MEININGEN KENNENLERNEN
Meiningen zwischen Rhein, Ill und Frutz
Meiningen liegt am Rhein im westlichen Vorarlberger Rheintal, gegenüber der Schweizer Gemeinde Oberriet. Die Gemeinde im Bezirk Feldkirch zählt 2.546 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 5,37 Quadratkilometer. Landwirtschaftliche Flächen und Siedlungsbereiche liegen in einer Talebene, die von Rhein, Ill und Frutz geprägt wird. Das Dorf ist nicht direkt an eine Hauptverkehrsachse gebunden; viele Wege führen dennoch in die Arbeitsorte des Rheintals und über die Grenze.
Talebene und Grenzlage
Meiningen gehört zu den kleineren Gemeinden im Feldkircher Rheintal. Die Grenze zu Oberriet verläuft am Rhein, während die Ill und die Frutz die weitere Landschaft des Talbodens prägen. Knapp die Hälfte der Gemeindefläche wird landwirtschaftlich genutzt, dazu kommen Waldflächen und dicht bewohnte Bereiche. Die Position abseits der großen Bahn- und Straßenachsen hat zugleich eine besondere Alltagsfolge: Für viele Wege ins Umland sind Bus, Fahrrad oder Auto wichtig.
Arbeit und lokale Versorgung
Die Arbeitsstättenzählung 2024 verzeichnet 153 Arbeitsstätten und 616 Beschäftigungsverhältnisse in Meiningen. 86,6 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Meiningen pendeln aus. Das passt zu einer Gemeinde, deren Arbeitsmarkt eng mit dem nahen Rheintal und der Schweiz verflochten ist. Vor Ort bleiben dennoch konkrete Tätigkeiten sichtbar: Die Forellenzucht Güfel zieht vor Ort Forellen, Lachsforellen und Seesaiblinge auf, verarbeitet und vermarktet sie unter anderem an Gastronomie, Handel und Privatkundschaft. Auch der Lisilis Biohof betreibt biologische Landwirtschaft und verkauft saisonales Gemüse sowie Milchprodukte im Hofladen. So verbindet die Versorgung im Ort Landwirtschaft und Nahhandel.
Von der Schenkungsurkunde zur Pfarre
Eine Urkunde, die auf 1127 datiert wird, ist das älteste schriftliche Zeugnis des Ortsnamens; erhalten ist sie allerdings nur in einer späteren Abschrift. Meiningen gehörte zunächst zu verschiedenen Pfarrgebieten und entwickelte sich allmählich zu einer selbstständigen Gemeinde. 1609 wurde die Pfarre gegründet. Die Kirche St. Agatha steht damit im Zentrum einer langen lokalen Entwicklung. Die Gemeinde war über Jahrhunderte landwirtschaftlich geprägt; der Rhein begrenzte nicht nur das Gebiet, sondern stellte auch ein Hochwasserrisiko dar.
Bauernhaus und Dorfstruktur
Das Siebers Hus ist ein Rheintalhaus aus dem 17. Jahrhundert. Das Gebäude wurde später umgebaut; seine Innenräume spiegeln besonders die Zeit um 1900. Es steht an der Hadeldorfstraße und zeigt die Bauform eines Hofes in der historischen Dorfstruktur. Die Gemeinde führt es als geschütztes Gebäude. St. Agatha ergänzt dieses bauliche Gedächtnis als Pfarrkirche: Eine Kapelle am Standort wurde 1477 errichtet, 1724 kam ein Ausbau zur Kirche hinzu. Die Gebäude erzählen unterschiedliche Teile der Ortsgeschichte – bäuerliches Leben und gemeinschaftliche religiöse Organisation.
Alltag am Rand der Region
Meiningen bietet Kindergarten, Volksschule, betreutes Wohnen und örtliche Nahversorgung. Der Sportplatz ist ein Treffpunkt für Kinder- und Erwachsenenmannschaften des SK Meiningen. Am Angelparadies Güfel können Gäste selbst fischen und den Umgang mit den Fischen kennenlernen; es liegt an der Tannenfeldstraße. Daneben kontrolliert ein Wanderwegwart die Beschilderung der örtlichen Spazier- und Radwege. Der Rhein, die Feuchtgebiete und die weiten Felder geben diesen Wegen einen anderen Charakter als den Straßen der nahen Zentren.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Meiningen (Vorarlberg) – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Geschichte & Archiv – Gemeinde Meiningen
- Wander- und Freizeitkarte Vorderland – Gemeinde Meiningen
- Sportanlagen – Gemeinde Meiningen
- Güfel Forellen – Die Frischen vom Ländle
- Über uns – Lisilis Biohof
- STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetab
Stand der Angaben: 15.10.2026
