GAIMBERG KENNENLERNEN
Gaimberg: Sonnenseite über Lienz
Gaimberg liegt am sonnigen Hang nördlich von Lienz. Die Gemeinde umfasst 840 Einwohner (1. Jänner 2026) auf 7,28 Quadratkilometern. Ihr Siedlungsgebiet steigt von den Höfen und Weilern im Talbereich bis zum Zettersfeld an; so verbindet der kleine Ort die Nähe zur Bezirkshauptstadt mit einem unmittelbaren Zugang zur Berglandschaft.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Gaimberg – Wikipedia, feste Artikelversion
Höfe am Südhang
Grafendorf bildet den kirchlichen und historischen Kern, während Ober- und Untergaimberg mit Weilern und Einzelhöfen den Hang hinaufreichen. Der Wartschenbach markiert im Osten die Grenze zu Nußdorf-Debant; südlich liegt Lienz, westlich die Nachbargemeinde Thurn. Die Höhenlage reicht von ungefähr 700 Metern bis zum Zettersfeld, ohne dass die Gipfel selbst zum Gemeindegebiet gehören. Gaimberg ist damit kein dichtes Straßendorf, sondern ein Gefüge aus Hoflagen, Siedlungen und dem Dorfkern. Die sonnige Exposition ist im Alltag sichtbar: Landwirtschaftliche Flächen liegen oberhalb des Lienzer Talbodens, während die Stadt für Arbeit und Versorgung nahe bleibt. In Untergaimberg steht außerdem eine alte Stieleiche am Hangfuß. Der Baum ist als Naturdenkmal geschützt und ergänzt das von Höfen geprägte Ortsbild.
Landwirtschaft, Handwerk und Pendelwege
2024 zählte Statistik Austria in Gaimberg 74 Arbeitsstätten mit 198 Beschäftigten an den Arbeitsorten im Gemeindegebiet. 81,8 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus; die örtliche Wirtschaft ist also klein und zugleich eng mit Lienz verbunden. Ein gutes Viertel der Arbeitsstätten ist dem primären Sektor zugeordnet. Neben Höfen bietet die Gemeinde auch einen touristischen Arbeitsbereich: Die Lienzer Bergbahnen führen hinauf zum Zettersfeld, wo im Sommer Wanderwege und im Winter das Skigebiet erschlossen werden. An der Talstation beginnen die Fahrten; oben ergänzen Wege und Familienpark das Angebot.
Quellen: Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetabelle · Gaimberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Lienzer Bergbahnen – Zettersfeld, Osttirol Tourismus · Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetabelle
Grafendorf und seine Kirche
Grafendorf war historisch ein eigener Siedlungskern am Hang. Beim Wachtlechnerbauer wurden 1935 Reste einer römischen Villa und ein Bruchstück einer Bronzestatue gefunden. Der Name erinnert an das Geschlecht der Grafen von Grafendorf; zeitweise verfügte der Ort über ein eigenes Urbaramt. Heute bündelt sich das Ortsbild um die Pfarrkirche St. Bartholomäus. Der einschiffige Bau steht auf romanischen Fundamenten und wurde im 16. Jahrhundert umgebaut. Gleich daneben liegen Gruftkapelle und ein überdachtes Kruzifix. Die enge Nachbarschaft dieser Denkmale macht Grafendorf als historischen Kern lesbar, während die übrigen Gemeindeteile als Streusiedlungen den Hang hinaufziehen.
Zettersfeld vor der Haustür
Ein Teil des Skigebiets Zettersfeld liegt in Gaimberg; die Talstation der Bergbahn befindet sich im Gemeindegebiet. Im Sommer führt der Familienpark auf dem Plateau über 15 Spielstationen; Kinder lernen dort auch die Tiere der Berglandschaft kennen. Bergbahnen und Wege erschließen zugleich Wanderungen über der Stadt, darunter die einfache Rundtour bei der Faschingalm. Der Bergzugang gehört damit zur räumlichen Erfahrung Gaimbergs, obwohl viele der höheren Gipfel außerhalb der Gemeindegrenze liegen.
Quellen: Familienpark Zettersfeld, Osttirol Tourismus · Lienzer Bergbahnen – Zettersfeld, Osttirol Tourismus · Rundwanderung am Zettersfeld, Osttirol Tourismus
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Gaimberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetabelle
- Familienpark Zettersfeld, Osttirol Tourismus
- Lienzer Bergbahnen – Zettersfeld, Osttirol Tourismus
- Rundwanderung am Zettersfeld, Osttirol Tourismus
Stand der Angaben: 15.10.2026
