UNZMARKT-FRAUENBURG KENNENLERNEN
Unzmarkt-Frauenburg an Bahn und Mur
Unzmarkt-Frauenburg verbindet zwei unterschiedliche Ortsbilder: den Markt an der Mur und die hoch über dem Tal gelegene Burgruine Frauenburg. Die Marktgemeinde umfasst 36,57 Quadratkilometer und zählt 1.259 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026). Bahnlinien, Murradweg und die nahe B317 prägen Wege durch den Ort und seine Rolle im Murtal.
Zwei Ortslagen im Murtal
Die Marktgemeinde besteht aus den Ortschaften Unzmarkt und Frauenburg sowie mehreren kleineren Siedlungen. Unzmarkt liegt an der Mur, Frauenburg am Hang oberhalb des Tals. Östlich des Ortes führt die Murtal Straße B317 zur Schnellstraße S36; zugleich verlaufen Bahnstrecken durch den Talboden. Die Lage macht Unzmarkt zu einem Verkehrsknoten für die Umgebung. Der Bahnhof verbindet den Ort mit der Strecke Bruck an der Mur–Villach und ist Ausgangspunkt der schmalspurigen Murtalbahn Richtung Tamsweg. Entlang des Flusses verläuft der Murradweg R2. Straße, Bahn und Radweg führen auf unterschiedlichen Geschwindigkeiten durch dieselbe Talachse, die den Ort seit langem mit anderen Teilen des Murtals verbindet.
Marktrecht und Frauenburg
Unzmarkt ist 1260 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt 1631 das Marktrecht. Die heutige Gemeinde entstand 1968 durch die Vereinigung der Marktgemeinde Unzmarkt mit der Gemeinde Frauenburg. Die Burgruine über dem Tal ist eng mit Ulrich von Liechtenstein verbunden, dem Minnesänger und Dichter des 13. Jahrhunderts. Die Gemeinde beschreibt den erhaltenen Innenhof als Zeugnis der früheren Anlage; die Ruine kann besichtigt werden. Im Ortskern stehen die Pfarrkirche Maria Magdalena in Unzmarkt und die Pfarrkirche St. Jakob in Frauenburg. Diese Bauwerke machen die beiden Ortsteile auch als historische Zentren erkennbar. Die unterschiedlichen Höhenlagen geben dem gemeinsamen Gemeindenamen eine sichtbare räumliche Gestalt.
Arbeit an Talachse und Markt
Die Arbeitsstättenzählung erfasste 2024 in Unzmarkt-Frauenburg 94 Arbeitsstätten und 266 Beschäftigungsverhältnisse. 62,4 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse entfielen auf Dienstleistungen. Im Markt ist diese Tätigkeit konkret sichtbar: Ein Lebensmittelgeschäft und ein Bauernladen verkaufen Waren des täglichen Bedarfs; das E-Werk der Marktgemeinde betreut die örtliche Stromversorgung. Daneben verzeichnet die Gemeinde eine Schmiede für Landmaschinen und einen Transportbetrieb. Bahn und Straße erleichtern Kunden, Beschäftigten und Lieferungen den Zugang zum Ort. Von den Erwerbstätigen mit Wohnsitz in der Gemeinde pendelten 75,8 Prozent 2024 aus. Der Markt erfüllt also Versorgungsaufgaben vor Ort, während viele Bewohner anderswo arbeiten.
Mit Bahn, Rad und zu Fuß unterwegs
Vom Markt führt ein Literaturpfad in Richtung Frauenburg und erzählt unterwegs von Ulrich von Liechtenstein. Wer ihm folgt, verbindet einen Gang durch den Ort mit der Burggeschichte, statt nur zur Ruine hinaufzufahren. Nahe der Mur liegt außerdem der Freizeitpark mit Naturschwimmteich und Spielplätzen. Die Fuß- und Radbrücke erschließt ihn von der Marktseite; am Fluss verläuft der Murradweg R2. Für Familien lassen sich damit ein Aufenthalt am Wasser und ein kurzer Ortsrundgang verbinden. Die Burgruine bleibt ein weiteres Ziel am Hang; für einen Besuch empfiehlt sich festes Schuhwerk. So sind die beiden Höhenlagen auch ohne Auto erlebbar.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Unzmarkt-Frauenburg – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Marktgemeinde Unzmarkt-Frauenburg – Burgruine Frauenburg
- Erlebnisregion Murtal – Unzmarkt-Frauenburg
- Marktgemeinde Unzmarkt-Frauenburg – Murradweg
- STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetabelle
- Marktgemeinde Unzmarkt-Frauenburg – Gewerbebetriebe
- E-Werk der Marktgemeinde Unzmarkt-Frauenburg – Über uns
- Erlebnisregion Murtal – Marktgemeinde Unzmarkt-Frauenburg
Stand der Angaben: 14.10.2026
