umliegenden Bergen, während die B111 den Talraum längs erschließt.

Quellen: Lesachtal – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Lesachtal: Über die Gemeinde

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Lesachtal auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 440
31.10.2021 · Registerzählung1 289
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 264

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
572
NUTS-3-Region
Oberkärnten (AT212)

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Lesachtal

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.