FINKENBERG KENNENLERNEN
Finkenberg: am Eingang zu den hinteren Zillertaler Gründen
Finkenberg zählt 1.413 Einwohner (1. Jänner 2026) und umfasst 171,54 Quadratkilometer im Bezirk Schwaz.
Eine große alpine Gemeinde
Finkenberg liegt am Eingang des Tuxertals, rund drei Kilometer südwestlich von Mayrhofen. Der Ortskern liegt auf 839 Metern Seehöhe; das Gemeindegebiet reicht weit in die hinteren Gründe bis zum Alpenhauptkamm. Dazu gehört der Schlegeisgrund mit seinem Speichersee. In Dornauberg-Ginzling trennt der Zemmbach die Gemeindegebiete Finkenberg und Mayrhofen, obwohl beide Ufer einen gemeinsamen Ort bilden. Oberhalb der bewohnten Hänge folgen Almen und Hochgebirge. Der Hochfeiler erreicht 3.510 Meter und gilt als höchster Gipfel der Zillertaler Alpen. Die große Fläche sagt deshalb wenig über die Größe der Siedlung aus: Ein erheblicher Teil ist alpines Gelände.
Ein Dorf mit zwei Seiten des Bachs
Finkenberg wurde 1389 erstmals urkundlich genannt. Die Pfarrkirche geht auf ältere Kapellen zurück; der heutige Bau entstand um 1720. Neben Landwirtschaft prägten andere Erwerbszweige die Geschichte: Das Magnesitwerk im Tuxertal beschäftigte zwischen 1920 und 1976 viele Bewohner. Nach dem Ersten Weltkrieg kam der Schlegeisgrund zu Finkenberg; damit verlagerte sich die Gemeindegrenze bis zum Alpenhauptkamm. Dornauberg-Ginzling hat wegen seiner Lage an zwei Gemeindegebieten eine besondere Verwaltung. Die Teilung am Zemmbach ist auf der Karte eine Grenze, im Ort jedoch Teil eines gemeinsamen Siedlungsraums.
Tourismus, Bau und Stromerzeugung
Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Finkenberg 172 Arbeitsstätten und 579 Beschäftigte an diesen Standorten. Im Sommer 2025 verzeichnete die Tiroler Landesstatistik 189.459 Nächtigungen in der Gemeinde. Hotels und Gastronomie versorgen Gäste, während die Finkenberger Almbahnen den Zugang zum Penken organisieren. Hinzu kommt die Wasserkraft im Schlegeisgrund: Der Speicher versorgt das Pumpspeicherkraftwerk Roßhag mit Wasser. Der Betreiber verortet dieses bei Ginzling; die Gemeinde nennt außerdem Bösdornau als Kraftwerksstandort. Almbewirtschaftung und Baugewerbe ergänzen diese Tätigkeiten. Die Zahlen und Beispiele zeigen Arbeitsplätze im Dorf, am Berg und in den hinteren Talräumen.
Finkenberg und Ginzling-Dornauberg
Finkenberg und Dornauberg-Ginzling liegen in unterschiedlichen Talsituationen. Der Hauptort ist Ausgangspunkt für Wege am Penken und besitzt mit Pfarrkirche, Kapellen und Freizeitanlagen eigene Treffpunkte. In Ginzling stehen eine Kirche sowie Einrichtungen wie Feuerwehr und Bergrettung; von dort führt die Alpenstraße zum Schlegeisspeicher. Der Zemmbach teilt den Ort zwischen Finkenberg und Mayrhofen, ohne die Wege zwischen den Ufern zu unterbrechen. Der Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen erschließt mehrere Seitentäler als Schutz- und Wanderraum. Näher am Dorf überspannt die Teufelsbrücke seit 1876 die Tuxklamm. Ein Naturerlebnisweg an der Glocke führt durch einen geschützten Landschaftsteil und macht die Vegetation nahe dem Dorf zugänglich. Daneben gehören Schwimmbad und Sportplätze zum kommunalen Freizeitangebot. Diese beiden erreichbaren Ziele zeigen, dass sich das örtliche Freizeitangebot nicht auf die Bergbahn beschränkt. Die historische Holzbrücke lässt die Tiefe der Klamm erkennen. Die Gemeinde nennt außerdem die Kapellen im Ortsbereich als Ziele für kurze Spaziergänge.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Finkenberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Finkenberg - GEM2GO WEB - Startseite - Gemeindeleben - Wissenswertes - Kurzbeschreibung - Chronik
- Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetabelle
- Gemeinde Finkenberg – Sehenswürdigkeiten
- Gemeinde Finkenberg – Gemeindesteckbrief
- Statistik Tirol – Tourismus im Sommer 2025
- Gemeinde Finkenberg – Wasserkraft
Stand der Angaben: 15.10.2026
