HINZENBACH KENNENLERNEN
Hinzenbach: Gemüsefelder, Schanzen und ein Moorrand
Hinzenbach verbindet die Gemüsefluren des Eferdinger Beckens mit hügeligem Gelände am Übergang zum Hausruck. Sie liegt etwa 20 Kilometer westlich von Linz. Die Gemeinde zählt 2.053 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 14,61 km².
Ackerland und ansteigende Hügel
Das Zentrum liegt auf etwa 270 Metern Höhe. Nach Westen steigt das Gelände zum Kirnberg an, dem höchsten Punkt der Gemeinde mit 435 Metern. Rund 73 Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, etwa zehn Prozent sind Wald. Hinzenbach besteht aus 15 Ortschaften und den Katastralgemeinden Hinzenbach, Oberrudling und Wackersbach. Die offene Agrarlandschaft ist daher ein prägender Teil des Ortsbilds. Sie reicht bis an die Siedlungen und macht die Übergänge zwischen Dorf, Feld und Hang im Alltag sichtbar. Der Bahnhof Eferding liegt direkt an der Gemeindegrenze; die B129 ist die wichtigste Straßenverbindung. Das verbindet die ländliche Wohnlage mit dem nahen Bezirkszentrum.
Gemüsebau und Verarbeitung vor Ort
2024 zählte Statistik Austria in Hinzenbach 173 Arbeitsstätten mit 870 Beschäftigungsverhältnissen. Am heutigen efko-Standort nahm 1943 ein Zweigwerk der Znaimer Konservenfabrik Karl Rosenberger KG die Gemüseverarbeitung auf. 1954 hieß die Gesellschaft Gartenbaugenossenschaft Konservenfabrik (efko) GmbH; die efko Frischfrucht und Delikatessen GmbH entstand 1976. Heute verarbeitet efko Obst und Gemüse zu Konserven und Feinkost, darunter Gurken, Kraut und Rote Rüben. Zum Sortiment gehören auch Obstkonserven und Frischware; im Handel bietet efko außerdem Salat und Frischgemüse an. Für 2024 weist das Unternehmen 21.500 Tonnen verarbeitete Obst- und Gemüsemenge aus; das ist eine Unternehmenskennzahl. Landwirtinnen und Landwirte aus der Gemüseregion liefern Feldfrüchte über kurze Wege zur Weiterverarbeitung.
Skisprung in der Energie-AG-Arena
Seit den 1930er Jahren wird in Hinzenbach auf Schanzen trainiert. Aus der lokalen Anlage entwickelte sich die heutige Energie-AG-Skisprung-Arena, deren größere Normalschanze 2010 eröffnet wurde. Hier finden Wettbewerbe im Sommer-Grand-Prix und im Frauen-Weltcup statt. Für die Gemeinde bedeutet die Anlage ein ungewöhnliches Sportprofil inmitten der Agrarlandschaft: Der Schanzenweg verbindet die Anlage mit Wegen durch die hügelige Umgebung. Der Weg beginnt beim Gemeindeamt und ist als Rundweg mit 6,7 Kilometern ausgewiesen. Er verbindet den Blick auf die Sprunganlage mit den Ausblicken in Richtung Eferdinger Becken. Die Schanze ist zugleich Trainings- und Wettkampfstätte; Termine sind saisonabhängig. Der Verein fördert auch den Nachwuchs und veranstaltet regionale Bewerbe.
Erinnerungsorte aus zwei Jahrhunderten
Im Seebacher Moos, im Norden der Gemeinde, erinnert ein Grabmal an Stefan Fadinger und Christoph Zeller. Beide Bauernführer wurden 1626 bei der Belagerung von Linz tödlich verwundet; 1627 ließ der bayerische Statthalter ihre Leichen exhumieren und im Moos nahe Seebach verscharren. Straßennamen wie Anton-Glas-Straße und Chr.-Zeller-Weg halten die Namen im örtlichen Wegenetz präsent. Die erste schriftliche Nennung des Ortsnamens Hinzenbach stammt aus der Zeit zwischen 1130 und 1145. Der konkrete Erinnerungsort im Moos verankert die überregionale Geschichte damit in der Gemeinde.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA: Arbeitsstätten, Gemeindeergebnisse 2024
- efko: Unternehmensgeschichte
- Oberösterreich Tourismus: Hinzenbach
- UVB Hinzenbach: Schiclub und Skisprunganlage
- efko: Unternehmensprofil efko
- efko: Produkte aus der Eferdinger Gemüseregion
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Hinzenbach – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Herzlich willkommen in der Gemeinde Hinzenbach - Startseite
Stand der Angaben: 10.10.2026
