GEMEINDE · VORARLBERG

Koblach

Ein Rheintalort mit steinzeitlichen Spuren und mittelalterlicher Höhenburg

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Pfarrkirche Sankt Kilian in Koblach
Pfarrkirche Sankt Kilian in Koblach · Foto: Böhringer Friedrich · „Hl Kilian 1“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.5 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
5 003
01.01.2026
Fläche
10,25 km²
Bevölkerungsdichte
488,3
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
6842
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

KOBLACH KENNENLERNEN

Koblach zwischen Kummenberg und Rhein

Der Kummenberg hebt sich als markanter Inselberg aus der flachen Rheinebene; am westlichen Rand begrenzt der Rhein zugleich die Grenze zur Schweiz. Dazwischen liegt Koblach mit 5.003 Einwohnerinnen und Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) auf 10,25 Quadratkilometern. Die Gemeinde im Bezirk Feldkirch umfasst die Ortsteile Au, Dürne, Straßenhäuser, Neuburg und Udelberg. Die Lage zwischen Talboden, Berg und Fluss prägt sowohl die frühe Besiedlung als auch heutige Wege in die Nachbarorte.

Leben am Kummenberg

Die Siedlung liegt im südlichen Vorarlberger Rheintal, nahe Götzis und Mäder; jenseits des Rheins schließen sich Schweizer Gemeinden an. Der Kummenberg ist dabei mehr als eine Kulisse: Seine Ausläufer reichen in das Gemeindegebiet und bieten einen Wechsel von dicht bebauten Bereichen, bewaldeten Hängen und offenen Flächen. Zum östlichen Rand steigt das Gelände Richtung Sattelberg an. Der Flussraum und die Lage an der Landesgrenze verknüpfen Koblach zugleich mit dem grenzüberschreitenden Wirtschafts- und Verkehrsraum des Rheintals.

Wohnen und Arbeiten

Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasst in Koblach 368 Arbeitsstätten und 1.715 Beschäftigungsverhältnisse; 83,3 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Koblach pendeln aus. Daneben bleibt Landwirtschaft eine konkrete örtliche Tätigkeit: Die Gemeinde nennt 18 landwirtschaftliche Betriebe, darunter sechs Milchproduzenten, und verpachtet selbst Flächen an Landwirte. Die Statistik zeigt also eine Verflechtung mit auswärtigen Arbeitsorten, während Milchproduktion und Bewirtschaftung der Freiflächen lokal sichtbar bleiben. Die Tabelle ordnet zudem 73,2 Prozent der Beschäftigten dem Dienstleistungssektor zu. Dienstleistungen bilden damit die Mehrheit der örtlichen Beschäftigungsverhältnisse.

Spuren früher Besiedlung

Am Kadel und an weiteren Stellen rund um den Kummenberg wurden Funde aus der Mittelsteinzeit entdeckt. Die Fundplätze belegen, dass Menschen die Anhöhen schon vor mehr als 8.000 Jahren nutzten; im Museum für Urgeschichte sind Originale und Repliken aus dieser Zeit zu sehen. Die Lage mit Überblick über das Rheintal dürfte früh attraktiv gewesen sein. Im Mittelalter gewann der Hügelzug erneut strategische Bedeutung: Die Neuburg beherrschte den Talraum und war Sitz der Herrschaft.

Ruine und Ortsleben

Die Burgruine Neuburg steht auf einem bewaldeten Hügel oberhalb des Ortsteils Neuburg. Sie ist heute Wahrzeichen der Gemeinde; Die Burg wurde im 12. Jahrhundert errichtet und kontrollierte einst den rechtsrheinischen Talraum samt Verkehrswegen. Gemeinde und ehrenamtliche Initiative erhalten das Ausflugsziel heute gemeinsam. Der Schlosshügel ist zugleich Naturschutzgebiet, sodass Kulturdenkmal und Landschaft hier unmittelbar zusammenkommen. Im Ort ergänzen Pfarrkirche und Rochuskapelle die historischen Bezugspunkte. Für den Alltag bietet Koblach eine eigene Volksschule und Mittelschule sowie Sportanlagen.

Ein Ort mit archäologischem Gedächtnis

Im Obergeschoss des Gemeindeamts macht das Museum für Urgeschichte die Funde vom Kummenberg zugänglich. Stein- und Knochenwerkzeuge, Tonscherben und eine bei Nellabürgle entdeckte Lochaxt lassen erkennen, welche Spuren frühere Bewohner hinterließen. Ein Besuch ist während der Amtsstunden an Werktagen möglich; Führungen können vereinbart werden. Für den Kummenberg empfiehlt die Gemeinde markierte Wege, etwa über die Krinna Stiege oder Nellabürgle.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 15.10.2026

GEOGRAFIE

Koblach auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung4 249
31.10.2021 · Registerzählung4 819
01.01.2026 · Bevölkerungsstand5 003

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
1 584
NUTS-3-Region
Rheintal-Bodenseegebiet (AT342)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

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Nachbargemeinden von Koblach

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.