LANDESHAUPTSTADT · OBERÖSTERREICH

Linz

Donauufer, Kunst und digitale Gegenwart unterhalb des Pöstlingbergs.

GEMEINDEKENNZIFFER40101
Blick vom Freinberg über Linz mit dem Mariendom
Blick vom Freinberg über Linz mit dem Mariendom, Aufnahme 2017 · Foto: Radler59 · „Linz Blick von Freinbergstrasse 32-2“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
214 272
01.01.2026
Fläche
95,99 km²
Bevölkerungsdichte
2 232,3
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
4020
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

LINZ KENNENLERNEN

Eine Stadt mit mehreren Blickrichtungen

Linz verbindet unterschiedliche Arten, auf Stadt und Gesellschaft zu schauen. Am Donauufer setzt das Lentos einen architektonischen Akzent und bietet Raum für Kunst. Das Ars Electronica Center beschäftigt sich mit Technologie und Zukunftsfragen. Vom Pöstlingberg wiederum lässt sich die Stadt als Landschaft überblicken. Diese Ziele erzählen gemeinsam von einem Ort, dessen Kulturangebot weit über die Betrachtung historischer Gebäude hinausgeht.

Kunst in einem Haus an der Donau

Das Lentos wurde 2003 eröffnet und nach Plänen der Schweizer Architekten Weber und Hofer gebaut. Es liegt zwischen Nibelungenbrücke und Brucknerhaus unmittelbar am Donauufer. Seine klare Form und die nachts beleuchtete Glashülle machen das Museum auch außerhalb einer Ausstellung wahrnehmbar. Im Inneren prägen großzügige Tageslichträume den oberen Bereich; weitere Räume dienen unter anderem Grafik und Medienkunst. Ein Museumsbesuch kann deshalb zwei Ebenen verbinden: die Auseinandersetzung mit den gezeigten Werken und die Wahrnehmung der Architektur. Der grüne Uferbereich ergänzt diesen Kulturort um öffentlichen Freiraum und eröffnet weitere Blickbeziehungen entlang des Flusses.

Technik als gesellschaftliche Frage

Das Ars Electronica Center stellt technologische Entwicklungen in einen kulturellen und gesellschaftlichen Zusammenhang. Seine Ausstellungen beschäftigen sich unter anderem mit künstlicher Intelligenz, Robotik, Neurowissenschaften und Biotechnologie. Interaktive Stationen, Kunstwerke und Forschungsprojekte bieten unterschiedliche Zugänge. Dabei geht es nicht allein darum, neue Geräte zu bewundern. Die Themen führen auch zu Fragen nach dem menschlichen Selbstverständnis und danach, wie Technik Beziehungen und Vorstellungen von Zukunft verändert. Für einen Besuch ist diese offene Haltung hilfreicher als die Erwartung eines klassischen Technikmuseums mit einer rein chronologischen Sammlung. Das aktuelle Ausstellungsprogramm zeigt, welche dieser Fragen gerade besonders ausführlich behandelt werden.

Bilder als begehbare Erfahrung

Innerhalb des Ars Electronica Centers bietet der Deep Space 8K eine besondere Form der Vermittlung. Große Projektionen auf Wand und Boden schaffen einen Raum, in dem sich Bilder und Bewegungen miteinander verbinden. Je nach Programm stehen etwa Kunst, wissenschaftliche Visualisierungen oder eine Reise durch das Weltall im Mittelpunkt. Das Format verändert den üblichen Abstand zwischen Betrachter und Bildschirm: Die Darstellung umgibt einen und kann räumliche Zusammenhänge anders erfahrbar machen. Die einzelnen Präsentationen haben unterschiedliche Inhalte und Zeiten. Wer sich gezielt für ein Thema interessiert, sollte deshalb das Tagesprogramm ansehen und den Deep Space als eigenen Programmpunkt im Museumsbesuch berücksichtigen.

Aussicht und Märchen am Hausberg

Die Pöstlingbergbahn verbindet den Hauptplatz mit dem Hausberg der Stadt. Oben gehören die Wallfahrtsbasilika, eine Aussichtsplattform und die Grottenbahn zu den bekannten Zielen. Letztere führt mit ihrem Drachenzug durch eine inszenierte Märchenwelt; eine verkleinerte Darstellung des historischen Linzer Hauptplatzes ergänzt das Angebot. Auf halber Höhe liegt der Zoo. Dadurch eignet sich der Pöstlingberg für unterschiedliche Interessen, von der Stadtansicht bis zum Familienausflug. Der Blick hinunter hilft zugleich, die Donau und die bebauten Bereiche zueinander einzuordnen. Fahrplan und Zugang zu den einzelnen Einrichtungen sollten getrennt geprüft werden, weil die Bahnfahrt und die jeweiligen Besuchsangebote eigenständige Leistungen sind.

