IRDNING-DONNERSBACHTAL KENNENLERNEN
Zwischen Talboden und Alm
Irdning-Donnersbachtal verbindet drei sehr unterschiedliche Siedlungsräume: den Marktort im Ennstal, das bäuerlich geprägte Donnersbach und das hoch gelegene Donnersbachwald. Die Marktgemeinde im Bezirk Liezen zählt 4.154 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 199,60 km². Seit der Gemeindestrukturreform 2015 gehören die früher eigenständigen Gemeinden Irdning, Donnersbach und Donnersbachwald zusammen.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Irdning-Donnersbachtal – Wikipedia, feste Artikelversion
Ein Zentrum mit mehreren Gesichtern
Irdning ist der zentrale Ort für Bildung, Verwaltung und Versorgung, während die Ortsteile ihre eigene Lage und Funktion behalten. Das Gemeindegebiet reicht vom breiten Ennstal in die Seitentäler und hinauf zu den Almgebieten. Wer vom Tal nach Donnersbachwald fährt, erlebt den Wechsel von offener Kulturlandschaft zu einem engeren, höher gelegenen Bergtal. Die räumliche Trennung ist im Alltag spürbar: Einrichtungen und Verwaltung liegen vor allem im Marktort, während Wege zu Höfen, Weilern und Tourismuszielen größere Distanzen überbrücken. Donnersbachwald bleibt ein eigenständiger Talort mit eigener Pfarrkirche.
Quellen: Irdning-Donnersbachtal – Wikipedia, feste Artikelversion
Almen, Wege und Wintersport
Die Planneralm und die Riesneralm sind zwei alpine Ziele innerhalb der Gemeinde und machen die Höhenlage zu einem wichtigen Teil des Ortsprofils. Auf der Riesneralm erschließen Liftanlagen mehr als 30 Kilometer Pisten; Angebote für Anfänger und eine Kinderskischaukel ergänzen die Abfahrten. Im Sommer richtet sich das Angebot auf Wanderungen und Bergtouren. Die Planneralm ist zugleich Standort einer Latschenbrennerei: Dort wird Öl aus den Ästen der Latschenkiefer gewonnen und in einer Schaubrennerei erklärt. Für Besucher wechseln damit Sport, Einkehr und Einblick in eine regionale Produktion. Die Kinderskischaukel umfasst laut Betreiber fünf Hektar und bietet fünf eigene Abfahrten mit fünf Liftanlagen.
Quellen: Skigebiet Riesneralm Donnersbachwald · Latschenbrennerei Planneralm
Arbeit zwischen Hof, Dienstleistung und Tourismus
Die Arbeitsstättenzählung weist für 2024 in Irdning-Donnersbachtal 422 Arbeitsstätten aus; 25,1 Prozent davon lagen im primären Sektor. In diesen Arbeitsstätten waren 1.652 Beschäftigungsverhältnisse erfasst, 70,2 Prozent im Dienstleistungsbereich. Das beschreibt eine kleinteilige Mischung aus Landwirtschaft, Handwerk, Versorgung und Gästebetrieben, nicht die Zahl der Erwerbstätigen mit Wohnsitz in der Gemeinde. Ein anschauliches Beispiel ist die Latschenbrennerei auf der Planneralm: Sie verarbeitet Krummholz zu Latschenkiefernöl, betreibt eine Schaubrennerei und bietet Führungen an. Die Bergbahnen der Riesneralm schaffen daneben touristische Arbeit rund um Liftbetrieb, Skischule und Gastronomie. Zugleich pendeln 66,4 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort aus.
Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024 · Latschenbrennerei Planneralm · Skigebiet Riesneralm Donnersbachwald
Kirchen und Dorfgeschichte
Ihre historischen Mittelpunkte sind weiterhin erkennbar: In Donnersbach steht die dem heiligen Ägydius geweihte Pfarrkirche beim Schloss, in Irdning prägen Pfarrkirche und ehemaliges Kapuzinerkloster den Ortskern. Die Pfarrkirche Donnersbachwald ist den Heiligen Leonhard und Patritius geweiht. Der Fluss gab Irdning und Donnersbach ihre Namen; eine frühe schriftliche Nennung Irdnings stammt aus dem Jahr 1180. Ihre Geschichte liegt verteilt in den Siedlungen des Tales und der Seitentäler. Die drei Kirchorte zeigen unterschiedliche Siedlungsschwerpunkte, die auch nach der Gemeindefusion sichtbar bleiben. Dazu kommt in Irdning das ehemalige Kapuzinerkloster als bauliche Spur einer anderen religiösen Tradition.
Quellen: Irdning-Donnersbachtal – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 14.10.2026
