SÖLK KENNENLERNEN
Sölk: drei Täler, ein Naturpark
Die Gemeinde Sölk umfasst die Täler von Großsölk und Kleinsölk sowie den Weg über den Sölkpass. Mit 1.450 Einwohnerinnen und Einwohnern (1. Jänner 2026) auf 288,50 Quadratkilometern gehört sie zu den flächengrößten Gemeinden der Steiermark. Ihr Gebiet ist zugleich Naturpark Sölktäler und reicht vom Ennstal bis in die Niederen Tauern.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Sölk – Wikipedia, feste Artikelversion
Drei Ortsteile, lange Wege
Sölk entstand 2015 aus den früheren Gemeinden Großsölk, Kleinsölk und Sankt Nikolai im Sölktal. Die Gemeinde umfasst entsprechend weit auseinanderliegende Siedlungsräume, verbunden durch Talstraßen und den Sölkpass. Im Norden liegt Stein an der Enns im Ennstal; südlich verzweigt sich das Gebiet in das Kleinsölktal und das Großsölktal. Diese Geografie prägt den Alltag stärker als ein gemeinsamer dichter Ortskern: Gemeindeverwaltung, Schulen und Kinderbetreuung verteilen sich auf mehrere Orte. Die Berge und die langen Wege sind Teil der Lebensbedingungen; Versorgung und Arbeit hängen eng an der Straße durch die Täler. Stein an der Enns bildet dabei den nördlichen Zugang zu beiden Sölktälern.
Passweg und drei Ortskerne
Über den Sölkpass führte einst ein Handelsweg zwischen Enns- und Murtal. Schloss Großsölk war an dieser Route Rast- und Einkehrstation; das Gebäude aus dem 14. Jahrhundert beherbergt heute das Naturparkhaus. Seit 1998 ist es Sitz des Naturparkhauses mit Ausstellungen, darunter eine Dauerausstellung über den Ennstaler Steirerkas. Im Schlosshof liegt der Jesuitengarten mit Kräutern und alten Gemüsesorten. Die Kirchen in Großsölk, Kleinsölk und Sankt Nikolai erinnern daran, dass die heutige Gemeinde aus mehreren Ortskernen hervorging. Erst 2015 wurden die drei früheren Gemeinden zusammengelegt. Die Passstraße verbindet sie mit dem Murtal, ist aber saisonal befahrbar.
Quellen: Naturparkhaus Schloss Großsölk · Sölk – Wikipedia, feste Artikelversion
Almen, kleine Betriebe und Pendeln
Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Sölk 164 Arbeitsstätten und 334 Beschäftigte in Arbeitsstätten. 42,1 Prozent der Arbeitsstätten gehörten zum primären Sektor; unter den Beschäftigungsverhältnissen betrug dessen Anteil 25,7 Prozent. Drei Viertel der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Auf den bewirtschafteten Almen wird Milch verarbeitet, unter anderem zu Ennstaler Steirerkas; dazu kommen Einkehr und Naturparkangebote für Besucher. Die Gemeinde betreibt außerdem ein Kleinkraftwerk am Knallbach. Diese Beispiele zeigen, wie Landwirtschaft, Verarbeitung und kleine Dienstleistungen in den verstreuten Siedlungen ineinandergreifen. Der hohe Anteil landwirtschaftlicher Arbeitsstätten bedeutet dabei nicht, dass die Mehrheit der Beschäftigten in diesem Sektor tätig ist.
Quellen: Arbeitsstättenzählung 2024 – Gemeindeergebnisse · Almen – Naturpark Sölktäler · Sölk – Wikipedia, feste Artikelversion
Naturpark und Alltag
Der Naturpark Sölktäler umfasst das gesamte Gemeindegebiet. Seine Landschaft besteht aus bewaldeten Hängen, Almen, Bächen und hochalpinen Bereichen; Wanderwege und der Jesuitengarten sind öffentlich zugängliche Angebote. Der Naturpark vermittelt dabei nicht nur Landschaft, sondern auch Wissen über Almwirtschaft, Käse und lokale Kultur. Im Winter gibt es Tourenmöglichkeiten; die direkte Straßenverbindung über den Sölkpass ist dann gesperrt. Für Bewohner machen die Entfernungen zwischen den Ortsteilen die Wege zu Schule, Versorgung und Arbeit besonders wichtig. Das Naturparkhaus und der täglich zugängliche Jesuitengarten bieten Orientierung zur Landschaft und ihrer Bewirtschaftung. Dort wird auch die regionale Käsetradition in einer Dauerausstellung erklärt.
Quellen: Sölk – Wikipedia, feste Artikelversion · Naturparkhaus Schloss Großsölk · Aktivitäten im Naturpark Sölktäler
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 14.10.2026
