GNADENWALD KENNENLERNEN
Gnadenwald auf der Inntalterrasse
Gnadenwald liegt als Streusiedlung auf der Inntalterrasse unterhalb des Karwendels. Die Gemeinde im Bezirk Innsbruck-Land hat 866 Einwohner und 11,50 Quadratkilometer Fläche.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Gnadenwald – Wikipedia, feste Artikelversion
Kirchweiler und Höfe auf der Terrasse
Die Gemeinde liegt oberhalb des Inntals am Fuß des Bettelwurfs. Ihr Siedlungsraum besteht nicht aus einem einzigen Dorfkern: St. Martin und St. Michael sind Kirchweiler, dazu kommen Weiler und verstreute Höfe. Von den höher gelegenen Wegen öffnet sich der Blick über das Inntal zu den Tuxer Alpen. Der Tiroler Jakobsweg führt durch das Gemeindegebiet. Hinter den Häusern beginnt das Wandergebiet, doch Gnadenwald bleibt auch mit Hall und Terfens im Tal verbunden. Wege zwischen Ortsteilen und Einrichtungen gehören zum Alltag. Wald und Almflächen rahmen die Siedlungen; die Landschaft ist zugleich Lebensraum und Grundlage für Freizeitangebote.
Vom Klosterort zur Gemeinde
Funde aus vorgeschichtlicher Zeit belegen eine frühe Besiedlung. 1071 wurde Besitz „locis Walda“ an ein Augsburger Stift übertragen; 1313 ist die „Gemain auf dem Wald“ als selbständige Steuergemeinde belegt. Der Name Gnadenwald setzte sich erst später durch. Eine Einsiedelei bei St. Martin entwickelte sich im 15. Jahrhundert zum Kloster. Nach einem Brand wurde die Anlage ab 1638 neu errichtet und blieb bis 1820 von Einsiedlern bewohnt. Die Pfarrkirche St. Michael bewahrt ein anderes Stück Ortsgeschichte: Ihre Fresken aus dem Jahr 1730 zeigen die damalige Landschaft samt den beiden Kirchen und der örtlichen Tracht. Beide Kirchweiler erklären, warum sich Gnadenwald räumlich über mehrere Zentren verteilt und religiöse Bauwerke bis heute Orientierungspunkte sind.
Kleine Betriebe und Arbeit im Umland
Die Arbeitsstättenzählung erfasste in Gnadenwald am 31. Oktober 2024 90 Arbeitsstätten und 213 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort. 77,4 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Die meisten Arbeitsstätten gehörten zum Dienstleistungsbereich. Neben Gastronomie und Beherbergung gibt es konkretes Handwerk: Die Gemeinde listet eine Tischlerei, die Vollholzmöbel fertigt und alte Möbel repariert. Ein weiteres örtliches Angebot verbindet Landwirtschaft und Besucherwirtschaft: Die Walderalm ist eine Jausenstation und liegt auf einer Wanderroute von Gnadenwald. Handwerk und Einkehr liegen damit in verschiedenen Weilern, während ein Großteil der Erwerbstätigen den Arbeitsweg ins Umland zurücklegt.
Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetab (Gebietsstand 2024) · Gemeinde Gnadenwald – Tischlerei Alois Knapp · Gemeinde Gnadenwald – Walderalm · Hinterhornalm – Betreiberseite
Wanderwege zu den Almen
Die Walderalm liegt auf 1.500 Metern Höhe und ist vom Sportplatz Gnadenwald in etwa eineinhalb bis zwei Stunden zu Fuß erreichbar. Die Gemeinde nennt sie eine Jausenstation mit Blick auf Hundskopf, Karwendel und Tuxer Voralpen. Von dort führen Wege weiter zur Hinterhornalm und zur Ganalm; damit ist die Alm sowohl Ziel für eine Einkehr als auch Verbindung zwischen Wanderwegen. Die saisonale Öffnung richtet sich nach Wetter und Schneelage. Ein zweites Angebot ist die Hinterhornalm, die laut Gemeinde regionale Speisen und ein familienorientiertes Angebot führt. Auf der Terrasse hält die Gemeinde Kindergarten, Kinderkrippe, Mittagsbetreuung und Volksschule bereit. Für Familien liegen Schule und Betreuung auf der Terrasse; andere Arbeits- und Versorgungswege führen hinunter ins Inntal.
Quellen: Gemeinde Gnadenwald – Walderalm · Gnadenwald – Wikipedia, feste Artikelversion · Hinterhornalm – Betreiberseite
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Gnadenwald – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeinde Gnadenwald – Walderalm
- Gemeinde Gnadenwald – Tischlerei Alois Knapp
- Hinterhornalm – Betreiberseite
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetab (Gebietsstand 2024)
Stand der Angaben: 14.10.2026
