MARKTGEMEINDE · BURGENLAND

Sankt Andrä am Zicksee

Sankt Andrä am Zicksee im Seewinkel: Landschaft, Geschichte und Orte im Wandel

GEMEINDEKENNZIFFER10719
Blick auf den westlichen Ortsrand von Sankt Andrä am Zicksee.
Blick auf den westlichen Ortsrand von Sankt Andrä am Zicksee. · Foto: Haeferl · „Sankt Andrä am Zicksee - Ansicht von Westen“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 378
01.01.2026
Fläche
31,73 km²
Bevölkerungsdichte
43,4
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
7161
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

SANKT ANDRÄ AM ZICKSEE KENNENLERNEN

Sankt Andrä am Zicksee – Anger, See und Kloster

Sankt Andrä am Zicksee liegt im Seewinkel, etwa zwei Kilometer östlich des Zicksees. Die Marktgemeinde zählt 1.378 Einwohner und umfasst knapp 31,73 Quadratkilometer (Stand 1. Jänner 2026). Zum Ort gehören ein breiter Anger, die Pfarrkirche und eine orthodoxe Klostergemeinschaft; die wechselvolle Geschichte reicht bis ins 15. Jahrhundert.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Sankt Andrä am Zicksee – Wikipedia, feste Artikelversion

Angerdorf im Seewinkel

Sankt Andrä liegt rund zwei Kilometer östlich des Zicksees in der flachen Landschaft des Seewinkels. Das historische Dorf ist als Breitangerdorf angelegt; die breite, längliche Freifläche bildet noch heute seine erkennbare Mitte. Drei Meierhöfe liegen verstreut im Gemeindegebiet, unmittelbar am See befindet sich eine Wochenendhaussiedlung. Die offene Ebene wird von Feldern und Feuchtgebieten unterbrochen. Lacken in der Umgebung wurden unter Naturschutz gestellt; sie bieten Zugvögeln Rast- und Nahrungsplätze. Der Anger im Dorf und die weite Ebene draußen sind zwei unterschiedliche Bezugspunkte, an denen sich Sankt Andrä räumlich verstehen lässt.

Quellen: Sankt Andrä am Zicksee – Wikipedia, feste Artikelversion

Wiedergründung und Ortsform

Sankt Andrä wird 1437 erstmals urkundlich erwähnt. Zerstörungen während der Türkenkriege 1529 und beim Bocskai-Aufstand 1605 unterbrachen die Siedlungsgeschichte. Nach einer längeren Zeit als öde Siedlung wurde der Ort gegen Ende des 17. Jahrhunderts neu gegründet. Die Pfarrchronik setzt die Entstehung des heutigen Orts vor 1698 an. Die ersten Häuser wurden entlang eines breiten Angers angeordnet, dessen Form den Wiederaufbau bis heute ablesbar macht. Bis 1920/21 gehörte das Gebiet zu Ungarn; seit 1921 ist Sankt Andrä Teil des Burgenlands. Bis 1982 lautete der Ortsname St. Andrä bei Frauenkirchen, seit 2002 ist Sankt Andrä am Zicksee Marktgemeinde.

Quellen: Sankt Andrä am Zicksee – Wikipedia, feste Artikelversion · Aus der Pfarrchronik – Röm.-kath. Pfarre St. Andrä am Zicksee

Pfarrkirche und orthodoxes Kloster

Die katholische Pfarrkirche ist dem heiligen Andreas geweiht. Ihre Vorgängerkirche wurde 1724 errichtet und 1937 abgetragen. Am 31. März desselben Jahres wurde der Grundstein für den Neubau gelegt; am 5. September weihte Kardinal Theodor Innitzer die Kirche. Die Pfarrchronik hält auch die Versetzung der Dreifaltigkeitssäule aus dem Bereich der alten Kirche ins Dorf fest. Eine jüngere religiöse Institution ist das orthodoxe Kloster Maria Schutz. Die Mönchsgemeinschaft lebt seit 2016 in einem angekauften Haus im Ort. Am 26. September 2020 wurde der Grundstein für das Kloster gelegt; beteiligt waren unter anderem Metropolit Arsenios, der burgenländische Landeshauptmann und der Bürgermeister. Der Entwurf für die Klosterkirche sah einen Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes vor.

Quellen: Sankt Andrä am Zicksee – Wikipedia, feste Artikelversion · Aus der Pfarrchronik – Röm.-kath. Pfarre St. Andrä am Zicksee · Grundsteinlegung des ersten orthodoxen Klosters in Österreich in St. Andrä am Zicksee – Heilige Metropolis von Austria

Schule, Feuerwehr und Dorfmitte

Die Schule entstand 1927/28, zehn Jahre vor dem Neubau der Pfarrkirche. 1935 wurde am Zicksee eine Kriegergedächtniskapelle gebaut; sie wurde 1945 wieder abgerissen. Die Freiwillige Feuerwehr war bereits 1889 als Verein gegründet worden. Mit dem burgenländischen Feuerwehrgesetz von 1935 wurde sie in eine Körperschaft öffentlichen Rechts umgewandelt. Erst 2002 erhielt sie mit einem neu gebauten Feuerwehrhaus eine baulich selbstständige Unterkunft. Elektrisches Licht erhielt das Dorf 1947. Im Folgejahr bekam die Pfarrkirche drei Glocken, die im August und November geweiht wurden.

Quellen: Sankt Andrä am Zicksee – Wikipedia, feste Artikelversion · Aus der Pfarrchronik – Röm.-kath. Pfarre St. Andrä am Zicksee

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Sankt Andrä am Zicksee auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 367
31.10.2021 · Registerzählung1 384
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 378

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
741
NUTS-3-Region
Nordburgenland (AT112)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Sankt Andrä am Zicksee

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.