MARKTGEMEINDE · STEIERMARK

Öblarn

Ein Markt im Ennstal, dessen Bergbaugeschichte bis ins Walchental reicht

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Blick über Öblarn mit dem Grimming im Hintergrund
Blick über Öblarn mit dem Grimming im Hintergrund · Foto: Christian Pirkl · „Öblarn IMG 6756 Styria“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 888
01.01.2026
Fläche
70,10 km²
Bevölkerungsdichte
26,9
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
8960
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

ÖBLARN KENNENLERNEN

Öblarn und das Erbe des Kupferwegs

Zwischen Enns und den südlich aufsteigenden Tauern erzählt Öblarn seine Geschichte nicht nur in Archiven: Der Kupferweg führt zu Stollen und Öfen im Walchental. Die Marktgemeinde im Bezirk Liezen zählt 1.888 Einwohnerinnen und Einwohner (1. Jänner 2026) und umfasst 70,10 Quadratkilometer.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Öblarn – Wikipedia, feste Artikelversion

Zwischen Talboden und Seitental

Öblarn liegt im Ennstal; das Gemeindegebiet reicht von der namensgebenden Marktgemeinde über Niederöblarn bis in die Siedlungen an den Hängen. Seit der Gemeindestrukturreform 2015 gehört auch Niederöblarn zur Marktgemeinde. Für den Alltag prägt die Lage an der Ennstalstraße die Verbindung durch das Tal, während sich südlich davon das Walchental in die Berge zieht. Diese räumliche Staffelung erklärt, warum Ortsleben, Landwirtschaft und das montanhistorische Erbe nicht nur am Marktplatz sichtbar werden. Der Ortskern ist zugleich Ausgangspunkt, um die frühere Nutzung der Seitentäler zu verstehen.

Quellen: Öblarn – Wikipedia, feste Artikelversion

Ein Ort, der Erz verarbeitete

In der Walchen ist eine Schmelzhütte bereits 1434 belegt. Der Bergbau und die Verhüttung entwickelten sich besonders unter der Familie Stampfer, die von 1666 an über Generationen den Betrieb führte. Kupfer, Silber und Schwefel wurden aus den Erzen gewonnen; das frühere Verweserhaus am Marktplatz diente als Verwaltung und Lager. Heute macht der Kupferweg die Produktionskette im Gelände nachvollziehbar: Bergbauverein Öblarn betreibt den markierten Schaupfad seit 2000. Die Stationen im Walchental zeigen unter anderem Stollen, Röststadel und Öfen. Für Einheimische ist das ein ungewöhnlich konkreter Zugang zur Geschichte der Arbeit, die den Ort über Jahrhunderte geprägt hat. Das Bergbaumuseum nutzt einen 130 Quadratmeter großen, tonnengewölbten Raum im Verweserhaus; Vitrinen zeigen Funde aus Abbau und Schmelzöfen.

Quellen: Öblarn – Wikipedia, feste Artikelversion · Museen und Öblarner Kupferweg – Marktgemeinde Öblarn

Arbeit im kleinen Tal

Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für Öblarn 190 Arbeitsstätten und 480 Beschäftigte in Arbeitsstätten aus; 64,7 Prozent der Arbeitsstätten liegen im tertiären Sektor. Zugleich entfallen 26,3 Prozent auf den primären Sektor. Das ist ein Anteil an den Arbeitsstätten, kein Beschäftigtenanteil. Ein örtlich greifbares Beispiel für heutige Arbeit ist der Flugplatz Niederöblarn: Das dortige Flugsportzentrum bietet Ausbildung und Flugangebote und verbindet Technik, Schulung und Gästebetrieb. Die Gemeinde führt zudem Handwerksbetriebe und Nahversorger im Ortsverzeichnis; deren Standorte ergänzen die Angebote im Hauptort und in Niederöblarn. 74,4 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendeln aus; viele Arbeitswege führen damit über die Gemeindegrenze.

Quellen: Arbeitsstättenzählung 2024 – Gemeindeergebnisse · Flugsportzentrum Flugplatz Niederöblarn · Museen und Öblarner Kupferweg – Marktgemeinde Öblarn

Kultur und Wege vor Ort

Das Paula-Grogger-Museum im früheren Wohnhaus der Schriftstellerin ergänzt den Bergbau als zweites Thema des Ortsbesuchs. Es liegt in der Bahnhofstraße, während der Kupferweg beim ehemaligen Verweserhaus im Zentrum beginnt. Dazwischen lässt sich der Ortskern zu Fuß erkunden: Die Pfarrkirche des heiligen Andreas und der Kirchplatz bilden einen historischen Bezugspunkt. Der Ort bietet damit einen kurzen Museumsbesuch und einen längeren Weg in die montanhistorische Landschaft. Wer beide Ziele verbinden will, sollte für den Kupferweg mehrere Stunden einplanen; laut Gemeinde ist der Pfad witterungsbedingt überwiegend von Juni bis September zugänglich.

Quellen: Museen und Öblarner Kupferweg – Marktgemeinde Öblarn · Öblarn – Wikipedia, feste Artikelversion

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 14.10.2026

GEOGRAFIE

Öblarn auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung2 035
31.10.2021 · Registerzählung1 981
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 888

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
744
NUTS-3-Region
Liezen (AT222)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Öblarn

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.