MARKTGEMEINDE · TIROL

Nußdorf-Debant

Marktgemeinde im Talboden mit weitem Debanttal

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Bauernhof Fasching in Nußdorf-Debant
Bauernhof Fasching in Nußdorf-Debant · Foto: Michael Kranewitter, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 · „Bauernhof Fasching Wohngebäude I“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
3 459
01.01.2026
Fläche
53,45 km²
Bevölkerungsdichte
64,7
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
9990
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

NUSSDORF-DEBANT KENNENLERNEN

Nußdorf-Debant: Stadtnahe Arbeit, alpine Landschaft

Nußdorf-Debant verbindet zwei sehr verschiedene Räume: Im Süden liegt der dicht besiedelte Talboden nahe Lienz, im Norden öffnet sich das lange Debanttal bis in die Schobergruppe. Die Marktgemeinde zählt 3.459 Einwohner (1. Jänner 2026) und umfasst 53,45 Quadratkilometer.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Nußdorf-Debant – Wikipedia, feste Artikelversion

Zwei Siedlungszentren am Rand des Nationalparks

Die Ortsteile Debant und Nußdorf haben eigene Zentren, während das Gemeindegebiet weit ins Gebirge reicht. Rund zwei Drittel der Fläche gehören zum Nationalpark Hohe Tauern; das Debanttal prägt damit die Landschaft ebenso stark wie die Siedlungen im Lienzer Becken. Der Debantbach durchzieht das Tal und wird im Unterlauf durch Kraftwerksstufen energetisch genutzt. Im besiedelten Süden zeigt sich dagegen die Nähe zur Bezirkshauptstadt: Wohnen, Einkaufen und Arbeiten sind eng mit Lienz verflochten. So ist die Gemeinde zugleich Ausgangspunkt für alpine Wege und ein Standort mit städtisch geprägtem Alltag.

Quellen: Nußdorf-Debant – Wikipedia, feste Artikelversion · Natur- und Kulturlehrweg Debanttal – Osttirol Tourismus

Handel und Gewerbe als Arbeitsstandort

Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Nußdorf-Debant 261 Arbeitsstätten und 1.915 Beschäftigte am Standort. Drei Viertel der Arbeitsstätten gehören zu Dienstleistungen; zugleich arbeitet knapp ein Drittel der Beschäftigten im produzierenden Bereich. Die Gemeinde liegt an den Straßenverbindungen durch den Lienzer Talboden und bietet Raum für Handel und Gewerbe. Das Fachmarktzentrum bündelt zehn Geschäfte; daneben liegen ein großer Lebensmittelmarkt, Gastronomie, Apotheke und Sparkasse. Dieses Angebot versorgt Kundschaft aus dem Ort und der Umgebung. Neben dem Einzelhandel gehören Betriebe des Gewerbegebiets zum Arbeitsstandort. Der Kontrast zum weitgehend geschützten Debanttal macht die Konzentration wirtschaftlicher Tätigkeiten im südlichen Siedlungsraum besonders deutlich.

Quellen: Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetab Gebietsstand 2024 · Der Wirtschaftsstandort – Gemeinde Nußdorf-Debant · Fachmarktzentrum Nußdorf-Debant

Spuren aus vorgeschichtlicher und römischer Zeit

Die Besiedlung reicht weit zurück: Am Breitegg wurden Spuren einer Siedlung aus dem späten Neolithikum und der frühen Bronzezeit gefunden. Eine spätere Siedlungsphase ist mit Handwerk verbunden; Hinweise umfassen Keramik- und Tuchherstellung sowie Kupferverarbeitung. Das Gebiet lag außerdem im Umfeld der römischen Stadt Aguntum, deren Zentrum in der Nachbargemeinde Dölsach lag. Auf Nußdorfer Gemeindegebiet wurden Reste einer römischen Villa mit großen Bodenmosaiken dokumentiert. Diese Funde erklären, warum der Talboden nicht bloß Durchgangsraum war: Landwirtschaft, Handwerk und Verkehr machten ihn über lange Zeit attraktiv. Das archäologische Erbe ist heute Teil des regionalen Kulturraums um Aguntum.

Quellen: Nußdorf-Debant – Wikipedia, feste Artikelversion · Museum Aguntum & Archäologischer Park

Kirchen und Ortsleben

Die ältere Pfarrkirche von Nußdorf wurde um 1450 im gotischen Stil errichtet und später erweitert. Debant erhielt 1970 eine eigene moderne Kirche, die 2000 zur Pfarrkirche erhoben wurde; der Wechsel erzählt zugleich vom Wachstum dieses Ortsteils nach dem Zweiten Weltkrieg. Im öffentlichen Leben wirken Schulen, Kinderbetreuung und Vereine als gemeinsame Einrichtungen für beide Siedlungszentren. Ein traditioneller Brauch, das Krapfenschnappen zu Allerheiligen, wird besonders in Nußdorf gepflegt: Kinder ziehen mit geschnitzten Tierköpfen an langen Stangen durch das Dorf und erhalten nach dem „Schnaggln“ Krapfen oder andere Gaben. Der Brauch knüpft das heutige Dorfleben an eine örtliche Überlieferung; in Debant ist er seltener geworden als in Nußdorf.

Quellen: Nußdorf-Debant – Wikipedia, feste Artikelversion · Bürgermeister – Gemeinde Nußdorf-Debant

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 15.10.2026

GEOGRAFIE

Nußdorf-Debant auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung3 282
31.10.2021 · Registerzählung3 412
01.01.2026 · Bevölkerungsstand3 459

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
936
NUTS-3-Region
Osttirol (AT333)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Nußdorf-Debant

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.