ALLHAMING KENNENLERNEN
Allhaming: Hoflandschaft und Produktion
Allhaming liegt zwischen Linz und Wels in einer offenen Agrarlandschaft des oberösterreichischen Zentralraums. Die Gemeinde im Bezirk Linz-Land zählt 1.227 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 14,24 Quadratkilometer. Höfe und kleine Ortsteile liegen verstreut; zugleich reichen Gewerbe und Logistik bis an die Autobahn.
Höfe und Weiler statt geschlossenem Ortsband
Allhaming besteht aus den Katastralgemeinden Allhaming und Laimgräben. Neben dem Hauptort verteilen sich Sipbach, Lindach und Einzelhöfe über das Gemeindegebiet. Äcker, Wiesen und Wälder prägen den Blick: Die Gemeinde nennt rund 60 Prozent Acker, 25 Prozent Wiesen und 15 Prozent Wald. Die Marchtrenker Landesstraße führt durch den Ort und verbindet ihn mit Marchtrenk und Neuhofen an der Krems. Auch ein Anschluss an die A 1 liegt im Gemeindegebiet. Laimgräben bildet den nördlichen Teil des Gemeindegebiets; Allhaming liegt im Westen, Sipbach schließt östlich an.
Landwirtschaft, Logistik und Lebensmittel
Für 2024 weist Statistik Austria in Allhaming 152 Arbeitsstätten und 1.255 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort aus; der Auspendleranteil lag bei 77 Prozent. Zwei unterschiedliche Tätigkeiten zeigen die örtliche Arbeit: Die Confiserie Wenschitz fertigt Pralinen und Schokoladeprodukte, während die Österreichische Post in Allhaming ein Brief- und ein Paket-Logistikzentrum führt. In den Zentren werden Sendungen sortiert und weitergeleitet. Neben Lebensmittelproduktion und Logistik bleibt Landwirtschaft auf den großen Acker- und Wiesenflächen sichtbar. Die Statistik ordnet den Mix aus Beschäftigung vor Ort und starken Pendlerwegen ein, ohne eine einzelne Branche zur bestimmenden Arbeitgeberin der Gemeinde zu erklären.
Ein Herrenhof als Ursprung
Der Ortsname erinnert an Adalham, dessen bajuwarischer Herrenhof im späten 7. Jahrhundert entstanden sein soll. Aus dem Hof gingen später die Ortsteile Pfarrdorf und Oberdorf hervor; die erste urkundliche Erwähnung „Chunradus de Alhalming“ datiert die Gemeinde auf 1277. Im Hofbereich dürfte bald nach 1100 eine Eigenkirche errichtet worden sein. Die Pfarrkirche des heiligen Georg steht damit in einer langen lokalen Kontinuität, auch wenn sich die heutigen Siedlungen weit über das Gemeindegebiet verteilen. Die Gemeindeseite nennt außerdem die eigene Pfarre seit der Neuordnung von 1782. Der Ort entwickelte sich als bäuerliche Siedlung mit einzelnen Gewerben.
Wanderwege und Pfarrkirche
Vier Kleeblattwanderungen beginnen am Gemeindeamt und erschließen zusammen fast 60 Kilometer. Als Rundwege führen sie wieder zum Ausgangspunkt zurück. Im Zentrum steht die dem heiligen Georg geweihte Pfarrkirche, die laut Gemeinde 1488 erbaut wurde; ihr 47 Meter hoher Turm kam später hinzu. Kindergarten, Volksschule, Spielplatz und Vereine verteilen sich auf das Ortsgebiet. Die Krabbelstube betreut Kleinkinder montags bis donnerstags bis 14 Uhr und freitags bis 13 Uhr. Die Buslinie verbindet Neuhofen, Allhaming, Weißkirchen und Wels; der nächste Bahnhof liegt in Neuhofen. Für viele Wege zu Ausbildung, Arbeit und Versorgung sind Auto und Bus daher wichtige Verbindungen.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Allhaming – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Allhaming - STARTSEITE
- STATISTIK AUSTRIA: Abgestimmte Erwerbsstatistik 2024, Gemeindeergebnisse
- Confiserie Wenschitz: Kontakt und Produkte
- Confiserie Wenschitz: Produktkatalog 2026–2028
- Österreichische Post: Logistikzentren
- Gemeinde Allhaming: Krabbelstube
- Gemeinde Allhaming: Kleeblattwanderwege
- Gemeinde Allhaming: Pfarrkirche St. Georg
Stand der Angaben: 10.10.2026
