LASSING KENNENLERNEN
Lassing am Übergang von Enns- und Paltental
Lassing liegt zwischen Enns- und Paltental, acht Kilometer von Liezen entfernt. Das Gemeindegebiet auf 750 bis 900 Metern Seehöhe zieht sich zwischen Mitterberg im Norden und Blosen sowie Hoher Trett im Süden. Es umfasst 37,14 Quadratkilometer und 1.669 Einwohner (1. Jänner 2026). Die Gemeinde besteht aus zahlreichen Ortschaften und zwei Katastralgemeinden, Lassing Sonnseite und Lassing Schattseite. Diese Gliederung macht deutlich, dass Lassing kein geschlossenes Straßendorf ist: Einzelne Siedlungen und Höfe verteilen sich über das Tal und die Hänge.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Lassing (Steiermark) – Wikipedia, feste Artikelversion
Zwischen bäuerlichen Tälern und dem Ortskern
Die Lage an den Ausläufern der Rottenmanner Tauern prägt Wege, Siedlungen und den Blick auf die Burg Strechau. Das Gemeindegebiet umfasst sowohl Teile des Ennstals als auch des Paltentals. Die Gemeinde beschreibt ihren Ort als historischen Kern zwischen den umliegenden Höhen; zugleich ist Liezen als Bezirkshauptstadt nahe. Kindergarten und Volksschule sind lokale Einrichtungen, während die einzelnen Ortschaften über Busverbindungen und Straßen mit den Nachbarorten verbunden sind. Die verstreuten Höfe und Siedlungen erklären, warum Wege zwischen den Ortsteilen zum Alltag gehören. Die Burg Strechau ist dabei ein weithin sichtbarer Orientierungspunkt über dem Tal.
Quellen: Lassing Municipality · Lassing (Steiermark) – Wikipedia, feste Artikelversion
Kirche, Bergbau und ein schweres Unglück
Die Pfarre Lassing ist 1036 als Laznichove belegt; die spätgotische Pfarrkirche wurde 1513 fertiggestellt. Die Geschichte des Ortes reicht weiter zurück als die moderne Gemeinde, die 1872 aus den Gemeinden Lassing Sonnseite und Schattseite entstand. Im 20. Jahrhundert bestimmte auch der Bergbau die Arbeit in der Gegend. Das Grubenunglück von 1998, bei dem zehn Mitglieder einer Rettungsmannschaft nach einem weiteren Einbruch ums Leben kamen, veränderte den Blick auf Sicherheit im Bergbau weit über die Gemeinde hinaus. Die lokale Geschichte verbindet somit bäuerliche Siedlung, kirchliches Zentrum und industrielle Tätigkeit.
Quellen: Lassing (Steiermark) – Wikipedia, feste Artikelversion
Landwirtschaft, Rohstoffe und Betriebe
In der Arbeitsstättenzählung 2024 wurden in Lassing 153 Arbeitsstätten und 476 Beschäftigte in Arbeitsstätten gezählt. 47,1 Prozent der Arbeitsstätten lagen im primären Sektor; zugleich entfielen 37,6 Prozent der Beschäftigten auf den sekundären Sektor. Das passt zu zwei unterschiedlichen Tätigkeiten vor Ort: Landwirtschaft ist über die verstreuten Höfe sichtbar, während die Paltentaler Splitt- und Marmorwerke im Werk Burgfried Kalkstein abbauen und nahebei zu Sand, Splitt und Schotter aufbereiten. Das Werk liegt in Lassing; der Firmensitz befindet sich in Rottenmann. Die Körnungen werden unter anderem für Bauwirtschaft und Gärten angeboten. Die Statistik beschreibt Arbeitsstätten und Beschäftigungsverhältnisse, nicht die Zahl der Betriebe oder die Erwerbstätigen am Wohnort.
Quellen: Lassing (Steiermark) – Wikipedia, feste Artikelversion · Lassing Municipality · Paltentaler – Werk Lassing · Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse
Zu Besuch vor Ort
Die Burg Strechau liegt auf einem Felsrücken im Gemeindegebiet und ist über Führungen zugänglich. Die Anlage ist seit dem 11. Jahrhundert belegt; heute können Besucher die Burg und die Steyr-Oldtimersammlung besichtigen. Die Tourismusinformation nennt für die Saison 2026 Öffnung von Mai bis Oktober, Dienstag bis Sonntag. Als zweiter öffentlicher Ort eignet sich die spätgotische Pfarrkirche Lassing, deren Baujahr die Gemeinde mit 1513 angibt. Sie liegt im Ortskern und erzählt von der langen kirchlichen Rolle der Pfarre. Der Weg zur Burg führt vom Tal auf den Felsrücken; die Kirche erschließt die Ortsgeschichte im Siedlungskern. Für den Burgbesuch ist wegen der Führungen eine Zeitplanung sinnvoll.
Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse · Paltentaler · Castle
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 14.10.2026
