HERMAGOR-PRESSEGGER SEE KENNENLERNEN
Hermagor zwischen See und Talachsen
Hermagor-Pressegger See verbindet einen städtischen Mittelpunkt mit Dörfern, Berggebieten und dem Pressegger See. Nach Süden begrenzen die Karnischen Alpen den Raum, im Norden die Gailtaler Alpen. Zum 1. Jänner 2026 zählte die Gemeinde 6.930 Einwohner; ihre Fläche beträgt 204,82 km².
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Hermagor-Pressegger See – Wikipedia, feste Artikelversion
Vom Markt zur Bezirkshauptstadt
Hermagor entwickelte sich an der Wegkreuzung vom Gitschtal über den Kreuzbergsattel. Die Pfarre ist 1169 erstmals urkundlich erwähnt; 1288 erhielt der Markt das Marktrecht. Sein Name verweist auf den frühchristlichen Heiligen Hermagoras, der der Überlieferung nach mit Aquileia verbunden ist. 1868 wurde der Ort Sitz der Bezirkshauptmannschaft. Das Stadtrecht folgte 1930. Die Lage am Talübergang machte Hermagor zum Verwaltungs- und Handelsort für die Umgebung. Heute umfasst die Stadtgemeinde auch zahlreiche Dörfer rund um den See und in Seitentälern; sie ist daher deutlich größer als der zusammenhängende Stadtkern. Ein Großbrand zerstörte 1904 insgesamt 76 Wohnhäuser und die Pfarrkirche. Der Wiederaufbau brachte neue Wasser- und Kanalleitungen sowie 1911 das erste Elektrizitätswerk.
Quellen: Hermagor-Pressegger See – Wikipedia, feste Artikelversion · Stadtgemeinde Hermagor: Strandbad Hermagor – Pressegger See · Stadtgemeinde Hermagor: Daten und Fakten
Der Pressegger See und sein Schilfgürtel
Der Pressegger See liegt vollständig im Gemeindegebiet und wird wegen seiner warmen, flachen Ufer auch „Badewanne des Gailtals“ genannt. Das städtische Strandbad liegt am Nordufer. Es besitzt eine große Liegewiese, einen flachen Kiesstrand und mehrere Spiel- und Sportangebote. Der See umfasst rund 55 Hektar und etwa zwei Millionen Kubikmeter Wasser. Unterseeische Quellen speisen ihn teilweise in 13,7 Metern Tiefe. Das Strandbad ist zugleich Ausgangspunkt des Slow Trails rund um den See. Der See selbst ist von ausgedehnten Schilfbeständen und Moorflächen begleitet; diese Feuchtgebiete bilden einen eigenen Lebensraum neben den intensiv genutzten Badebereichen.
Quellen: Stadtgemeinde Hermagor: Strandbad Hermagor – Pressegger See
Spuren vor der Stadtgründung
Funde belegen eine Besiedlung des heutigen Gemeindegebiets lange vor dem Mittelalter. Zu den ältesten zählen Funde aus der Urnenfelderzeit, darunter ein Depotfund aus dem heutigen Ortsteil Dellach, der 1889 geborgen wurde. In der Römerzeit schützte möglicherweise eine Talsperre bei Rattendorf die wichtige Siedlung auf der Gurina im benachbarten Gemeindegebiet Dellach. Hochwasser in den Jahren 1810 und 1823 verschärften die schwierige Lage des Marktes. Im Jahr 1779 entdeckte Franz Xaver von Wulfen am Gartnerkofel die später nach ihm benannte Wulfenia. Der Berg liegt im Gemeindegebiet, die Pflanze wurde zu einem bekannten botanischen Kennzeichen der Region.
Quellen: Hermagor-Pressegger See – Wikipedia, feste Artikelversion · Stadtgemeinde Hermagor: Strandbad Hermagor – Pressegger See · Stadtgemeinde Hermagor: Daten und Fakten
Schlösser und regionale Sammlungen
Im Ort Möderndorf steht Schloss Möderndorf mit dem Gailtaler Heimatmuseum. Untermöschach ist der Standort von Schloss Lerchenhof, das zwischen 1848 und 1851 als Herrschaftssitz errichtet wurde. Beide liegen außerhalb des Stadtzentrums, innerhalb der weitläufigen Stadtgemeinde. Das Watschiger Toleranzbethaus erinnert an die evangelische Geschichte im Gailtal. Das Nassfeld liegt in den Karnischen Alpen und zählt zu den größeren Skigebieten der südlichen Alpen. Im Sommer führen Wege und Radrouten zum Seeufer, in die Gailauen und zu den umliegenden Ortschaften.
Quellen: Hermagor-Pressegger See – Wikipedia, feste Artikelversion · Stadtgemeinde Hermagor: Strandbad Hermagor – Pressegger See
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
