TELFS KENNENLERNEN
Telfs: Produktionsort und Zentrum am Fuß der Hohen Munde
Am Fuß der Hohen Munde liegt Telfs als Zentralort im westlichen Oberinntal und als Arbeits-, Einkaufs- und Schulzentrum der Region. Die Marktgemeinde umfasst neben dem Kernort auch Mösern und weitere Ortsteile. Zum Jahresbeginn 2026 lebten 16.467 Einwohner in Telfs; das Gemeindegebiet misst 45,48 Quadratkilometer.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Municipal Economy · Thoeni
Zentraler Ort zwischen Inn und Mieminger Plateau
Telfs liegt in einer weiten Talebene des Inns, westlich von Innsbruck und am Fuß der Hohen Munde. Straßen führen zum Mieminger Plateau und nach Seefeld; die Autobahnanschlüsse Telfs-Ost und Telfs-West binden den Ort an den Fernverkehr. Der Hauptort ist dichter bebaut als die umliegenden Weiler. Im höher gelegenen Mösern liegen Aussichtspunkte, Möserer See und Friedensglocke. Die Gemeinde reicht damit vom städtisch geprägten Talboden bis zu einer touristisch genutzten Hochlage. Von Mösern aus öffnet sich der Blick über das Inntal; der Ortsteil ist über die Straße nach Seefeld erreichbar.
Quellen: Municipal Economy · Friedensglocke
Industrie, Handel und regionale Versorgung
In Telfs wurden 2024 insgesamt 1.214 Arbeitsstätten mit 7.039 Beschäftigten am Arbeitsort gezählt. 62,2 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz Telfs pendelten aus. Der Produktionsbereich ist dennoch sichtbar: Die Thöni Gruppe mit Sitz in Telfs verarbeitet Aluminium zu Profilen und Komponenten, veredelt Oberflächen und produziert Schläuche für Feuerbekämpfung, Landwirtschaft und Industrie. Im Gemeindegebiet sind auch Betriebe des Maschinenbaus ansässig. Handel, Bildung, Sport und Dienstleistungen ergänzen die Industrie und machen Telfs zu einem Arbeitsplatz- und Versorgungsort für Nachbargemeinden. Thönis Aluminiumprodukte werden unter anderem für Fahrzeuge und Transporttechnik verwendet.
Quellen: Arbeitsstättenzählung 2024 · Municipal Economy · Thoeni
Vom Textilort zum vielfältigen Zentrum
Telfs war lange von Textilproduktion geprägt. Die Fabriken brachten Arbeitsplätze und zogen Arbeitskräfte aus anderen Regionen und Ländern an; Spuren der Zeit sind in ehemaligen Fabrikbauten erhalten. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich daneben ein Metall- und Maschinenbaubereich. Heute stehen die alten Fabriken für den Wandel zu einem Ort mit Industrie, Handel, Bildung und Freizeit. Das Schleicherlaufen, ein aufwendiger Fasnachtsbrauch, wurde 1890 neu organisiert und findet seither alle fünf Jahre statt.
Quellen: Municipal History
Schulen, Sport und ein lebendiges Zentrum
Als Zentralort bündelt Telfs Schulen verschiedener Stufen, Sportanlagen, Schwimmbad, Einkaufsmöglichkeiten und Behörden. Das Angebot nutzen auch Menschen aus umliegenden Gemeinden. Der Eduard-Wallnöfer-Platz ist ein zentraler Treffpunkt und Veranstaltungsort; Gastronomie ergänzt das öffentliche Angebot. Der Fußweg durch die Untermarktstraße verbindet Geschäfte mit dem Ortszentrum; dazu kommen Kulturangebote wie die Museen im Noaflhaus. Die Bronzeskulptur des Laternträgers in der Kirchstraße im Zentrum zeigt mit 16 Reliefs die Gruppen des Fasnachtsumzugs.
Quellen: Sehenswürdigkeiten in Telfs
Noaflhaus und Friedensglocke
Im Zentrum vereint das Noaflhaus Fasnachtsmuseum, Heimatmuseum, Chronik und Galerie. Die Ausstellungen erzählen von früher Besiedlung, Handwerk und der Arbeitswelt vergangener Jahrhunderte. Anschließend lohnt die Fahrt hinauf nach Mösern zur Friedensglocke. Der barrierefreie Aussichtspunkt öffnet den Blick über das Inntal und ist in einen Rundwanderweg eingebunden. Zusammen zeigen beide Ziele, dass Telfs neben dem Talort auch die höher gelegene Landschaft rund um Mösern umfasst.
Quellen: Noafl · Friedensglocke
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 14.10.2026
