KLAUS KENNENLERNEN
Klaus – Technik und Obstgärten am Hang
Klaus liegt zwischen der Rheintalachse und den Hängen der Hohen Kugel. Die Gemeinde im Bezirk Feldkirch zählt 3.096 Einwohner (1. Jänner 2026) und umfasst 5,25 Quadratkilometer.
Zwischen Reben und Hoher Kugel
Klaus liegt im Vorderland am Rand des Rheintals. Vom Siedlungsgebiet steigt das Gelände zu bewaldeten Hängen der Kugelgruppe an. Der Ortskern liegt laut Gemeinde auf etwa 510 Metern Seehöhe; die Pfarrkirche steht oberhalb der Talebene. Die sonnige Lage begünstigte über Jahrhunderte Wein- und Obstbau. Heute grenzen Wohnhäuser, Gewerbeflächen und Gärten eng aneinander. Vom Bahnhof aus sind die Nachbarorte entlang der Rheintalachse erreichbar, während öffentliche Spazierwege vom Dorf hinauf zum Tschütsch und in den Sattelbergwald führen. Gerade dieser Übergang zwischen Tal und Hang prägt die kurzen Wege innerhalb der Gemeinde.
Technikstandort am Bahnhof
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist in Klaus 265 Arbeitsstätten und 2.061 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort aus. Beschäftigung ist stark im sekundären Sektor konzentriert: 67,3 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse entfielen darauf. Daneben bestehen Handel, Handwerk und Dienstleistungen im Ort. Ein konkreter örtlicher Betrieb ist OMICRON electronics. Das Unternehmen entwickelt Prüf-, Diagnose- und Überwachungstechnik für elektrische Energiesysteme. Im Klausner Trainingszentrum werden Fachkurse angeboten und Kursbesucher erhalten Einblicke in Produktionsbereiche und Testfelder. Der Bahnhof ist von dort in wenigen Gehminuten erreichbar. Damit ist Klaus trotz seiner kleinen Fläche ein Technikstandort, an dem Entwicklung, Prüfung und Weiterbildung zusammenkommen.
Von Kalchern zum Technikstandort
Die älteste überlieferte Namensform „ad Calcaires“ aus dem Jahr 890 verweist auf Kalköfen. Im Mittelalter gehörte Klaus zur Großgemeinde Sulz. Viehzucht, Ackerbau und besonders der Weinbau trugen lange die örtliche Wirtschaft. Die Gemeinde beschreibt später die Stickerei als Erwerbszweig des 20. Jahrhunderts; mit der Ansiedlung von Gewerbe und Industrie veränderte sich der Arbeitsort weiter. Zur älteren Geschichte gehört auch die Pfarrkirche St. Agnes: Eine Kapelle in Kalchern ist für 1265 belegt, und die ältesten erhaltenen Teile der heutigen Kirche stammen aus dem 15. Jahrhundert. Der Bau wurde mehrfach erweitert. So liegen Zeugnisse der bäuerlichen Vergangenheit und ein moderner Produktionsstandort innerhalb desselben kleinen Gemeindegebiets.
Obstgärten und kurze Wege
Im Frühjahr gehören blühende Obstbäume zum Bild von Klaus. Die Hänge zwischen Siedlung und Wald bewahren Streuobstflächen, während die Ortsmitte Einrichtungen des täglichen Lebens bündelt. Volksschule, Mittelschule und Kindergarten befinden sich im Gemeindegebiet; die Musikschule Tonart wird gemeinsam mit Nachbargemeinden getragen. Der Bahnhof Klaus liegt an der Vorarlbergbahn und bindet den Ort an die Rheintalachse an. Gleichzeitig beginnen oberhalb der Häuser Wanderwege in Richtung Sattelberg und Hohe Kugel. Lehrwege erläutern dort Flora und Forstwirtschaft. Auch die Pfarre St. Agnes ist ein Ort des Gemeindelebens; sie kündigt regelmäßige Gottesdienste und weitere Begegnungen an. Der Übergang von Bahnstation und Ortsmitte zu den bewaldeten Höhen ist für Spaziergänge ebenso spürbar wie für tägliche Wege.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Klaus (Vorarlberg) – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Trainingszentrum Klaus – OMICRON electronics
- Arbeitsstättenzählung 2024 – Statistik Austria
- OMICRON – Innovative Power System Testing Solutions
- Unsere Gemeinde – Klaus (Vorarlberg)
- Pfarre Klaus – St. Agnes
Stand der Angaben: 15.10.2026
