SULZ KENNENLERNEN
Sulz: Kunststoffverarbeitung und alte Gerichtsgeschichte
Zwischen den Flüssen Frutz und Frödisch liegt Sulz im Vorarlberger Vorderland. Die Gemeinde im Bezirk Feldkirch zählt 2.713 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 3,02 Quadratkilometer. Ihre geringe Fläche, die dichte Siedlung und die zentrale Lage nahe dem Rheintal prägen den Alltag ebenso wie die lange Verbindung mit den Nachbarorten.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · sulz-geschichte
Zwischen zwei Flüssen
Die Frutz bildet im Süden, die Frödisch im Osten markante Gemeindegrenzen. Sulz liegt auf rund 495 Metern Seehöhe im Vorarlberger Vorderland, am Übergang vom Rheintal zu den ansteigenden Hängen. Die kurze Distanz zu den Nachbargemeinden macht den Ort Teil eines eng verbundenen Siedlungsraums. Das Gemeindegebiet ist klein; landwirtschaftliche Flächen, Gärten und bebaute Bereiche liegen daher nahe beieinander. Der Ortskern mit Pfarrkirche und historischen Gebäuden steht in einer Umgebung, die zugleich vom Wohnen und von Wegen in die Nachbarorte geprägt ist.
Quellen: Sulz (Vorarlberg) – Wikipedia, feste Artikelversion · sulz-geschichte
Produktion und Dienste im Vorderland
Für Sulz weist die Arbeitsstättenzählung 2024 insgesamt 228 Arbeitsstätten und 1.402 Beschäftigte am Arbeitsort aus; 42,7 Prozent dieser Beschäftigten entfielen auf den sekundären Sektor. Ein konkreter Produktionsstandort ist FRIES Kunststofftechnik. Das Unternehmen entwickelt und fertigt in Sulz unter anderem Mehrwegverpackungen, Spülkörbe und technische Formteile. Daneben gehören Restaurants und Beherbergung zum örtlichen Angebot. Das Alte Gericht betreibt im historischen Gebäude ein Restaurant mit mehreren Stuben und einem Seminarraum; im Sommer wird auch der Kastaniengarten genutzt. Sulz vereint damit einen konkreten industriellen Produktionsstandort mit Gastronomie und anderen Diensten im kompakten Gemeindegebiet.
Quellen: statistik-aest-2024 · FRIES Kunststofftechnik: Produktion in Sulz · Altes Gericht: Restaurant und Historik
Gerichtsort und Pfarrgemeinde
Der Name Sulz erscheint um 850 als „Sulles“ im rätischen Güterverzeichnis. Bis 1784 war der Ort mit Rankweil als Doppelgericht verbunden; die Gerichtsstätte lag auf dem heutigen Sulnerberg. Zur früheren Großgemeinde gehörten zeitweise auch Weiler, Röthis, Klaus, Viktorsberg, Fraxern und Zwischenwasser. Die Pfarrkirche St. Georg steht am Jergenberg, wo schon im Mittelalter eine Kapelle belegt ist. Sulz wurde 1843 zur eigenen Pfarre; die heutige Kirche entstand 1903 und 1904. Der benachbarte Ansitz Jergenberg dient heute als Pfarrhof. Von 1676 bis 1744 lebten jüdische Familien in Sulz; Ausschreitungen führten zu ihrer Vertreibung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs der Ort stark: Zwischen 1951 und 1981 verdoppelte sich die Einwohnerzahl, während sich das Baugebiet annähernd verdreifachte.
Quellen: Sulz (Vorarlberg) – Wikipedia, feste Artikelversion · sulz-geschichte · sulz-pfarre
Ein Ort mit nahen Angeboten
Eine Volksschule und die gemeinsam mit Röthis geführte Mittelschule sind wichtige Einrichtungen für Kinder und Jugendliche. Westlich des Orts liegt die Haltestelle Sulz-Röthis an der Bahnstrecke Lindau–Bludenz; von dort fahren Züge der S-Bahn Vorarlberg. Die Bahnstation erschließt nicht nur Sulz, sondern auch den Nachbarort Röthis. Die kleinen Gemeindegebiete und die zusammenhängende Bebauung führen dazu, dass Wege zu Schule, Einkauf oder Bahnhof häufig über die Ortsgrenze verlaufen. Zugleich liegen Frutz und Frödisch nahe an den Wohngebieten. Von der Haltestelle aus bestehen Verbindungen zu weiteren Gemeinden im Rheintal und zum Knoten Feldkirch. Die Nähe des Bahnhofs macht den überörtlichen Weg zur Schule oder Arbeit ohne Auto möglich.
Quellen: Sulz (Vorarlberg) – Wikipedia, feste Artikelversion · sulz-geschichte · STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 15.10.2026
