SCHNIFIS KENNENLERNEN
Schnifis: Dorf auf der Sonnenterrasse am Schnifner Berg
Schnifis liegt auf einer Terrasse südlich des Schnifner Berges; zum Gemeindegebiet gehört auch das Glantschtobel. Die Gemeinde zählt 796 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 4,87 Quadratkilometer.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Schnifis – Wikipedia, feste Artikelversion
Terrasse, Tobel und Bergland
Der Ortskern liegt auf 657 Metern Seehöhe. Im Norden begrenzen die südlichsten Berge des Bregenzerwaldgebirges das Glantschtobel; der Hochgerach erreicht 1.985 Meter. Die Gemeinde umfasst damit einen deutlichen Höhenunterschied auf kleiner Fläche. Wiesen und Weiden gehen in Wald und alpine Hänge über, während der Fallersee als kleiner See am Ortsrand einen eigenen Bezugspunkt bildet. Die Seilbahn führt vom Dorf in das Berggebiet am Dünserberg und macht die Hanglage im Alltag wie für Ausflüge erfahrbar. Schnifis ist dabei eine Streusiedlung, deren einzelne Ortsteile und Höfe an den Straßen und Hängen liegen.
Quellen: Schnifis – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Schnifis – Seilbahn Schnifis-Schnifisberg · Gemeinde Schnifis – Wasserversorgung
Milchverarbeitung als örtlicher Schwerpunkt
Die Arbeitsstättenzählung weist für Schnifis 2024 insgesamt 64 Arbeitsstätten und 261 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort aus. Eine sichtbare örtliche Tätigkeit ist die Milchverarbeitung in der Sennerei Schnifis. Sie reift Bergkäse und Schnittkäse, stellt außerdem Sauerkäse und Reibkäsemischungen her und verkauft Käse im eigenen Laden. Damit haben Bauern aus der Region einen Verarbeitungsweg für ihre Milch, während Einwohner und Gäste Produkte direkt im Dorf kaufen können. Der Laden und die Produktion halten verschiedene Arbeitsschritte an einem Standort. Daneben bestehen landwirtschaftliche Höfe und Dienstleistungsbetriebe. Der Pendleranteil zeigt die Verflechtung mit dem Umland: 81,4 Prozent der Erwerbstätigen am Wohnort arbeiteten 2024 außerhalb der Gemeinde.
Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse · Gemeinde Schnifis – Sennerei-Genossenschaft Schnifis · Sennerei Schnifis – Jahresrückblick 2021 · Gemeinde Schnifis – Wirtschaft & Landwirtschaft
Ein Dorf mit früher Kirche und eigener Sennerei
Schnifis wurde 820 als „Senobium“ urkundlich erwähnt. Auch die Kirche ist früh belegt: Schon um 830 stand an ihrer Stelle ein Gotteshaus. Die heutige Pfarrkirche ist Johannes dem Täufer geweiht; nach einem Brand 1971 wurde sie in zeitgenössischer Form wiederhergestellt und 1973 erneut geweiht. Das Dorf war über Jahrhunderte stark bäuerlich geprägt. Im 19. Jahrhundert brachte die Stickereiindustrie zusätzliche Arbeit. Die erste Sennerei am heutigen Standort entstand 1906; sie stärkte die Möglichkeit, Milch gemeinsam zu verarbeiten und Käse vor Ort zu vermarkten. Bis heute prägen Landwirtschaft und Verarbeitung die Verbindung zwischen Höfen und Dorfkern. Aus Schnifis stammt auch der Barockdichter Laurentius von Schnüffis, dessen Lied „Wunderschön prächtige“ weiterhin gesungen wird.
Quellen: Gemeinde Schnifis – Geschichte unseres Dorfes · Gemeinde Schnifis – Pfarrkirche Schnifis · Gemeinde Schnifis – Sennerei-Genossenschaft Schnifis · Gemeinde Schnifis – Laurentius von Schnüffis
Nahversorgung und Wege in die Höhe
Mit Volksschule und Kindergarten bietet Schnifis wichtige Einrichtungen für Familien im Ort. Der Dorfladen, Gasthaus und örtliche Betriebe decken weitere Alltagsbedürfnisse ab. Die Seilbahn Schnifis–Schnifisberg ist nicht nur ein Verkehrsangebot für Gäste: Sie verbindet den Ort mit dem Berggebiet und erschließt den Henslerstüble-Bereich. Die Bahn fährt je nach Saison an unterschiedlichen Tagen; die Gemeinde verlinkt den aktuellen Fahrplan des Betreibers. Am Fallersee ist eine Wassertrete eingerichtet, die ursprünglich für Gäste des früheren Bades gedacht war. Diese Wasser- und Landschaftsorte machen die Nähe zur Natur im Ortsleben erfahrbar. Für viele Wege bleiben dennoch die Nachbargemeinden wichtig. Zwischen Schule, Laden und Talstation hat Schnifis eigene Anlaufpunkte; die verstreuten Höfe und Hanglagen liegen deutlich weiter auseinander.
Quellen: Gemeinde Schnifis – Startseite · Gemeinde Schnifis – Seilbahn Schnifis-Schnifisberg · Gemeinde Schnifis – Wasserversorgung · Schnifis – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Schnifis – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeinde Schnifis – Pfarrkirche Schnifis
- Gemeinde Schnifis – Geschichte unseres Dorfes
- Gemeinde Schnifis – Seilbahn Schnifis-Schnifisberg
- Gemeinde Schnifis – Sennerei-Genossenschaft Schnifis
- Gemeinde Schnifis – Wirtschaft & Landwirtschaft
- Sennerei Schnifis – Jahresrückblick 2021
- Gemeinde Schnifis – Wasserversorgung
- Gemeinde Schnifis – Laurentius von Schnüffis
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse
- Gemeinde Schnifis – Startseite
Stand der Angaben: 15.10.2026
