GEMEINDE · TIROL

Bruck am Ziller

Zwischen Inntal und Zillertal prägen ein kompakter Dorfkern und landwirtschaftlich genutzte Hänge den Ort.

GEMEINDEKENNZIFFER70904
Bruck am Ziller mit Blick ins Zillertal
Bruck am Ziller mit Blick ins Zillertal · Foto: Ricardalovesmonuments · „Bruck am Ziller v d Wanderweg zur Fiechterkapelle“ · Wikimedia Commons · CC BY 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 119
01.01.2026
Fläche
6,01 km²
Bevölkerungsdichte
186,2
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
6260
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

BRUCK AM ZILLER KENNENLERNEN

Bruck am Ziller: Dorf am Übergang ins Tal

Bruck am Ziller liegt am östlichen Ufer des Zillers nahe dessen Mündung in den Inn. Die Gemeinde hat 1.119 Einwohner (1. Jänner 2026) und eine Fläche von 6,01 Quadratkilometern.

Am Zillertal-Eingang

Bruck liegt auf einer niedrigen Terrasse östlich des Zillers, nahe der Einmündung des Zillertals ins Inntal. Der Dorfkern folgt der Talverbindung; oberhalb steigen die Hänge des Bruckerbergs an. Zur Gemeinde gehören außerdem Imming und Höfe am Berg. Zwischen Talboden und Hang liegen deshalb unterschiedliche Wohnlagen auf nur 6,01 Quadratkilometern. Die Straße über den Kerschbaumer Sattel führt nach Reith im Alpbachtal und eröffnet neben der Verbindung entlang des Zillers einen zweiten Weg aus dem Ort. Vom Dorf aus sind die Nachbarorte des Inntals rasch erreichbar, während Wanderwege am Hang zu deutlich höher gelegenen Zielen führen.

Brücken, Bergbau und Pfarrkirche

Bruck ist seit dem späten 12. Jahrhundert schriftlich belegt; der Ortsname verweist auf einen Übergang über den Ziller. Später gehörte es zum Gericht Rattenberg und wurde 1811 selbständige Gemeinde. Im 16. und 17. Jahrhundert suchte man am Reitherkogel nach Kupfer und Silber. Diese zeitweilige Rohstoffgewinnung gehört zur Ortsgeschichte, prägt die heutige Arbeit aber kaum. Die Pfarrkirche zum heiligen Leonhard steht im Dorfzentrum. Als Gottesdienstort verbindet sie die ältere Siedlung mit dem heutigen Dorfleben. Die Lage am Taleingang blieb dagegen dauerhaft wichtig: Wer von hier talaufwärts fährt, wechselt vom breiten Inntal in den engeren Zillerkorridor.

Kleinbetrieb, Landwirtschaft und Pendeln

In der Arbeitsstättenzählung 2024 weist Bruck 82 Arbeitsstätten und 133 Beschäftigte an diesen Arbeitsstätten auf. Höfe nutzen Grünland im Tal und am Hang und halten Vieh; daneben bestehen kleine Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe. Der Arbeitsort Bruck ist allerdings nicht mit dem Wohnort seiner Erwerbstätigen gleichzusetzen: 86,8 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz in der Gemeinde pendelten aus. Die Nähe zu den größeren Arbeitsorten im Inntal erklärt die praktische Bedeutung der Verkehrsverbindungen. Für den Ort bleiben die Höfe und lokalen Dienste dennoch eigene Wirtschaftsstandorte.

Ein Dorf mit kurzen lokalen Wegen

Das überschaubare Zentrum umfasst Gemeindeamt, Pfarrkirche, Volksschule und Kinderbetreuung. Die Pfarrkirche ist ein aktiver Gottesdienstort; Termine veröffentlicht die Pfarre. Vereine bieten weitere Treffpunkte im Dorf. Für Bewohner der höher gelegenen Höfe liegen diese Einrichtungen nicht auf demselben kurzen Weg wie für Haushalte im Kernort. Die Gemeinde informiert über Ortsbus und Mitfahrbörse als Ergänzung zu den Verkehrsverbindungen im Tal. Gerade bei Fahrten zu Schule, Einkauf oder Arbeit ist die Abstimmung mit den Verbindungen Richtung Inntal wichtig. Die Nähe zu Jenbach und anderen Nachbarorten erweitert das Angebot, das Bruck selbst vorhält. Zugleich beginnt im Dorf eine Wanderroute zum Reither Kogel, die vom Gemeindehaus über die Bergflanke hinaufführt. So liegen tägliche Wege im Tal und Freizeitwege am Hang dicht beieinander.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 15.10.2026

GEOGRAFIE

Bruck am Ziller auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung997
31.10.2021 · Registerzählung1 146
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 119

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
327
NUTS-3-Region
Tiroler Unterland (AT335)

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