MARKTGEMEINDE · BURGENLAND

Raiding

Ein Dorf verbindet die Erinnerung an Franz Liszt mit Musik und zeitgenössischer Architektur.

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Panoramablick auf das Ortszentrum von Raiding
Panoramablick auf das Ortszentrum von Raiding · Foto: User:Eino81 · „Center of Raiding“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
920
01.01.2026
Fläche
13,07 km²
Bevölkerungsdichte
70,4
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
7321
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

RAIDING KENNENLERNEN

Raiding, Liszts Geburtsort am Raidingbach

Raiding liegt im Tal des Raidingbachs am Rand des Ödenburger Gebirges und ist Teil des Blaufränkischlands. Die Marktgemeinde hat 920 Einwohnerinnen und Einwohner und umfasst 13,07 Quadratkilometern (Stand 1. Jänner 2026). Franz Liszt wurde hier geboren; Geburtshaus, Pfarrkirche und Liszt-Zentrum erzählen unterschiedliche Kapitel seiner Verbindung mit dem Ort.

Raiding im Blaufränkischland

Die Marktgemeinde umfasst nur die Ortschaft Raiding. Weinbau, Schnapsbrennereien, Heurige und Gastronomie prägen den örtlichen Erwerb. Der Ort wurde 1425 als Dobornya schriftlich genannt; während der Magyarisierung war ab 1898 Doborján der vorgeschriebene ungarische Name. Deutsch-Westungarn kam nach dem Ersten Weltkrieg zu Österreich, seit 1921 gehört Raiding zum Burgenland. Von 1971 bis Ende 1989 war der Ort Teil der Großgemeinde Raiding-Unterfrauenhaid. Seit 1. Jänner 1990 ist Raiding wieder eigenständig. Diese Verwaltungsdaten und die Weinlandschaft geben dem kleinen Ort einen klaren regionalen Rahmen.

Geburtshaus und Taufe

Franz Liszt wurde am 22. Oktober 1811 im heute als Museum genutzten Geburtshaus geboren. Seine Taufe fand am folgenden Tag, dem 23. Oktober 1811, in Unterfrauenhaid statt, denn Raiding war damals kirchlich eine Filiale dieser Pfarre. Geburtshaus und Taufkirche befinden sich deshalb in unterschiedlichen Gemeinden. Zum 100. Geburtstag Liszts richtete der Raidinger Pfarrer 1911 im Geburtszimmer und einem Vorraum ein kleines Museum ein. 1936 veranstaltete das Land Burgenland dort seine erste offizielle Liszt-Feier. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Museum zum 140. Geburtstag neu gestaltet. Das Geburtshaus war das Verwaltungsgebäude eines Esterházy-Meierhofs. Adam Liszt arbeitete hier zwischen 1808 und 1822 als Schäfereirechnungsführer. Das Haus gehörte zu einem größeren Edelhof, der 1587 errichtet wurde. Die Esterházy erwarben es 1805.

Die Pfarrkirche im Dorf

Die Raidinger Kirche wurde zwischen 1675 und 1680 unter Paul I. Esterházy errichtet. 1721 kam ein Hochaltar hinzu, den ein Meister aus Kirchschlag fertigte; auch die Orgel stammt aus dieser Ausstattungsphase. Liszt spielte als Kind auf diesem Instrument. Das heutige Kirchenschiff entstand 1927, während der Turm älter ist. Die verschiedenen Bauphasen erklären, warum der heutige Bau nicht vollständig aus der Zeit seiner Kindheit stammt.

Liszt-Zentrum und Festival

Das Liszt-Konzerthaus wurde 2006 nach Plänen des niederländischen Architekturbüros Atelier Kempe Thill eröffnet. 2007 wurden Konzertsaal und neugestaltetes Geburtshaus-Museum zum Liszt-Zentrum verbunden. Der große Saal verfügt über rund 600 Plätze, der kleine über etwa 80; die Bühne misst 13,5 mal 5 Meter. Das Liszt Festival gründeten 2003 das Land Burgenland und die Gemeinde. Neben Liszts Gesamtwerk erklingt Musik von Komponisten aus seinem Umfeld. Seit 2010 errichtet die Initiative Raiding Project experimentelle Gästehäuser japanischer Architekten. Das Storchenhaus von Terunobu Fujimori wurde im Rahmen des österreichisch-japanischen Kulturaustauschs gebaut und am 27. Oktober 2012 fertiggestellt.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Raiding auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung816
31.10.2021 · Registerzählung892
01.01.2026 · Bevölkerungsstand920

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
378
NUTS-3-Region
Mittelburgenland (AT111)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

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