PAMHAGEN KENNENLERNEN
Pamhagen zwischen Waasen und Grenze
Am südöstlichen Rand des Seewinkels liegt Pamhagen dort, wo die offene Landschaft in den Waasen übergeht und der Einser-Kanal die Grenze zu Ungarn markiert. Die Gemeinde umfasst 33 Quadratkilometer und zählt 1.455 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026).
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Pamhagen – Wikipedia, feste Artikelversion
Landschaft zwischen Waasen und Feldern
Am südlichen Rand des Seewinkels geht die offene Ebene in die Niedermoorlandschaft des Hanság über. Auf österreichischer Seite gehören Pamhagen, Tadten und Andau zu diesem verlandeten Teilraum. Im 16. Jahrhundert begann man, den Hanság durch Entwässerung für die Nutzung zu gewinnen; heute sind südlich des Orts noch Reste der früheren Moorwiesen und Schilfröhrichte erhalten. Die Gemeinde grenzt an Ungarn, ein Teil der Staatsgrenze folgt dem Einser-Kanal. In dieser flachen Landschaft liegen lange, schmale Ackerparzellen neben Gehölzstreifen und flachen Lacken. Der Wechsel zwischen Kulturland und Feuchtlebensräumen prägt den Blick auf Pamhagens Umgebung.
Quellen: Pamhagen – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Pamhagen – Landschaftsbilder kultivieren
Vom Pomog des Mittelalters zum Grenzort
Pamhagen wird 1268 erstmals urkundlich erwähnt. Eine Pfarre bestand spätestens im 14. Jahrhundert: 1380 ist ein Pfarrer Johannes von Pomog belegt. Weinbau erscheint in einer Konskription von 1713; die erste Schule wird 1652 genannt. Zwischen 1778 und 1780 entstand ein Straßendamm durch den Waasen mit vierzehn hölzernen Brücken auf der Verbindung nach Esterház. 1897 kam die Neusiedler Seebahn hinzu. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Burgenland 1921 Teil Österreichs. Die Grenzziehung veränderte den Alltag erneut: Der Eiserne Vorhang unterbrach ab 1948 Verbindungen zu Grundstücken auf ungarischem Gebiet; der Übergang für Bahn und Straße wurde später schrittweise wieder geöffnet.
Kirchenraum und Türkenturm
Die Pfarrkirche Zur Kreuzerhöhung wurde zwischen 1745 und 1754 errichtet und in den 1950er-Jahren erweitert und umgebaut. Der Türkenturm an der Hauptstraße wird auch Glockenturm genannt. Er ist etwa zehn Meter hoch; eine Fahne auf seiner Spitze trägt die Jahreszahl 1639. Zur Entstehung gibt es verschiedene örtliche Überlieferungen: Eine verbindet den Turm mit einer außerhalb des Dorfes gelegenen Kirche, andere erzählen von einem Wehrturm oder einem Brand. Am Marktplatz stehen außerdem die Lourdeskapelle und ein Biotop; der Kapellenpark und der Stephansplatz ergänzen die kleinen öffentlichen Freiräume im Ortskern.
Quellen: Pamhagen – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Pamhagen – Sehenswürdigkeiten · Bundesdenkmalamt – Denkmalliste Burgenland 2025/2026
Burg-Hügel und Wege in die Region
Am Rand der flachen Landschaft fällt der künstlich aufgeschüttete Hügel auf, der „Burg“ genannt wird. Er ist etwa 2,3 Meter hoch und trägt eine rund 18 mal 26 Meter große Plattform, die von einem Wall eingefasst ist. Untersuchungen ordnen den Hügel urgeschichtlichen Grabhügeln zu; Mauerreste einer Burg wurden nicht gefunden. Karten des 18. Jahrhunderts verzeichnen an dieser Stelle ein quadratisches Gebäude, möglicherweise einen mittelalterlichen Meierhof. Weinbau ist seit Jahrhunderten dokumentiert; der Steppentierpark und das Feriendorf Pannonia ergänzen heute die Angebote im Gemeindegebiet. Der Hügel überragt die umgebende Ebene nur wenig, ist aber durch seine rechteckige Plattform klar als eigener Geländepunkt ablesbar.
Quellen: Gemeinde Pamhagen – Landschaftsbilder kultivieren · Pamhagen – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
