GEMEINDE · SALZBURG

Fusch an der Großglocknerstraße

Ein weitläufiges Nationalparktal lebt von seiner Lage zwischen Berglandwirtschaft, Holzhandwerk und der Hochalpenstraße.

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Fusch an der Großglocknerstraße unterhalb des Langweidkogels
Fusch an der Großglocknerstraße unterhalb des Langweidkogels · Foto: Joachim Köhler · „Fusch adGGStr vonSuedWesten“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
752
01.01.2026
Fläche
158,14 km²
Bevölkerungsdichte
4,8
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
5672
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

FUSCH AN DER GROSSGLOCKNERSTRASSE KENNENLERNEN

Fusch an der Großglocknerstraße: vom Talschluss auf den Alpenpass

Fusch liegt im engen Tal der Fuscher Ache, das nordwärts zur Salzach führt und sich südlich bis zum Alpenhauptkamm öffnet. Die Gemeinde zählt 752 Einwohner (1. Jänner 2026) auf 158,14 Quadratkilometern. Der besiedelte Talboden nimmt davon nur einen kleinen Teil ein.

Ein langes Tal mit wenigen Siedlungsflächen

Das Fuscher Tal verläuft zwischen Kapruner Tal und Raurisertal und wird von der Fuscher Ache durchzogen. Im Süden weitet es sich zum Käfertal und nach Ferleiten; dort führt die Großglockner-Hochalpenstraße über den Alpenhauptkamm. Weite Bereiche gehören zum Nationalpark Hohe Tauern. Die amtliche Gemeindestatistik weist für Fusch 158,1 Quadratkilometer Katasterfläche, aber nur 7,8 Quadratkilometer Dauersiedlungsraum aus. Diese Gegenüberstellung erklärt, warum die Gemeinde trotz ihrer großen Fläche dünn besiedelt ist und sich Wohnen und Höfe auf enge Talräume konzentrieren. Das Wiesbachhorn ist mit 3.564 Metern die höchste Erhebung der Gemeinde.

Alte Übergänge und ein aufgegebener Kurort

Das Tal war ein Zugang über die Hohen Tauern, lange bevor der heutige Straßenverkehr einsetzte. Ein bronzezeitlicher Dolchfund am Brennkogel und ein mittelalterlicher Saumweg belegen frühe Verbindungen über die Tauern. Bergbau auf Gold und Silber gehörte ebenfalls zur Geschichte; die hoch gelegenen Stollen wurden um 1600 aufgegeben, als Gletscher vorrückten. Später zog Bad Fusch Kurgäste an. Der Höhenkurort erlebte seine Blüte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und verlor nach dem Ersten Weltkrieg an Bedeutung. Die Fürstenquelle trägt den Namen seines Förderers, des Salzburger Erzbischofs Friedrich Schwarzenberg. Heute sind die alten Kuranlagen verfallen, doch der Ort bleibt ein Ausflugsziel in der Berglandschaft.

Kleine Arbeitsbasis, starke Pendelbeziehung

Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist in Fusch 92 Arbeitsstätten und 379 Beschäftigte am Arbeitsort aus; 60,2 Prozent der Beschäftigten arbeiteten im sekundären Sektor. Zugleich pendelten 69,9 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz in Fusch aus. Die örtliche Produktion lässt sich an zwei Standorten greifen: Das Sägewerk Mühlauer verarbeitet Holz und betreibt daneben die Erlebniswelt Holz; das Bärenwerk der Salzburg AG nutzt die Fuscher Ache zur Stromerzeugung. Bei Ferleiten und entlang der Hochalpenstraße arbeiten außerdem Beherbergung, Gastronomie und Ausflugsangebote für Gäste. Die Statistik beschreibt Beschäftigung am Arbeitsort, der Pendleranteil dagegen die Erwerbstätigen am Wohnort.

Wasser, Holz und erfahrbare Ortsgeschichte

Im Ort führt „Nepomuks Weg der Sinne“ am Hirzbach entlang. Eine Brücke überspannt den Wasserfall; weitere Stationen greifen Wasser, Kneipp-Anwendungen und Holz auf. Ein Wassertretbecken im Bach und ein Barfußweg gehören zu den Stationen. Der rund 1,5 Kilometer lange Steig endet bei der Mühlauersäge und verbindet damit einen kurzen Naturweg mit einem Museum, das Wald und Holz vom Samen bis zum fertigen Produkt erklärt. In Ferleiten beginnt zudem die Salzburger Auffahrt zur Hochalpenstraße; erste Erlebnisstationen des Betreibers liegen an der Straße durch das Fuscher Gemeindegebiet. Das Wegmacherhaus an der Fuscher Lacke vermittelt die Baugeschichte der Straße. Am Weg lassen sich Wasser und Holz als Ressourcen des Tals unmittelbar erleben; das Museum erklärt, wie daraus handwerkliche Arbeit wurde.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 14.10.2026

GEOGRAFIE

Fusch an der Großglocknerstraße auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung664
31.10.2021 · Registerzählung751
01.01.2026 · Bevölkerungsstand752

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
266
NUTS-3-Region
Pinzgau-Pongau (AT322)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Fusch an der Großglocknerstraße

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.