FLAURLING KENNENLERNEN
Flaurling zwischen Inntal und Almgebiet
Flaurling reicht vom Inntal bis in hochalpine Lagen südlich des Flusses. Die 1.330 Einwohner zählende Gemeinde im Bezirk Innsbruck-Land umfasst 19,64 Quadratkilometer; ihr Dorf, der Bahnhof und die Höfe am Berg bilden unterschiedliche Siedlungsräume.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Flaurling – Wikipedia, feste Artikelversion
Vom Bahnhof hinauf zum Flaurlinger Berg
Im Tal liegt Flaurling südlich des Inns zwischen Telfs und Innsbruck. Der Kanzingbach mündet hier in den Inn; nach Süden steigt das Gemeindegebiet aus dem Talboden bis in die alpine Bergwelt an. Die Höhenunterschiede prägen den Alltag: Flaurling-Dorf liegt auf der Talflanke, Flaurling-Bahnhof bündelt den Bahnanschluss und gewerbliche Nutzungen, während Flaurling-Berg mit verstreuten Höfen und Almflächen weiter oben liegt. Der Bahnhof an der Arlbergbahn verbindet den Ort mit der S-Bahn Tirol. Im unteren Tal verlaufen außerdem die Völser Straße und die Wege entlang des Inns. So ist Flaurling Wohnort im Inntal und Ausgangspunkt für Bergwege.
Quellen: Flaurling – Wikipedia, feste Artikelversion · Flaurling - www.flaurling.gv.at - Unser Flaurling - Wissenswertes - Zahlen und Fakten · Gemeinde Flaurling – Kirche
Salzweg, Fähre und Rissschloss
Flaurling ist 763 erstmals urkundlich belegt. Seine Lage am Inn gewann im Salzverkehr Bedeutung: Eine Fähre ermöglichte die Querung des Flusses, und ein Salzstadel diente später der Lagerung des Handelsguts. Sichtbar mit der Ortsgeschichte verbunden ist das Rissschloss. Herzog Siegmund ließ es im 15. Jahrhundert als Jagdschloss errichten und übergab es 1479 seinem Hofkaplan Sigmund Ris. Dieser ergänzte den Bau um Kapelle und Bibliothek. Das Schloss macht verständlich, warum Flaurling einst mehr als ein landwirtschaftlich geprägter Talort war: Pfarrliche Aufgaben reichten von hier in die umliegenden Gemeinden. Seit 1816 besteht Flaurling als eigenständige Gemeinde.
Quellen: Flaurling – Wikipedia, feste Artikelversion · Flaurling - www.flaurling.gv.at - Unser Flaurling - Wissenswertes - Chronikwerkstatt
Kleine Arbeitsorte und viele Pendelwege
Die Arbeitsstättenzählung weist für Flaurling am 31. Oktober 2024 insgesamt 82 Arbeitsstätten und 244 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort aus; 88,0 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Gut die Hälfte der Arbeitsstätten gehört zum Dienstleistungsbereich; daneben haben Gewerbe und Landwirtschaft ihren Platz. Die Zahlen passen zu einem Ort, dessen Arbeitsleben sich auf mehrere kleine Standorte verteilt. Im Tal gibt es eine Gewerbezone beim Bahnhof; am Berg bewirtschaften Höfe Grünland und Almflächen. Besuchende können außerdem über den markierten Weg zur Flaurlinger Alm wandern, wo eine bewirtschaftete Hütte Gäste versorgt. Für viele Bewohner liegt der Arbeitsplatz außerhalb der Gemeinde; im Ort selbst bleiben Gewerbezone, Höfe und die Einkehr am Berg wichtige Arbeitsorte.
Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetab (Gebietsstand 2024) · Flaurling - www.flaurling.gv.at - Unser Flaurling - Wissenswertes - Zahlen und Fakten · Gemeinde Flaurling – Flaurlinger Alm
Kirche, Kalvarienberg und Wege in die Berge
Die Pfarrkirche zur heiligen Margaretha liegt mitten im Dorf. An ihrer Stelle ist bereits 1326 eine Kapelle bezeugt; nach mehreren Umbauten erhielt sie im 19. Jahrhundert ein größeres Langhaus. Das Deckengemälde des Tiroler Künstlers Wolfram Köberl stammt aus der Sanierung von 1957/58. Oberhalb des Dorfes führt der Kalvarienberg mit seinen Stationskapellen zu einem offenen Kreuzbau. Die Anlage lädt zu einem kurzen Spaziergang mit Blick über den Talboden ein. Für längere Ausflüge ist die Flaurlinger Alm ein Ziel im südlichen Gemeindegebiet: Der kommunale Wegverlauf führt vom Ortszentrum über den Weiler Schwaighof und die Kanzingbrücke zur Hütte. Bücherei, Kindergarten, Kinderkrippe, Hort und Volksschule gehören zu den Angeboten für Familien im Ort.
Quellen: Gemeinde Flaurling – Kirche · Gemeinde Flaurling – Flaurlinger Alm
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Flaurling – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Flaurling - www.flaurling.gv.at - Unser Flaurling - Wissenswertes - Chronikwerkstatt
- Flaurling - www.flaurling.gv.at - Unser Flaurling - Wissenswertes - Zahlen und Fakten
- Gemeinde Flaurling – Kirche
- Gemeinde Flaurling – Flaurlinger Alm
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetab (Gebietsstand 2024)
Stand der Angaben: 14.10.2026
