LANDL KENNENLERNEN
Wo Salza und Enns zusammentreffen
Landl reicht über ein ausgedehntes Berggebiet bis zur Mündung der Salza in die Enns. Die Gemeinde im Norden der Steiermark zählt 2.448 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) auf 254,85 km². Seit 2015 umfasst sie auch die früher selbstständigen Gemeinden Gams, Palfau und Hieflau. Neun Ortschaften liegen zwischen Hochschwab, Ennstaler und Eisenerzer Alpen; im Norden berührt das Gemeindegebiet zudem die Ybbstaler Alpen.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Landl – Wikipedia, feste Artikelversion
Eine Gemeinde aus mehreren Talorten
Kirchenlandl ist der Hauptort, doch das Gemeindegebiet funktioniert nicht wie ein einzelnes Dorf mit klarer Peripherie. Hieflau, Gams, Großreifling und Palfau haben eigene Ortskerne und liegen in verschiedenen Talräumen. In Großreifling stoßen Ennstaler, Eisenerzer und Ybbstaler Alpen zusammen; Salza und Enns verbinden die südlichen und nördlichen Teile der Gemeinde. Wer hier unterwegs ist, bewegt sich zwischen engen Tälern, Flussläufen und kleinen Siedlungen statt zwischen dicht bebauten Nachbarorten. Kirchenlandl ist Verwaltungssitz; Hieflau und Palfau liegen an anderen Verkehrsachsen als Gams. Die Talräume erklären, weshalb Ausflugsziele und Versorgung nicht an einem einzigen Ortskern gebündelt sind.
Wasser, Fels und Industriekultur
In Palfau führt ein Steig durch die Wasserlochklamm. Die Gemeinde beschreibt eine 900 Meter lange Klammstrecke, auf der das Wasser rund 300 Höhenmeter überwindet; Holztreppen und Brücken führen an Wasserfällen und Felsbecken vorbei. Das Ausflugsziel ist saisonal geöffnet, gewöhnlich von April bis Oktober. In Gams bietet das GeoDorf mit Nothklamm und Kraushöhle einen anderen Blick auf die Geologie der Region. Großreifling erinnert mit dem Forstmuseum Silvanum an die Waldarbeit und Holzbringung, die lange zum Wirtschaftsleben des Ennstals gehörten.
Quellen: Landl – Wikipedia, feste Artikelversion · Wasserlochklamm Palfau · Gemeinde Landl – Gemeindenachrichten 3/2025
Arbeit im Tal und für Gäste
Für 2024 verzeichnet die Arbeitsstättenzählung 267 Arbeitsstätten in Landl; 39,0 Prozent waren dem primären Sektor zugeordnet. Die Arbeitsstätten beschäftigten zusammen 881 Personen beziehungsweise Beschäftigungsverhältnisse, davon 64,6 Prozent im Dienstleistungssektor. Zugleich pendelten 56,0 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz in der Gemeinde aus. Die Statistik zeigt eine ländliche, kleinteilige Wirtschaftsstruktur, in der Landwirtschaft, Handwerk, lokale Versorgung und Tourismus nebeneinanderstehen. Ein konkreter Dienstleistungsbetrieb ist die Gemeinde Landl Infrastruktur Entwicklungs KG: Sie betreibt beziehungsweise organisiert Ausflugsziele wie Wasserlochklamm und Freizeitpark. Die Klamm verzeichnete 2025 laut Gemeindezeitung 33.388 Besuche; das schafft Arbeit bei Eintritt, Wegerhaltung und Besucherbetreuung, sagt aber nichts über alle Betriebe der Gemeinde aus.
Quellen: Arbeitsstättenzählung 2024 – Gemeindetabelle · Gemeinde Landl – Gemeindenachrichten 3/2025
Spuren von Waldarbeit und Besiedlung
Landl wird 1422 urkundlich als Länntlein erwähnt, die Kirche St. Bartholomä ist bereits 1273 belegt; Gams erscheint im 12. Jahrhundert als Gemze. In Großreifling zeigt das Forstmuseum Silvanum, wie eng Waldnutzung und Flößerei mit dem Ennstal verbunden waren. An der Salza finden sich heute Bade- und Paddelangebote, während die alten Forst- und Verkehrsbeziehungen in Museen und historischen Anlagen sichtbar bleiben. Das Museum vermittelt Waldarbeit auch mit einer Holzknechthütte und einer Darstellung der einstigen Floßfahrt auf Salza und Enns. So wird die Geschichte der Flüsse abseits der heutigen Freizeitnutzung anschaulich.
Quellen: Landl – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Landl – Gemeindenachrichten 3/2025 · Gemeinde Landl – Forstmuseum Silvanum
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 14.10.2026
