MARKTGEMEINDE · SALZBURG

Rauris

Die weitläufige Marktgemeinde reicht von den Talorten bis in die Bergwelt des Nationalparks Hohe Tauern.

GEMEINDEKENNZIFFER50617
Luftaufnahme des Ortskerns von Rauris mit Kirche und umliegenden Bergen
Luftaufnahme des Ortskerns von Rauris mit Kirche und umliegenden Bergen · Foto: Arne Müseler · „Rauris drone“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
3 070
01.01.2026
Fläche
253,14 km²
Bevölkerungsdichte
12,1
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
5661
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

RAURIS KENNENLERNEN

Rauris: ein Tal zwischen Goldgeschichte und Hochgebirge

Rauris erstreckt sich über 253,14 Quadratkilometer. Am 1. Jänner 2026 lebten hier 3.070 Menschen. Das Siedlungsband folgt der Rauriser Ache durch mehrere Talabschnitte, während Seitentäler und Hochgebirge den weitaus größeren Raum prägen. Goldbergbau, Säumerwege und heutige Nationalparkangebote erzählen unterschiedliche Kapitel derselben alpinen Landschaft.

Weitläufiges Tal, verstreute Orte

Die Marktgemeinde umfasst sechs Ortschaften und sechs Katastralgemeinden. Der Hauptort liegt am Schwemmkegel des Gaisbachs; weiter talaufwärts führen Wege in Seidlwinkl, Hüttwinkl und Krumltal. Diese Seitentäler unterscheiden sich in Höhe und Landschaft deutlich vom breiteren Siedlungsraum im Tal. Die Gemeinde liegt im Nationalpark Hohe Tauern und reicht bis in die Sonnblickgruppe. Der Hochgebirgsraum ist kein bloßer Hintergrund: Er bestimmt Entfernungen, saisonale Zugänge und die Arbeit der Nationalpark- und Wetterforschung. Das Zentrum bündelt Verwaltung, Versorgung und kulturelle Einrichtungen.

Gold und Wege

Rauris ist seit 1120 als Ort belegt; 1122 erscheint die Talbezeichnung „Rurise“ in einer Urkunde. Wörth war im 13. Jahrhundert Umschlagplatz für den Saumverkehr über die Tauern und zu den Bergbaugebieten. Goldgewinnung prägte besonders das Hüttwinkltal: Im 19. Jahrhundert belebte Ignaz Rojacher den Bergbau erneut und ließ 1886 auf dem Hohen Sonnblick eine meteorologische Station errichten. Die Wetterwarte wurde mit großer logistischer Mühe auf dem Gipfel versorgt; die Materialseilbahn kam erst 1954. Heute ordnet das Talmuseum die Bergbaugeschichte neben bäuerlicher Arbeit und dem Observatorium ein. So wird die Verbindung von Talwirtschaft, Verkehrswegen und Höhenforschung vor Ort greifbar.

Arbeit zwischen Gästen und Gewerbe

Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Rauris 323 Arbeitsstätten und 893 Beschäftigte in Arbeitsstätten. 61,6 Prozent der Arbeitsstätten lagen im Dienstleistungsbereich; 63,4 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse entfielen ebenfalls auf diesen Sektor. Die Werte beschreiben Arbeitsorte, nicht die Berufe der Einwohner. Ein konkretes Produktionsbeispiel ist das Rauriser Natursteinzentrum in Wörth: Das Familienunternehmen gewinnt Marmor und Quarzit in zwei eigenen Steinbrüchen und verarbeitet sie zu Produkten, die auch nach Deutschland, Italien und in die Schweiz geliefert werden. Daneben bringen Unterkünfte, Gastronomie und Bergangebote saisonale Arbeit ins Tal. Die Struktur lässt sich daher nicht auf eine einzige Tätigkeit reduzieren, auch wenn Naturtourismus und Dienstleistung besonders sichtbar sind.

Natur erleben und verstehen

Die Nationalpark-Ausstellung „Im Facettenreich“ im Ortszentrum stellt Tier-, Pflanzen- und Menschenwelt des Raurisertals und seiner drei Nebentäler vor. Das Talmuseum befindet sich im historischen Gewerkengebäude von 1563 und zeigt unter anderem Mineralien, Goldbergbau, Sonnblickforschung und bäuerlichen Alltag; die Öffnungszeiten sind saisonal. Wer selbst aktiv werden möchte, findet im hinteren Tal bei Bodenhaus einen ausgewiesenen Goldwaschplatz, der laut Gemeinde besonders für Anfänger gedacht ist. Er liegt 14 Kilometer vom Ort Rauris entfernt und öffnet voraussichtlich ab Mitte Juni. Das Krumltal ist zudem als Lebensraum für Bartgeier bekannt; hier fanden die ersten Auswilderungen im Rahmen des Alpenprojekts 1986 statt. Museum und Ausstellung liegen im Ort, der Goldwaschplatz weiter talaufwärts.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 14.10.2026

GEOGRAFIE

Rauris auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung3 064
31.10.2021 · Registerzählung3 077
01.01.2026 · Bevölkerungsstand3 070

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
1 060
NUTS-3-Region
Pinzgau-Pongau (AT322)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Rauris

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.