WILHERING KENNENLERNEN
Wilhering zwischen Donau, Stift und Kürnberger Wald
Wilhering spannt sich von der Donau bis in den Kürnberger Wald und verbindet das Zisterzienserstift mit mehreren ländlichen Ortsteilen. Die Marktgemeinde im Bezirk Linz-Land zählt 6.235 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) auf 29,97 km².
Donauufer und bewaldete Höhen
Im Norden grenzt Wilhering an die Donau, im Osten erhebt sich der Kürnberger Wald. Dazwischen liegen Siedlungen und Täler, die von Bächen durchzogen werden. Rund 40 Prozent der Gemeindefläche sind bewaldet, 44 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche. Gärten nehmen weitere acht Prozent ein; Gewässer bedecken vier Prozent. Diese Verteilung macht die Gemeinde trotz des dicht bebauten Klosterorts zu einem Gebiet mit großen Freiräumen und mehreren Landschaftsräumen. Das Gemeindegebiet umfasst knapp 30 Quadratkilometer und ist deutlich größer als der kompakte Marktort beim Stift. Die drei Katastralgemeinden Wilhering, Schönering und Dörnbach fassen mehrere Ortschaften zusammen. Die Eferdinger Straße B129 durchquert Schönering und verbindet es mit Linz und Eferding. Leonding grenzt im Osten an Wilhering; im Süden reihen sich Katzing, Dörnbach und Hitzing entlang des Mühlbachs. Die Ottensheimer Fähre verbindet das Wilheringer Donauufer mit Ottensheim am gegenüberliegenden Ufer. Straßen und Buslinien binden die Ortsteile an Linz und die Gemeinden im Eferdinger Becken an.
Stift und Einrichtungen im Alltag
Das Zisterzienserstift ist das bekannteste Gebäude der Gemeinde und prägt den Markt Wilhering. Dort liegen Gemeindeamt, Kirche und Stiftsmuseum nahe beieinander. In Schönering und Dörnbach gibt es weitere Schulen und Kindergärten; drei Volksschulen verteilen sich auf Wilhering, Schönering und Dörnbach. Der Donauradweg führt durch die Gemeinde; Spazierwege erschließen Auwald und Höhenzüge. Entlang des Innbachs erklärt ein Fischlehrpfad mit 40 Schautafeln heimische Fischarten und andere Wasserlebewesen.
Dienstleistungen, Landwirtschaft und Stift
2024 gab es in Wilhering 419 Arbeitsstätten mit 1.364 Beschäftigten in Arbeitsstätten; 82,9 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Eine konkrete lokale Tätigkeit bietet x-technik in Schönering: Der Fachverlag veröffentlicht Magazine und digitale Plattformen zu Maschinenbau, Fertigung und Automation. Die Firmenangaben nennen als Adresse die Schöneringer Straße 48. So ergänzt ein örtlicher Medienbetrieb die landwirtschaftlichen und klösterlichen Tätigkeiten, ohne den großen Anteil der Auspendler zu verdecken. Die Statistik zählt Arbeitsstätten und Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort; der Pendlerwert bezieht sich dagegen auf Erwerbstätige mit Wohnort Wilhering.
Klostergründung und Rokoko
Wilhering wurde 985 als „Williheringa“ urkundlich erwähnt. 1146 gründeten Zisterzienser das Kloster. Nach einem Großbrand 1733 wurde die Stiftskirche im Rokokostil neu errichtet. Von 1943 bis 1945 beherbergte das Stift die Technische Hochschule Linz. Im Stiftsmuseum werden Geschichte und Kunstsammlung in sieben Ausstellungsräumen vermittelt. Schönering und Dörnbach besitzen eigene Pfarrkirchen und Ortskerne; im Stiftsmeierhof ist eine Sammlung des Malers Fritz Fröhlich untergebracht. Diese Orte zeigen die unterschiedlichen historischen Zentren innerhalb der weitläufigen Gemeinde.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Wilhering – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Herzlich willkommen in Wilhering! - Startseite
- Gemeindegeschichte - Herzlich willkommen in Wilhering! - Startseite - Wilhering - Der Ort - Geschichte
- Gemeindetab Gebietsstand 2026, Zeile 1112, Spalten 11, 15, 18, 19 und 22.
- Wirtschaft und Tourismus, Firmenverzeichnis der Marktgemeinde Wilhering
- Stiftsmuseum Wilhering, Marktgemeinde Wilhering
- Unternehmen x-technik, Fachmedien und digitale Plattformen
- Donaufähre Richtung Ottensheim, Marktgemeinde Wilhering
- Fischlehrpfad, Marktgemeinde Wilhering
Stand der Angaben: 10.10.2026
