ASTEN KENNENLERNEN
Asten zwischen Donaugeschichte und Backentwicklung
Asten liegt auf einer Donauterrasse zwischen Linz, Enns und St. Florian. Auf 8,49 km² leben 7.681 Menschen (1. Jänner 2026). Die kleine Marktgemeinde umfasst zwei Katastralgemeinden und reicht vom dichter bebauten Markt bis zu den Ortsteilen an der Donau.
Zwei Katastralgemeinden, mehrere Ortsteile
Das Gemeindegebiet ist klein, aber nicht auf einen einzigen Ortskern beschränkt: Asten und Raffelstetten sind die beiden Katastralgemeinden; als Ortschaften führt die Gemeinde Asten, Fisching, Eigenheim, Norikum, Ipfdorf und Raffelstetten. Markt und Fisching bilden den dichter bebauten Teil im Süden. Nördlich davon liegen Siedlungen an der Donau und an offener Kulturlandschaft. Die B 1, die Westbahn und die A 1 durchqueren oder begrenzen dieses Gefüge. Asten-Fisching besitzt einen Halt an der Westbahn; Busse ergänzen die Verbindungen in umliegende Zentren.
Backentwicklung und Arbeit am Standort
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für Asten 411 Arbeitsstätten und 3.545 Beschäftigte in Arbeitsstätten aus; der Auspendleranteil beträgt 84,3 Prozent. Ein örtliches Beispiel für die Arbeit am Standort ist backaldrin: Am Firmensitz betreibt das Unternehmen zehn Backstuben. In der Entwicklungsbäckerei werden Rezepturen praktisch umgesetzt; die Anwendungstechnik erprobt weitere Einsatzmöglichkeiten und testet Kundenwünsche von Großkunden. Der Betrieb entwickelt damit nicht nur Backzutaten, sondern auch Produktanwendungen für Bäckereien. In der backademie finden zudem Schulungen und Präsentationen für Kunden statt. Die Auspendlerquote bezieht sich auf Erwerbstätige am Wohnort, nicht auf die Beschäftigten in Astens Arbeitsstätten.
Raffelstetten am historischen Verkehrsweg
Raffelstetten ist im frühen Mittelalter mit der Zollordnung von 906/907 verbunden, die Gebühren für den Donauverkehr regelte. Asten selbst erscheint 1073 als „Astina“ in einer Urkunde. Die Donau war später nicht nur Grenze, sondern Arbeits- und Umschlagraum: In Anschub standen Pferde bereit, um stromaufwärts fahrende Schiffe zu ziehen. Am Landeplatz Dürrfeld bei Fisching wurden unter anderem Marmorsäulen aus Salzburg und Granitblöcke aus dem oberen Mühlviertel für den Bau des Stifts St. Florian entladen. Die Flussnähe brachte auch wiederkehrende Gefahr. Für 1862 bis 1954 zählt die Gemeindegeschichte 18 Hochwasserereignisse, die Ortsteile an Donau und Ipfbach betrafen. Mit dem Kraftwerk Abwinden-Asten gingen die Überflutungen der Donau deutlich zurück.
Vom Lager zum neuen Pfarrzentrum
Asten veränderte sich im 20. Jahrhundert rasch. 1941 entstand ein Lager für zwangsweise umgesiedelte Menschen und Flüchtlinge; laut Pfarrchronik stammten die dort zeitweise Untergebrachten aus 26 Nationen. Nachdem 1963 die letzten Lagerinsassen abgezogen waren, zogen in Linz Beschäftigte nach Asten, um näher an ihrem Arbeitsplatz zu wohnen. Auf Einfamilienhäuser folgten Wohnblöcke und höhere Wohnbauten. Auch die Kirche zeigt den Wandel: Die Kirche von 1724 bis 1735 wird seit der Weihe des Neubaus 1982 als „alte Pfarrkirche“ bezeichnet. Die neue Pfarrkirche wurde am 28. November 1982 in einem größeren Pfarrzentrum geweiht, nachdem die alte Kirche mit 200 Sitzplätzen für die gewachsene Gemeinde zu klein geworden war.
Brotgeschichte zum Besuchen
Das PANEUM am backaldrin-Standort zeigt eine Sammlung zur Geschichte des Brotes. Einzelbesucher können die Ausstellung selbstständig mit Audioguide erkunden; geöffnet ist sie Dienstag bis Samstag von 10 bis 16 Uhr, letzter Einlass ist um 15 Uhr.
Spielräume im Ort und ein Rundweg durch die Landschaft
Die Gemeinde verteilt fünf öffentliche Spielplätze auf verschiedene Ortsteile. Ihre Ausstattung unterscheidet sich: In Fisching gibt es einen Wasserspielbereich und Klettergeräte; der Platz in Raffelstetten Nord bietet zusätzlich eine Skaterampe und Fußballtore. Wer weiter gehen möchte, kann den Asten-Zollordnungsweg nutzen. Der Rundweg beginnt beim Gemeindeamt und führt über Samesleiten und Weilling nach Raffelstetten zurück. Die ausgewiesene Strecke ist 16,8 Kilometer lang und als leicht eingestuft; sie verbindet Siedlungen mit Feldwegen und Kulturlandschaft.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Asten – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse (Original-ODS)
- backaldrin – Die heiligen Hallen am Standort Asten
- Marktgemeinde Asten – Zahlen & Fakten
- Marktgemeinde Asten – Geschichte
- Marktgemeinde Asten – Pfarre Asten-St. Jakob
- Marktgemeinde Asten – Spielplätze
- PANEUM – Häufig gestellte Fragen / Besucherinformation
- Oberösterreich Tourismus – Donausteig: Asten Zollordnungsweg
Stand der Angaben: 12.10.2026
