TRAUN KENNENLERNEN
Traun zwischen Fluss, Stadtteilen und Industrie
Traun liegt am Fluss, der der Stadt ihren Namen gibt, und grenzt unmittelbar an Linz. Die Stadtgemeinde im Bezirk Linz-Land zählt 25.436 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 15,49 km².
Eine Stadt in mehreren Stadtteilen
Traun liegt im oberösterreichischen Zentralraum auf rund 273 Metern Seehöhe. Im Norden verläuft die Wiener Straße B1, im Süden bildet die Traun eine natürliche Grenze. Das Stadtgebiet ist dicht bebaut und verbindet Wohnviertel mit Industrie- und Gewerbeflächen, Einkaufsbereichen und Grünräumen. Die Stadtteile Traun, St. Martin, St. Dionysen und Oedt sind durch die Siedlungsentwicklung enger zusammengewachsen; Neubau liegt am Rand zu Hörsching. Entlang der Traun und in den Auen verlaufen Rad- und Spazierwege; im Stadtgebiet liegen außerdem der Oedter See und das Freizeitareal mit Badezentrum. Die Lage zwischen Linz, A1 und A25 macht Verkehrsverbindungen für den Alltag zentral. Straßenbahn und Bahn ergänzen die Straßen: Die Linie 4 führt bis zum Schloss, während Bahnhöfe an der Pyhrnbahn Traun und St. Martin anbinden.
Kultur und Erholung im Stadtzentrum
Das Zentrum bündelt Verwaltung, Kultur und öffentliche Räume. Schloss Traun und die Spinnerei bilden den Kulturpark; in der Spinnerei finden Veranstaltungen statt, während das Schloss Ausstellungen und Konzerte beherbergt. Mit dem Oedter See, dem Badezentrum mit Hallenbad, Freibad und Eishalle sowie Sportanlagen gibt es Angebote für Sport und Erholung. Hauptplatz und Straßenbahnstation Schloss bilden wichtige öffentliche Orte, während Stadtteilzentren Versorgung und Begegnung außerhalb des Kerns ermöglichen. Schulen, Bezirksbehörden, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen ergänzen die Infrastruktur.
Ein großer Arbeitsmarkt im Linzer Umland
2024 gab es in Traun 1.579 Arbeitsstätten mit 12.414 Beschäftigten in Arbeitsstätten. Zugleich pendelten 77,5 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort aus. Traun bietet viele Arbeitsplätze, zugleich suchen viele Erwerbstätige ihren Arbeitsplatz außerhalb; die Stadt bleibt eng mit Linz und dem Bezirk verflochten. Eine konkret belegte Tätigkeit ist die Lebensmittelversorgung im Großhandel: Transgourmet betreibt in Traun einen Abholmarkt für Gastronomie und Gewerbe. Dort werden Lebensmittel und Non-Food-Artikel für professionelle Kunden angeboten. Die Stadt dokumentiert außerdem zahlreiche Gewerbe- und Dienstleistungsbranchen im Linzer Zentralraum.
Vom Mühlbach zur Industriegeschichte
Die Lage an der Traun begünstigte frühe Siedlungs- und Verkehrswege. Später prägten Mühlen und Handwerk den Raum, bevor im 19. Jahrhundert die Industrialisierung einsetzte. Ein prägendes Kapitel ist die Bänder- und Dochtfabrik in St. Martin: Aus einem älteren Betrieb entstand 1915 die Gabler-Fabrik. 1937 arbeiteten dort 1.500 Menschen; nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Werk erweitert und exportierte Band- und Flechtartikel. Die Produktion endete 2022, als der Betrieb nach Marchtrenk übersiedelte. Das Museum im Steinhumergut bewahrt Arbeits- und Alltagsgeschichten neben Themen wie Landwirtschaft, Mühlen, Gewerbe, Vereinen und Schulen. Das Haus ist um 1500 erstmals urkundlich erwähnt; seine Sammlung umfasst mehr als 3.000 Exponate. Schloss Traun erinnert parallel an eine ältere Herrschafts- und Baugeschichte, die heute in den Kulturpark eingebunden ist.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Traun (Stadt) – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Stadt Traun - Herzlich Willkommen - Startseite
- Stadt Traun - Herzlich Willkommen - Startseite - UNSER TRAUN - Kultur | Jugend | Integration - Museum im Steinhumergut
- Stadt Traun - Herzlich Willkommen - Startseite - UNSER TRAUN - Kultur | Jugend | Integration - Kultur im Schloss - Grafen-/Schlossgeschichte
- Gemeindetab Gebietsstand 2026, Zeile 1111, Spalten 11, 15, 18, 19 und 21.
- Musterbücher der Firma Gabler Band, Stadt Traun
- Standort Transgourmet Traun
Stand der Angaben: 10.10.2026
