GEMEINDE · KÄRNTEN

Mörtschach

Hochalpines Gelände und verstreute Talorte prägen die westkärntner Gemeinde.

GEMEINDEKENNZIFFER20622
Häuser im Mölltal bei Mörtschach
Häuser im Mölltal bei Mörtschach · Foto: Naturpuur · „Mörtschach, Mölltal, Kärnten“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
812
01.01.2026
Fläche
74,85 km²
Bevölkerungsdichte
10,8
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
9842
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

MÖRTSCHACH KENNENLERNEN

Zwischen Mölltal und Astental

Mörtschach liegt im oberen Mölltal, im äußersten Westen Kärntens. Die Gemeinde zählt 812 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 74,85 Quadratkilometer. Ihr Gebiet reicht von der Talsohle bis in die Schobergruppe und schließt alpine Landschaften ebenso ein wie Siedlungen am Talhang.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Mörtschach – Wikipedia, feste Artikelversion

Zwischen Gebirgsgruppen und Möll

Der Hauptort liegt auf rund 950 Metern Seehöhe. Westlich erhebt sich die Schobergruppe, östlich begrenzt der Sadnig als Ausläufer des Sonnblickmassivs den Talraum. Im Gemeindegebiet liegt das Petzeck, der höchste Gipfel der Schobergruppe. Durch das Tal verläuft die Großglockner Straße B 107. Sie verbindet Mörtschach mit Großkirchheim im Norden und Winklern im Süden. Die heutige Gemeinde setzt sich aus neun amtlichen Ortschaften zusammen: Asten, Auen, Lassach, Mörtschach, Mörtschachberg, Pirkachberg, Rettenbach, Stampfen und Stranach. Zwei Katastralgemeinden, Mörtschach und Stranach, bilden die verwaltungsgeschichtliche Gliederung.

Quellen: Mörtschach – Wikipedia, feste Artikelversion

Das Astental und der Nationalpark

Der Kärntner Teil des Nationalparks Hohe Tauern wurde 1981 eingerichtet. Auf Mörtschacher Gebiet liegen hochalpine Teile der Schobergruppe; die Außenzone beginnt hier an der Waldgrenze zwischen etwa 1.600 und 2.000 Metern. 2005 wurde Mörtschach offiziell zur Nationalparkgemeinde ernannt. Im Astental liegt die rund 1.700 Meter hoch gelegene Ortschaft Asten. Die Volksschule war für lange Zeit die höchstgelegene Schule Kärntens. Sie wurde 2005 aus Spargründen und wegen sinkender Schülerzahlen geschlossen. Landwirtschaft war lange unter schwierigen Bedingungen der Haupterwerbszweig; später gewann der Tourismus an Bedeutung. Für 2008 sind 24.252 Nächtigungen verzeichnet, 2019 waren es 36.664. Nach dem pandemiebedingten Rückgang wurden 2022 wieder rund 30.000 Übernachtungen gezählt.

Quellen: Gemeinde Mörtschach – Chronik · Nationalpark Hohe Tauern – Willkommen in der Nationalparkgemeinde Mörtschach · Mörtschach – Wikipedia, feste Artikelversion · Örtliches Entwicklungskonzept 2025, Bestandsaufnahme Naturschutz

Eine Gemeinde mit wechselnder Zugehörigkeit

Mörtschach ist 1256 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname wird auf das slawische „Mori´ce“ zurückgeführt. Im Mittelalter trug der Goldbergbau zur Besiedlung bei; aus den Bergbauknappen gingen später landwirtschaftliche Siedler hervor. Bei der Bildung der Ortsgemeinden 1850 gehörten die Katastralgemeinden Mörtschach und Stranach zunächst zu Winklern. 1898 wurden sie zur Ortsgemeinde Mörtschach vereinigt. Die Gemeindereform von 1973 führte erneut zur Zusammenlegung mit Winklern. Nach einer Volksbefragung, bei der 78 Prozent für Eigenständigkeit stimmten, wurde Mörtschach 1991 wieder selbstständig.

Quellen: Mörtschach – Wikipedia, feste Artikelversion

Kirchen im Tal

Die Pfarrkirche St. Leonhard steht auf einer Anhöhe im Hauptort. Ihr spätgotischer Bau wurde 1516 errichtet; die Jahreszahl steht am Westportal. Das spitzbogige, westseitige Portal besitzt ein Serpentin-Gewände mit Rundstabrahmung, Wappen und Weihekreuz. Das einschiffige Langhaus umfasst vier Joche, der Chor schließt in fünf Achtecken. Der Südturm besitzt Spitzbogenfenster und einen Spitzgiebelhelm. In der Kirche befindet sich die Fleißner-Madonna, die Max Domenig 1931 geschnitzt hat. In Auen liegt die Wallfahrtskirche Maria Hilf, ein kleiner Bau mit Chor, zweiachsigem Langhaus und Giebeltürmchen; ihre Errichtung wird mit 1806 angegeben. Im Gemeindegebiet stehen außerdem die Marienkapelle und die Wallnerkapelle.

Quellen: Gemeinde Mörtschach – Pfarrkirche St. Leonhard · Mörtschach – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Mörtschach – Chronik

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Mörtschach auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung823
31.10.2021 · Registerzählung823
01.01.2026 · Bevölkerungsstand812

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
384
NUTS-3-Region
Oberkärnten (AT212)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Mörtschach

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.