GEMEINDE · BURGENLAND

Unterrabnitz-Schwendgraben

Waldreiche Hänge, ein Kastell und ein Freilichtmuseum prägen die Doppelgemeinde.

GEMEINDEKENNZIFFER10826
Panoramablick auf Unterrabnitz in der Gemeinde Unterrabnitz-Schwendgraben
Panoramablick auf Unterrabnitz in der Gemeinde Unterrabnitz-Schwendgraben · Foto: Steindy · „Unterrabnitz Panoramabild (Bezirk Oberpullendorf)“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
612
01.01.2026
Fläche
13,93 km²
Bevölkerungsdichte
43,9
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
7371
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

UNTERRABNITZ-SCHWENDGRABEN KENNENLERNEN

Unterrabnitz und Schwendgraben an der Rabnitz

Die Gemeinde Unterrabnitz-Schwendgraben liegt im Rabnitztal am Rand der Buckligen Welt. Sie umfasst die beiden Ortschaften Unterrabnitz und Schwendgraben auf 13,93 Quadratkilometer. 612 Menschen leben hier (Stand 1. Jänner 2026); rund zwei Drittel des Gemeindegebiets sind bewaldet.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Unterrabnitz-Schwendgraben – Wikipedia, feste Artikelversion

Rabnitztal und bewaldete Hänge

Die Rabnitz verläuft durch die Gemeinde am Fuß der Buckligen Welt. Der Talboden liegt bei rund 314 Metern, die höchsten Lagen erreichen etwa 470 Meter. Etwa zwei Drittel der Fläche sind bewaldet, rund 27 Prozent werden landwirtschaftlich genutzt. Unterrabnitz und Schwendgraben sind zwei Ortschaften und Katastralgemeinden. Das Gebiet verbindet damit Flussraum, offene Nutzflächen und bewaldete Hänge auf engem Raum. Die Rabnitz prägt den Talverlauf, während die Siedlungen an den Wegen zwischen Tal und Höhen liegen. Der Wechsel zwischen flachen Wiesen und bewaldeten Rücken ist sowohl in der Landschaft als auch in der Verteilung der beiden Ortsteile deutlich.

Quellen: Unterrabnitz-Schwendgraben – Wikipedia, feste Artikelversion

Von frühen Namen zur Gemeinde von heute

Die Ortsgeschichte reicht weit zurück: 860 ist die Form Wendt ad rappam überliefert, 1279 erscheint villa Rebza. 1605 wurden die Orte verwüstet. Im Gebiet gab es kroatische Siedlungen, die als Krowlat-Dorf bezeichnet wurden. Vier Grundherren teilten den Besitz, ehe die Esterházy ab 1697 alleinige Grundherren wurden. Die Gemeinde gehörte bis 1920/21 zu Ungarn; danach wurde sie Teil des Burgenlands. 1971 entstand die Großgemeinde Piringsdorf-Unterrabnitz-Schwendgraben. Die Auflösung trat 1991 in Kraft; seither bilden Unterrabnitz und Schwendgraben eine eigene Gemeinde. Der Doppelname hält beide Ortsteile im amtlichen Gemeindenamen sichtbar.

Quellen: Unterrabnitz-Schwendgraben – Wikipedia, feste Artikelversion

Bauwerke in Unterrabnitz und Schwendgraben

Die Heimsuchungskapelle wurde 1884 gestiftet und liegt am Weg in Richtung Schwendgraben. In Unterrabnitz befinden sich die Pfarrkirche zu den Heiligen Peter und Paul und das Kastell. Eine Dreifaltigkeitssäule aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts ergänzt die religiösen Zeichen. In Schwendgraben befindet sich die eigene Ortskirche; die beiden Siedlungen besitzen damit getrennte kirchliche Bezugspunkte. Das Turmhaus in Unterrabnitz war ein früheres Esterházy-Kastell. Die Zuordnung der Bauwerke ist wichtig für das Verständnis des Doppelnamens: Pfarrkirche und das auch Turmhaus genannte Kastell prägen Unterrabnitz, während die Kapelle am Weg nach Schwendgraben den zweiten Ortsteil markiert.

Quellen: Unterrabnitz-Schwendgraben – Wikipedia, feste Artikelversion · Sehenswürdigkeiten – Gemeinde Unterrabnitz-Schwendgraben

Kastell, Kunst und frühe Siedlung

Das Turmhaus wurde 1970 zum Atelier des Künstlers Harro Pirch. Von dort entwickelten sich die Rabnitztaler Malerwochen als wiederkehrendes Kunstprojekt. Das Freilichtmuseum Frühmittelalterdorf vermittelt Siedlungs- und Alltagsgeschichte der Zeit von etwa 500 bis 1000. Das erste rekonstruierte Grubenhaus kam 2004 aus Rosenburg; mit dem Bau des Dorfes wurde 2006 begonnen, die Eröffnung erfolgte 2008. Die Gebäude orientieren sich an archäologischen Befunden. In der Gemeinde steht damit ein Museum zur frühen Siedlungsgeschichte neben einem Atelierstandort und einer Kunstveranstaltung, deren Beginn auf das Jahr 1970 zurückgeht. Das sind drei unterschiedliche kulturelle Bezüge im selben Talraum.

Quellen: Unterrabnitz-Schwendgraben – Wikipedia, feste Artikelversion · Sehenswürdigkeiten – Gemeinde Unterrabnitz-Schwendgraben

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Unterrabnitz-Schwendgraben auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung652
31.10.2021 · Registerzählung639
01.01.2026 · Bevölkerungsstand612

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
298
NUTS-3-Region
Mittelburgenland (AT111)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Unterrabnitz-Schwendgraben

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.