Fast so viele Arbeitsplätze wie Einwohner

Bei der Arbeitsstättenzählung 2024 arbeiteten in Linz 198.306 Menschen, in 17.769 Arbeitsstätten. Zu Jahresbeginn 2026 hatte die Stadt 214.272 Einwohner. Auf 100 Einwohner kommen damit 93 Beschäftigte. Kein anderer Bezirk Oberösterreichs erreicht diesen Wert, Wels kommt auf 80, Steyr auf 75. Linz ist nach Wien und Graz die drittgrößte Gemeinde Österreichs und bildet als Stadt mit eigenem Statut einen Bezirk.

Der größte Zuwachs des Landes

Zwischen den Registerzählungen 2011 und 2021 gewann Linz 16.964 Einwohner dazu, mehr als jede andere Gemeinde Oberösterreichs. Seither ging das Wachstum weiter: Von 2011 bis 2026 stieg die Einwohnerzahl von 188.431 auf 214.272, um 13,7 Prozent. Oberösterreich insgesamt wuchs im selben Zeitraum um neun Prozent. Bei der Registerzählung 2021 hatte gut jede vierte Person in Linz eine ausländische Staatsangehörigkeit, 26,0 Prozent. In Linz, Wels und Steyr zusammen lebte damals mehr als ein Drittel der ausländischen Bevölkerung des Bundeslandes. Allein im Jahr 2025 kamen 715 Einwohner dazu, mehr als in jedem anderen Bezirk Oberösterreichs.

Wer hinausfährt, bleibt im Land

34.266 Linzerinnen und Linzer arbeiteten 2024 außerhalb der Stadt. 27.335 von ihnen pendelten in einen anderen Bezirk Oberösterreichs, 6.474 in ein anderes Bundesland und 457 ins Ausland. Von allen Oberösterreichern, die in ein anderes Bundesland pendelten, kam etwa jeder achte aus Linz.

Die meisten Nächtigungen Oberösterreichs

Im Tourismusjahr 2025 zählte Linz 595.145 Gäste und 1.023.707 Nächtigungen, mehr als jede andere Gemeinde in Oberösterreich und mehr als doppelt so viele wie Bad Ischl auf Platz zwei. Der Tourismusverband Linz verbuchte 1.127.187 Nächtigungen, 0,7 Prozent weniger als im Jahr davor, bei 4,5 Prozent mehr Ankünften. 57 Prozent der Nächtigungen fielen in den Sommer. Die Hälfte ging auf Gäste aus Österreich, knapp jede fünfte auf Gäste aus Deutschland, auf Platz drei folgte Italien. Im Tourismusverband standen im Sommer 7.419 Gästebetten bereit.

Die meisten Arbeitslosen

Ende Jänner 2026 waren in Linz 10.892 Menschen arbeitslos gemeldet, mehr als jede fünfte arbeitslose Person in Oberösterreich und 2,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Gut die Hälfte von ihnen hatte eine ausländische Staatsangehörigkeit. Ende Juli 2026 waren es 9.164, um 5,7 Prozent mehr als im Juli 2025. Mit 2.232 Einwohnern je Quadratkilometer ist Linz der am dichtesten besiedelte Bezirk des Landes, auf 96 Quadratkilometern Stadtgebiet.

Gründungen und Lehrlinge

Bei der Arbeitsstättenzählung 2024 hatten 14.840 Unternehmen ihren Sitz in Linz, mehr als in jedem anderen Bezirk Oberösterreichs. 2025 kamen 859 Neugründungen dazu, 4,0 je 1.000 Einwohner und damit etwas weniger als im Landesschnitt von 4,1. In der Lehrlingsausbildung spielt die Stadt eine große Rolle: Ende 2025 wurden hier 4.117 Lehrlinge ausgebildet, fast jeder fünfte in Oberösterreich, 1.512 davon junge Frauen. Bei der Registerzählung 2021 hatte Linz 206.853 Einwohner gezählt, seither kamen mehr als 7.000 dazu.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 19.10.2026

GEOGRAFIE

Linz auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung189 889
31.10.2021 · Registerzählung206 853
01.01.2026 · Bevölkerungsstand214 272

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
23 809
NUTS-3-Region
Linz-Wels (AT312)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

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Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.