ALKOVEN KENNENLERNEN
Alkoven zwischen Donauauen und Hartheim
Alkoven verbindet den offenen Landschaftsraum des Eferdinger Beckens mit der Geschichte von Schloss Hartheim. Die Gemeinde im Bezirk Eferding zählt am 1. Jänner 2026 6.137 Einwohnerinnen und Einwohner und umfasst 42,57 Quadratkilometer. Der Hauptort liegt an der B 129; nach Süden steigt das Land aus der flachen Ebene merklich an.
Zwischen Becken und Donau
Der Siedlungsraum ist kein einzelner kompakter Ort: Das Gemeindegebiet umfasst zwanzig Ortschaften und sechs Katastralgemeinden. Rund um Alkoven öffnet sich das Eferdinger Becken, während sich südlich davon höhere, stärker bewaldete Bereiche anschließen. Die Donau und ihre Auen gehören ebenfalls zum Gebiet. Diese Mischung aus ebenen Nutzflächen, Gewässerrand und ansteigendem Hinterland erklärt, warum sich Landwirtschaft, Siedlungen und Verkehrsachsen auf engem Raum begegnen. Die Bundesstraße 129 folgt auf weiten Strecken einer Geländekante; die Linzer Lokalbahn erschließt den Hauptort und mehrere Siedlungsbereiche. Für den Alltag ist damit die Verbindung zu Linz und Eferding ein prägender Teil der Lage, während Radwege den Ort auch in den Donauraum einbinden.
Arbeit zwischen Gemüsebau und Dienstleistungen
Die Arbeitsstättenstatistik für 2024 weist in Alkoven 457 Arbeitsstätten aus; 16,2 Prozent davon lagen im primären, 11,4 Prozent im sekundären und 72,4 Prozent im tertiären Sektor. In diesen Arbeitsstätten waren 1.693 Beschäftigungsverhältnisse registriert. Gezählt werden Arbeitsstätten und Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort. Zum regionalen Umfeld passt der Gemüsebau des Eferdinger Beckens: Das Land Oberösterreich nennt Alkoven als Teil des Eferdinger Landls, in dem Gemüse- und Obstbau sowie deren Verarbeitung wichtige Tätigkeiten sind. Der örtliche Betrieb Linzner Metallbau fertigt unter anderem Beschattungssysteme, Balkone und Stahlkonstruktionen. LILO und B 129 verbinden den Ort mit Linz und Eferding.
Hartheim als Lern- und Gedenkort
Schloss Hartheim prägt Alkoven auf eine Weise, die weit über die Architektur hinausreicht. Das Renaissanceschloss war von 1940 bis 1944 eine der nationalsozialistischen Tötungsanstalten; rund 30.000 Menschen wurden dort ermordet. Seit 2003 ist das Haus Lern- und Gedenkort. Die Ausstellung verbindet den historischen Ort mit Fragen nach Ausgrenzung, Eugenik und den Folgen nationalsozialistischer Gewalt. Das Denkmal im Emlinger Holz erinnert an die Bauernkriegsschlacht vom 9. November 1626, bei der sich aufständische Bauern und kaiserliche Truppen gegenüberstanden. Beide Orte erzählen von Gewalt in unterschiedlichen Jahrhunderten, verlangen aber eine klare Unterscheidung: Hartheim steht für systematischen Massenmord im Nationalsozialismus, das Emlinger Holz für einen Konflikt der Frühen Neuzeit.
Ortsleben und Wege
Im Gemeindealltag treffen Einrichtungen für mehrere Generationen auf ein Netz kleinerer Ortskerne. Die Gemeinde führt Kindergärten in Alkoven und Straßham sowie einen integrativen Kindergarten und Hort in Hartheim; dazu kommen Volksschulen, Mittelschule und Musikschule. Der Weg der Vielfalt verknüpft den Donauradweg mit Schloss und Institut Hartheim und führt durch die Donauauen. Die Haltestellen der Linzer Lokalbahn verteilen sich über das Gemeindegebiet; zugleich bildet die B 129 die direkte Straßenachse zwischen Linz und Eferding.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Alkoven (Oberösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeinde Alkoven - Home
- Geschichte - Gemeinde Alkoven - Home - Gemeindeamt - Wissenswertes - Geschichte
- STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung 2024
- Land Oberösterreich – Eferding: Geschichte und Geografie
- Gemeinde Alkoven – Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim
- Linzner Metallbau – Leistungen
- Gemeinde Alkoven – Weg der Vielfalt
Stand der Angaben: 10.10.2026
