SANKT MAREIN-FEISTRITZ KENNENLERNEN
Sankt Marein-Feistritz: Zwei Täler im Alltag verbunden
Sankt Marein-Feistritz verbindet zwei frühere Gemeinden südlich der Mur: Sankt Marein bei Knittelfeld und Feistritz bei Knittelfeld. Die Gemeinde im Bezirk Murtal zählt 1.984 Einwohnerinnen und Einwohner (1. Jänner 2026) und umfasst 70,61 Quadratkilometer. Seit der Gemeindefusion 2015 bilden ihre Dörfer einen gemeinsamen Verwaltungsraum mit eigenständigen Ortskernen.
Orte südlich der Mur
Das Gemeindegebiet reicht vom Mareiner Boden bis an die Mur und zu den südöstlichen Ausläufern der Seckauer Alpen. Sechs Katastralgemeinden und 15 Ortschaften spiegeln die verstreute Besiedlung wider. Zwischen den Ortsteilen liegen landwirtschaftliche Flächen und Waldstücke. Die S36 erschließt das Gebiet für Wege nach Knittelfeld und zu weiteren Orten des Murtals. In Sankt Marein und Feistritz markieren die Kirchen eigene historische Mittelpunkte, während Schule und Kinderbetreuung die gemeinsame Gemeinde im Alltag verbinden. Abseits der größeren Verkehrsachse wechseln kleine Dorfkerne, offene Flächen und bewaldete Hänge einander ab. Diese Landschaft prägt sowohl die Arbeit auf den Höfen als auch kurze Wege in die Natur.
Arbeit und Pendeln
Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Sankt Marein-Feistritz 464 Beschäftigte am Arbeitsort. 36,0 Prozent der Arbeitsstätten gehörten zum primären Sektor; zugleich pendelten 79,4 Prozent der erwerbstätigen Einwohnerinnen und Einwohner zur Arbeit aus. Wiesen, Äcker und Waldflächen werden von örtlichen Höfen bewirtschaftet. In den Dörfern gibt es daneben konkrete Gewerbetätigkeiten: eine Tischlerei fertigt Bau- und Möbelarbeiten, eine Reparaturwerkstätte bearbeitet Metall, und Gaststätten versorgen Gäste wie Einheimische. Die S36 bindet die Gemeinde an Arbeitsorte des Murtals an. So stehen lokale Landwirtschaft und kleine Gewerbebetriebe neben einem Alltag, in dem viele Menschen außerhalb der Gemeinde arbeiten.
Kirchen und Dorfgeschichte
Die Geschichte der beiden Ortsteile ist älter als ihre heutige Verwaltungseinheit. Die Pfarre Sankt Marein reicht ins 11. Jahrhundert zurück; die heutige Pfarrkirche Mariä Geburt zeigt eine spätgotische Gestalt und prägt den Ortskern. In Feistritz steht eine Filialkirche, die den beiden Johannes gewidmet ist. Schloss Prankh ergänzt dieses historische Bild als herrschaftlicher Bau im Gemeindegebiet. Solche Orte zeigen, wie sich kirchliche und adelige Zentren neben bäuerlichen Siedlungen entwickelt haben. Heute liegen kommunale Aufgaben, Vereine und Dienste auf mehrere Ortsteile verteilt. Das erklärt die doppelte Namensform und macht die Gemeindestruktur im Alltag sichtbar.
Leben zwischen den Zentren
Für viele Wege ist die Orientierung auf Knittelfeld und andere Arbeitsorte der Region Teil des Alltags. Die hohe Auspendlerquote verweist auf diese Verbindung; zugleich sorgen örtliche Vereine, Nahversorgung und kommunale Einrichtungen für Angebote vor Ort. Die Landschaft südlich der Mur bietet Wege durch offene Kulturlandschaft und kleinere Waldgebiete. Sie ist eng mit der Landwirtschaft verbunden, deren Flächen die Siedlungen voneinander trennen und zugleich ihre Umgebung prägen. Ein Besuch lässt sich an den Dorfkirchen und am Schloss Prankh ausrichten; sie liegen in einer Gemeinde, in der der Wechsel zwischen Ortskern und Landschaft rasch geschieht. Die Namen Marein und Feistritz bleiben im Ortsbild, in den Pfarren und in den alltäglichen Wegen präsent.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Sankt Marein-Feistritz – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeinde Sankt Marein-Feistritz: Pfarr- und Filialkirchen
- STATISTIK AUSTRIA: Arbeitsstättenzählung 2024
- Pfarre St. Marein bei Knittelfeld: Kirchen und Gottesdienste
- Gemeinde Sankt Marein-Feistritz: Wirtschaft
- Gemeinde Sankt Marein-Feistritz: Startseite
Stand der Angaben: 14.10.2026
