ÜBERSAXEN KENNENLERNEN
Übersaxen: Landwirtschaft und Moore über dem Rheintal
Übersaxen liegt oberhalb des Rheintals am Hang zum Laternsertal. Die Vorarlberger Gemeinde im Bezirk Feldkirch hat 638 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und eine Fläche von 5,76 Quadratkilometern. Zwischen Siedlungsflächen, Weiden und bewaldeten Hängen bestimmen landwirtschaftliche Nutzung und die Nähe zu geschützten Moorlandschaften das Ortsbild.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · uebersaxen-natur
Am Hang über dem Rheintal
Übersaxen liegt auf einer Geländestufe oberhalb von Rankweil am südlichen Hang des Laternsertals. Vom Dorf aus öffnet sich der Blick ins Rheintal und zu den Bergen. Das Gemeindegebiet reicht vom Siedlungsbereich über Wiesen und Weiden bis zu höher gelegenen Alpflächen. Steilere Hänge wechseln mit flacheren Terrassen; Höfe und bewirtschaftete Flächen gliedern die Landschaft. Die Landesstraße stellt die Verbindung zu den Orten im Tal her. Von Übersaxen führen Wege zur Gulmalpe und weiter in die höher gelegene Landschaft des Walserkamms. Die Lage am Hang gibt dem Dorf eine andere räumliche Gestalt als den dichter bebauten Orten am Talboden.
Quellen: Übersaxen – Wikipedia, feste Artikelversion · uebersaxen-natur
Landwirtschaft hält die Wiesen offen
Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Übersaxen 46 Arbeitsstätten mit 88 Beschäftigten am Arbeitsort; 87,1 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Die Gemeinde nennt 26 landwirtschaftliche Betriebe, darunter sechs im Haupt- und 18 im Nebenerwerb. Tierhaltung und Futterwirtschaft halten Wiesen und Weiden am Hang offen. Die Gemeinde fördert Tierhaltung und den örtlichen Viehzuchtverein. Zur Agrargemeinschaft gehört die Gulmalpe auf 1.217 Metern Seehöhe mit 19,50 Hektar Almfläche. Dort wurde der Stall 2002 erneuert. Die Bewirtschaftung reicht also über die Dorfflächen hinaus in die Alpzone und verbindet örtliche Arbeit mit der Pflege der Kulturlandschaft.
Quellen: statistik-aest-2024 · uebersaxen-natur
Moore und artenreiche Wiesen
Fünf Biotope sind im Gemeindegebiet ausgewiesen, darunter Moore bei Vorvilorsch, das Turbaried sowie Moor- und Magerwiesen bei Lutzenböden und am Gröllerkopf. Das Europaschutzgebiet Übersaxen-Satteins gehört zum Natura-2000-Netz. An der Grenze zu Satteins bieten Riedwiesen und Trockenrasen Lebensraum für Sumpf-Gladiolen und seltene Schmetterlinge wie den Goldenen Scheckenfalter. Die verschiedenen Feucht- und Trockenstandorte liegen nahe an landwirtschaftlich genutzten Flächen. Auch Linden bei Baderlie und Rössle stehen als Naturdenkmäler unter Schutz. So lässt sich die örtliche Natur nicht auf ein einzelnes Moor reduzieren: Hangwiesen, Riedflächen und Baumdenkmäler zeigen unterschiedliche Lebensräume auf engem Raum.
Quellen: Übersaxen – Wikipedia, feste Artikelversion · uebersaxen-natur
Kapellen als kleine Ortszeichen
Die St.-Anna-Kapelle auf der Romanshöhe wurde 1974 erbaut. Sie steht oberhalb der Siedlung an einem Weg, der vom Dorfplatz zur Gulmalpe führt. Auch die St.-Rochuskapelle wird von der Gemeinde als Sehenswürdigkeit geführt. Beide Kapellen sind kleine Ziele für einen Gang durch den Ort und seine Hanglandschaft. Die Pfarrkirche St. Bartholomäus steht dagegen im Dorf selbst. Das Nebeneinander von Dorfkirche und Kapellen zeigt, dass sich die religiösen Orte in Übersaxen über verschiedene Höhenlagen verteilen. Die Wege bieten auch einen Blick auf die landwirtschaftlich genutzten Hangflächen.
Quellen: uebersaxen-kapelle · uebersaxen-sehenswuerdigkeiten · Übersaxen – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Übersaxen: Bewegung
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 15.10.2026
