KOBENZ KENNENLERNEN
Kobenz: Zwischen Aichfeld und Tremmelberg
Kobenz liegt nördlich der Mur am Rand des Aichfelds, dort wo das Seckauer Becken in die Ausläufer der Seckauer Alpen übergeht. Die Marktgemeinde im Bezirk Murtal hat 2.075 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und 17,65 km² Fläche.
Sieben Ortschaften im Becken
Kobenz besteht aus sieben Ortschaften, darunter Raßnitz, Reifersdorf und Oberfarrach. Der Ortskern liegt auf rund 627 Metern Seehöhe zwischen dem offenen Aichfeld und den Hängen der Seckauer Alpen. Landwirtschaftliche Flächen und Siedlungen gehen hier ineinander über. In Unterfarrach verläuft die Holzstraße durch ein Gewerbegebiet; bei der Freizeitanlage in der Au liegt ein Badesee. Die Nähe zu Knittelfeld erleichtert Wege zu Arbeit, Handel und weiterführenden Schulen. Im Ortskern liegen Gemeindeamt, Volksschule und Kindergarten; die land- und forstwirtschaftliche Fachschule ist ein eigener Bildungsstandort. So verbindet Kobenz kurze Wege im Tal mit einem ländlichen Umfeld.
Landwirtschaft und Ausbildung
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für Kobenz 191 Arbeitsstätten und 691 Beschäftigte am Arbeitsort aus. Zugleich pendelten 81,6 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Kobenz aus. Neben Landwirtschaft ist Holzverarbeitung eine konkrete örtliche Tätigkeit: Das Sägewerk Bichler in Unterfarrach schneidet und trocknet Holz und verarbeitet es zu Hobel- und Leimholzprodukten. Die land- und forstwirtschaftliche Fachschule bietet Unterricht und praktische Ausbildung für Berufe auf Höfen und im Wald. Im Dienstleistungsbereich ergänzen Gastronomie und die Freizeitanlage in der Au das Angebot. Der kleine Arbeitsmarkt im Ort und die Nähe zu Knittelfeld erklären zusammen die vielen Wege ins Umland.
Alte Pfarre, lebendige Marktgemeinde
Kobenz wurde 860 als „ad Chumbenzam“ urkundlich erwähnt. Die Pfarre ist seit dem Mittelalter mit dem Stift Seckau verbunden. Ihre Kirche im Ortskern hat romanische Bauteile und wurde später gotisch und barock verändert; Fresken und der Friedhof machen sie auch für Besucher interessant. In Raßnitz steht die St.-Koloman-Kirche als weiterer Hinweis auf die ältere Siedlungsgeschichte. Seit 2007 trägt Kobenz den Titel Marktgemeinde. Die historischen Bauten liegen heute in einer Gemeinde, deren Alltag ebenso von Schule, Vereinen und der Nähe zum Aichfeld bestimmt ist. Schloss Hautzenbichl erinnert an die frühere Grundherrschaft, während neue Wohngebiete den Ort weiterentwickelt haben.
Der Wald als Lernort
Für Familien sind Volksschule und Kindergarten wichtige Anlaufstellen im Ortskern. Die Fachschule bringt Jugendliche aus der Region nach Kobenz und verbindet Unterricht mit praktischer Arbeit. In der Au bietet die Freizeitanlage Zechner einen Badesee mit Liegewiese und Gastronomie. Die Pfarrkirche St. Rupert an der Marktstraße ist bei Gottesdiensten zugänglich; ihre Fresken und der Friedhof geben dem Ortszentrum einen historischen Bezugspunkt. Rad- und Spazierwege führen durch den Talraum und zu den bewaldeten Hängen. Der Tremmelberg liegt im weiteren Umfeld, doch der bekannte Wald- und Naturlehrpfad startet in Sachendorf in der Nachbargemeinde Seckau. Für Kobenzerinnen und Kobenzer bleiben die Angebote im Tal und die Verbindungen nach Knittelfeld im Alltag näher.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Kobenz – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Marktgemeinde Kobenz – Zahlen & Fakten
- Marktgemeinde Kobenz – Land- und forstwirtschaftliche Fachschule
- Marktgemeinde Kobenz – Wald-Naturlehrpfad Tremmelberg
- Marktgemeinde Kobenz – Freizeit & Tourismus
- STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstätten 2024
- Bichler Holz – Standort Kobenz und Produkte
- Steiermark Tourismus – Freizeitanlage Zechner
- Diözese Graz-Seckau – Pfarre Kobenz
Stand der Angaben: 14.10.2026
